Endlich geht es wieder los...

Anflug auf Island
Anflug auf Island

Am 07.August war es endlich soweit: Wir starteten unsere diesjährige USA-Reise zu angenehmer Mittagszeit ab Hamburg. Dies hatte den Vorteil, dass wir mal nicht mitten in der Nacht aufstehen mussten, um erst noch nach Düsseldorf zu fahren, sondern dieses Mal zu ziviler Zeit bequem von meinem Vater chauffiert wurden. Der Nachteil allerdings war, dass wir keinen Direktflug, sondern einen "Icelandair"-Flug mit Zwischenstopp auf Island hatten. Die nicht gerade ansprechende Maschine startete letztlich mit 55minütiger Verspätung, was die Frage nach dem Anschlussflug wieder spannend machte. Zum Glück ist der Reykjaviker Flughafen nicht sonderlich groß und die Maschine wartete (anders als Lufthansa in München im letzten Jahr...) auch. Der Weiterflug nach Denver war recht angenehm, da wir Fenster- und Gangplatz gebucht hatten und letztlich niemand zwischen uns saß; allerdings gab es nur ein Getränk (Warum trinke ich im Flugzeug eigentlich immer Tomatensaft?) und das Essen musste extra gezahlt werden. Das hatten wir auf einem Langstreckenflug auch noch nicht erlebt... Island von oben war nicht wirklich einladend, dafür war die Arktis wunderschön ( aber auch dort möchten wir keinen Urlaub machen...).

Nach 9stündigem Flug landeten wir auf dem Denver Int.Airport und das ganz ohne Ohrenschmerzen. Juchhu! Dennoch schluchzte ich auf dem Weg zum Imigrationofficer ein wenig, denn was war das für ein beeindruckender Empfang: Das Dach des Flughafengebäudes war zahllosen Tipis nachempfunden, im Inneren hingen große Bilder sämtlicher Indianerstämme und entsprechende Gesänge begleiteten uns aus den Lautsprechern, dazu die Rocky Mountains in der untergehenden Sonne... Wir waren wieder Zuhause! Nach dem üblichen Prozedere fuhren wir mit dem Shuttlebus zur Alamo-Station und suchten unseren Mietwagen aus, der dieses Mal ein Mazda-Geländewagen war. Leider wollte das Navi nicht so wie wir, weshalb sich die Abfahrt dann doch verzögerte. Als wir dann in nunmehr völliger Dunkelheit unser wunderschönes B&B in der Race Street erreichten, wurden wir sehr herzlich empfangen und ließen uns erstmal einen Restauranttipp geben, da wir wegen des nicht vorhandenen Services auf dem Flug, nun doch ein ganz gewaltiges Hüngerchen verspürten. Unweit des "Castle Marne" landeten wir dann in "Petes Kitchen", wo wir einen köstlichen Burger wegspachtelten. Da hier sämtliche Cops einzukehren schienen und auch zahllose Auszeichnungen an der Wand hingen, musste es auch gut sein. Satt und zufrieden bezogen wir dann unser kleines aber feines Zimmer. Für den Hot Tub auf unserem Balkon war es leider schon zu spät, aber man soll ja ohnehin nicht mit vollem Magen ins Wasser gehen...

Castle Marne
Castle Marne

Am nächsten Morgen standen wir (wie immer im Urlaub) früh auf und fanden uns im schönen Frühstücksraum ein, wo bereits üppig mit altem Tafelsilber eingedeckt war. Meiner Sache sehr sicher, nahm ich mich sogleich der frisch zubereiteten Köstlichkeiten an, als plötzlich der Kellner hektisch fragte, ob ich denn schon gegessen hätte: Ja, hatte ich! Und schon ging es los: Der Hals kratzte, die Lunge juckte und die Lippe wuchs... Da wurde doch zuvor nach Allergien gefragt und dann vergessen, dass im Pesto Nüsse waren! Ich wähnte mich in Sicherheit und was war das Ende vom Lied: Eiswürfellutschen zum Frühstück! Nach diesem Schreck sahen wir uns erstmal in Ruhe das wunderschöne, originalgetreu möblierte Haus an.

Lookout Mountain

Lookout Mountain
Lookout Mountain

Dann startete unser Ausflugsprogramm: Zunächst ging es raus aus der Stadt zum Lookout Mountain, wo wir Buffalo Bill's Grab besuchen wollten. Direkt hinter Denver erstreckte sich bereits das grandiose Panorama der Rocky Mountains, mit zum Teil noch Schnee auf den Gipfeln. Auch das erste Wild saß beinahe direkt am Wegesrand. Buffalo Bill's Grab befindet sich auf einem Hügel unweit des obligatorischen Visitor Centers, ist nicht sonderlich spektakulär, aber für Freunde des Wilden Westens natürlich ein Pflichtpunkt. (www.buffalobill.org)

Im Visitor Center entdeckte ich dieses anschauliche Exempel wildwestlicher Partnersuche. Da können sich "Elitepartner" und andere Partnervermittlungen doch mal ein Beispiel dran nehmen. Hier weiß man gleich woran man ist und wie die Prioritäten gesetzt sind...

Mount Evans

Dann drangen wir noch weiter in die wunderschöne Natur Colorados vor. Vorbei an Flüssen, Wasserfällen, Seen und immer weiter gen Himmel erklommen wir Mount Evans und das ganz bequem per Auto, da wir uns auf der höchsten Autostraße der USA (4346m) befanden. Grandiose Panoramen boten sich hier in immer karger werdender Landschaft. Oberhalb der Baumgrenze war es empfindlich kalt, so dass sich das Schneeschaf noch am wohlsten fühlte. Mein Mann nahm fast direkten Kontakt mit dem trägen Burschen auf, während mich mein doch eher suboptimales Schuhwerk (typisch Weibsvolk!) daran hinderte. So wartete ich frierend (auch das restliche Outfit war nicht gut gewählt) auf seine Rückkehr, wobei die fantastischen Ausblicke das Herzchen doch wärmten... Einen Hauch von Abenteuer ließ die Straße durch die doch beachtliche Höhe nebst fehlenden Leitplanken aufkommen. Bei Gegenverkehr musste man schon sehr schleichen, um nicht schneller als geplant wieder unten anzukommen...

Georgetown, Colorado

Georgetown,Colorado
Georgetown,Colorado

Nach dieser ersten Hochgebirgserfahrung besuchten wir leicht durchgefroren die alte Minenstadt Georgetown im Clear Creek Canyon, die ihre Ursprünge auf ein Goldgräbercamp aus den 1860er Jahren zurückführt. Das enge Tal steht als Goergetown - Silver Plume National Historic Landmark District komplett unter Denkmalschutz. Hier in diesem lebendigen Museumsstädtchen war es wieder angenehm warm und unsere Gastgeberin im Castle Marne hatte nicht zuviel versprochen: Der Ort war zwar klein aber wirklich wunderhübsch. Wir bummelten ein wenig die Sixth Street entlang und erfreuten uns an den alten viktorianischen Fassaden. Komisch, dass dieses schöne Plätzchen in kaum einem Reiseführer erwähnt wird... Ein Besuch lohnt sich! 

Golden, Colorado

Golden,Colorado
Golden,Colorado

Dann ging es wieder Richtung Lookout Mountain und damit zurück nach Denver. Zum Glück sind wir zuerst am Mount Evans gewesen, denn nun wären wir wahrscheinlich erst im Dunkeln angekommen: Ein meilenlanger Stau war auf der Gegenfahrbahn. Puh, das hätte ja sonst wieder ein Geschimpfe gegeben... Nachdem wir wieder am Buffalo Bill Museum vorbeigefahren waren, fiel uns nun überhaupt erst die riesige Coors-Brauerei am Fuße des Lookout Mountain auf. Die Coors Brewery ist die zweitgrößte Brauerei der USA mit der größten Bier-Produktionsstätte der Welt mitten im kleinen Ort Golden, den wir natürlich auch noch besuchten. Golden ist zwar klein, aber oho: Von 1862 bis 1867 war es sogar die Hauptstadt Colorados; 1867 hatte dann bei einer Stichwahl nur eine Stimme gefehlt, so dass der Regierungssitz letztlich ins nur wenige Meilen entfernte Denver verlegt wurde. So ist Golden eine Saloon- und Cowboystadt geblieben und lädt auf seiner Main Street mit der Büffelskulptur zum gemütlichen Flanieren ein.

Buckhorn Exchange
Buckhorn Exchange

Am Ende des Tages wollten wir uns noch etwas Besonderes gönnen. Wie auf vorherigen Reisen hatten wir uns auch dieses Jahr Adressen aus der Sendung "Man vs.Food" herausgesucht und waren sehr angetan von der "Buckhorn Exchange", dem ältesten Restaurant von 1893 in Denver. Hier gibt es alles, was im Wilden Westen kreucht und fleucht, gebraten auf dem Teller. Das von außen sehr ansprechende Lokal liegt außerhalb der Downtown in einer scheinbar sehr neu gewachsenen Wohngegend, die jedoch nach modernem, sozialem Wohnungsbau aussah. Leider entschieden wir uns für einen Platz im oberen Saloon, der nicht besonders gemütlich wirkte, wahrscheinlich wäre es im dunklen Gastraum unten weitaus uriger gewesen. Andererseits hätte man den ganzen ausgestopften Tieren gegenüber wahrscheinlich ein noch ausgeprägteres schlechtes Gewissen bekommen. Sei es drum: Wir bestellten Bison und Elk, was hier besonders gut sein soll. War es aber gar nicht. Meiner Meinung nach, sind die wunderschönen Tiere für das Gebotene umsonst gestorben, oder Touris bekommen hier nur die zähen, kleinen Endstücke...? Und das für über 100$. Wir waren enttäuscht!

Nach diesem Reinfall, wie man es leider nennen muss, versuchten wir endlich, unsere bereits in Deutschland gekaufte US-Sim Card zu aktivieren. Natürlich hatten wir den Zugangscode für den Rechner im B&B vergessen und fragten ein Pärchen, ob sie es wüssten. Nett und zuvorkommend wie die Amerikaner immer sind, nahmen sie sich der Sache umgehend an und waren uns beim gesamten Aktivierungsprozedere behilflich. Letztlich stellte sich raus, dass der Anbieter in Seattle ansässig war, weshalb auch eine andere Vorwahl angewählt werden musste (da kam erstaunlicherweise ausgerechnet ich drauf...jaja, auch ein blindes Huhn...) Lange saßen wir noch mit Dale und Kim zusammen und redeten bis in die Nacht. Obwohl man sich gar nicht kannte, ging der Gesprächsstoff nicht aus, nicht zuletzt, da die Männer in der gleichen Branche tätig waren und Kim wie ich Lehrerin ist. Das war ein wirklich netter Abend. Danach nutzte mein Mann noch den Hot Tub auf unserem Balkon, den Himmel voller Sternen über sich und beobachtet von einem lästigen Hörnchen, das hier bereits den ganzen Tag herumhüpfte...

Auf zum Rocky Mountain NP...

Boulder, Colorado
Boulder, Colorado

Am 09.08. waren definitiv keine Nüsse im Frühstück..! Wir unterhielten uns am Tisch noch nett mit einem französischen (auch Lehrerin!) und einem japanischen Paar, dann war unser superschöner Aufenthalt im Castle Marne auch schon wieder Vergangenheit. Zum Glück konnten wir uns auch noch von Dale und Kim verabschieden, die uns sogar noch zu sich nach Colorado Springs einluden. Vom Castle Marne bekamen wir noch ein Buch über historische Inns in den USA und hauseigene Toffees geschenkt. Hier hat es uns wirklich gut gefallen und wir hätten es durchaus noch viel länger ausgehalten, doch es warteten ja noch viele weitere schöne Orte und Abenteuer auf uns... So statteten wir heute zunächst der Universitätsstadt Boulder einen kurzen Besuch ab. Hier schlenderten wir die Pearl Street Pedestrian Mall entlang, wo ein Asia-Festival stattfand. Ein sehr schöner, gepflegter Ort, der sogar durchaus europäisch vertraut anmutet. 

Nederland, Colorado
Nederland, Colorado

Nach diesem kurzen Besuch der mit den ersten Goldfunden 1859 gegründeten Stadt setzten wir unsere Fahrt Richtung Rocky Mountain NP fort. Wir entschieden uns gegen den direkten Weg über den US Highway 36 und folgten stattdessen der 34 Kilometer längeren Variante durch den schönen Boulder Canyon bis zum urigen Örtchen Nederland. So stelle ich mir einen Ort in Alaska vor, aber da waren wir ja noch nicht... Wir vertraten uns etwas die Beine, bevor wir schließlich auf dem "Peak to Peak"-Scenic Byway Richtung Norden direkt nach Estes Park fuhren.

In einem von Bergen umrahmten, weiten Tal auf rund 2300 m Höhe lag schließlich das "Basislager" des Rocky Mountain NP vor uns. Da es im Nationalpark keine Übernachtungsmöglichkeiten gibt, ist Estes Park die touristische Hochburg der Region. Wir checkten schnell im "Murphy's Resort" ein, wo wir ein recht schönes, geräumiges Zimmer mit Blick auf den Lake Estes bezogen.

Rocky Mountain National Park

Dann machten wir uns "bergfein", nahmen noch einen kleinen Snack bei "Taco Bell" zu uns und fuhren auf dem Hwy 36 in den über 100000 ha großen Rocky Mountain NP. Was war das schön hier: Je höher wir auf der Trail Ridge Road, die auf fast 80 km Teil des als höchste Straße der USA geltenden Hwy 34 ist, fuhren, umso spektakulärer wurden die Ausblicke. Zunächst stoppten wir an der Rainbow Curve, wo viele putzige Chipmunks den zahllosen Touris Nüsschen aus den Taschen luchsen wollten. Neben diesen pelzigen Wegelagerern boten sich fantastische Panoramen.

Forest Canyon Overlook
Forest Canyon Overlook

 

Immer höher ging es auf dieser straßenbautechnischen Meisterleistung aus dem Beginn der 1930er Jahre, wo rasche Vegetationswechsel beeindruckten. Auf 3536 m befanden wir uns am Forest Canyon Overlook bereits in der hochalpinen Zone, wo es entsprechend windig und kalt war. Dieses Mal waren wir die gut Ausgestatteten und bedauerten die schlotternden T-Shirtträger im Schnee. 

Trail Ridge Road
Trail Ridge Road

 

 

Alleine die Autofahrt hier oben war ein Abenteuer: Nach jeder Kurve boten sich neue traumhafte Ausblicke, zudem gab es keine Leitplanken, obwohl es stets mehrere hundert wenn nicht sogar tausend Meter hinunterging, würde man vom Teer abkommen. Zum Teil fuhr man mitten durch einen grob weggesprengten Felsen hindurch. Großartig!

Such den Pika...
Such den Pika...

Am Rock Cut wurde die Landschaft dann noch unwirklicher: Hier in den hochalpinen Tundrawiesen führte ein asphaltierter Wanderweg zu den pilzförmig erodierten Gesteinstürmchen, den sogenannten Hoodoos. In der kargen Landschaft blühten im August zahllose Hochgebirgspflanzen und mittendrin huschten die kleinen Pikas, die bereits jetzt eifrig damit beschäftigt waren, ihre Baue für den Winter zu polstern und ihre Vorratskammern zu füllen, da sie keine Winterschläfer sind. Auch ihrem deutschen Namen (Pfeifhasen) machten sie alle Ehre: Ständig warnten sie sich vor uns... Zwar war der Weg vom Parkplatz zu den Hoodoos, auf die mein Mann natürlich unbedingt raufklettern musste, nicht sonderlich weit, doch merkten wir Flachlandindianer deutlich, dass hier oben die Luft schon recht dünn war.

Rocky Mountain High
Rocky Mountain High

Wir fuhren nach diesem Spaziergang durch die Tundrawiesen noch ein Stück weiter bis zum Alpine Visitor Center, welches den höchsten Punkt im westlichen Teil des Parks markiert. Hier auf  knapp 3700 m gab es direkt neben der Straße noch Eisfelder und Schneebretter, sowie ein wunderschönes Bergpanorama mit blauen Seen und grünen Wiesen. Wunderschön, wenn auch eiskalt. Weit entfernt graste ein großer Hirsch. Natur pur!!! Im Alpine Visitor Center besorgten wir uns erstmal einen heißen Kaffee und nutzten die einzige Möglichkeit um ihn wieder wegzubringen.. Von hier aus hätten wir auf der Trail Ridge Road weiter bis Grand Lake und sogar Georgetown, wo wir zwei Tage zuvor waren, fahren können. Dies wäre hinsichtlich unserer Unterkunft in Estes Park jedoch wenig sinnvoll gewesen. Stattdessen wollten wir auf der Old Fall River Road, der originalen Passstraße durch den Nationalpark, zurück in Richtung Estes Park fahren. Diese 19 km lange geschotterte Einbahnstraße verläuft in traumhafter Landschaft durch das Endovalley und ermöglicht somit eine ideale Rundtour. Tja, wenn sie nicht wegen eines Erdrutsches gesperrt ist... So fuhren wir also wieder auf gleicher Strecke zurück. Da es schon etwas dunkel wurde, war das vielleicht auch gar nicht so schlecht.

Gummihuhn bei "Smokin Dave's"
Gummihuhn bei "Smokin Dave's"

Wieder am Ortseingang von Estes Park angekommen, war es schon dunkel. Clever wie wir sind (haha) hatten wir schon vorher einen Tisch bei "Smokin Dave's" reserviert. Auch dieses Lokal hatte ich bereits in Deutschland recherchiert und die lange Warteschlange vor der Tür ließ Großes ahnen. Der Laden war auch echt superurig und gemütlich, aber das Gummihühnchen und der fade, weiße (!) Maiskolben waren nicht nach meiner Mütze. Allmählich könnte man meinen, ich wäre mäkelig, bin ich aber gar nicht...! Danach gingen wir noch in einen Liquor Store, wo wir bei einer sehr alten, netten "perückten" Dame noch ein paar Getränke kauften, mit denen wir uns noch ein Weilchen vor unser Zimmer setzten und die Fotos des Tages begutachteten. Lange hielt man es aber nicht vor der Tür aus, da es hier empfindlich kalt ist, sobald die Sonne weg ist und das war sie. Gute Nacht!

Estes Park, Colorado

Elkhorn Avenue
Elkhorn Avenue

Nach einem recht guten Frühstück, stand am 10.August zunächst ein Bummel durch Estes Park auf unserem Programm. Bevor Joel Estes und sein Sohn 1859 als erste Weiße hier siedelten und dem Ort seinen Namen gaben, jagten hier Ute- und Arapaho-Indianer. Um 1900 setzte sich der Naturforscher und Fotograf Enos Mills, der zugleich Hotelbesitzer in Estes Park war, für die Einrichtung eines Nationalparks ein. 1915 waren seine Bemühungen dann schließlich von Erfolg gekrönt. Wir parkten unweit der Hauptgeschäftsstraße Elkhorn Avenue in der Nähe seiner Skulptur, wo merkwürdige dicke Falter, die fast wie Kolibris aussahen, um die Blüten herumsummten. Von hier aus konnte man auch einen Blick auf das 1906 erbaute Stanley Hotel, das Stephen King zu seinem Roman "The Shining" inspiriert haben soll, werfen. Um es zu besichtigen, bedarf es für Nicht-Hotelgäste einer kostenpflichtigen Zugangsberechtigung, ohne die man nicht einmal den Hotelparkplatz erreicht. Wir verzichteten! Estes Park gefiel uns gut: Neben einigen stilvollen Geschäften gab es vorwiegend Souvenirshops. Besonders gefielen uns die von der Hauptstraße zu erreichenden kleinen Plazas, mit Wasserspielen und Skulpturen. An einem alten Mühlrad war eine besonders schöne Skulptur: Ein Cowboy, der das Wasser aus seinem Stiefel kippte (und sogar ein Loch in seinem Socken hatte).

Auf Wanderschaft in den Rocky Mountains

Bear Lake
Bear Lake

Dann hatten wir auch schon wieder genug vom Pflastertreten, schließlich lag der Schwerpunkt in diesem Jahr auf Naturerlebnis. Also schnell wieder in den Rocky Mountain NP, wo eine Wanderung am Bear Lake geplant war. Leider zog es sich immer mehr zu, doch war der Park dennoch mehr als gut besucht. Es war Sonntag und da zieht es die Amerikaner in ihre Nationalparks (Wer kann es ihnen verdenken?)! Entsprechend voll waren auch die Parkplätze; so wiesen Schilder bereits zu Beginn der Bear Lake Road darauf hin, dass der Parkplatz am Bear Lake voll sei und man die Shuttle Busse nutzen solle. Diesen Hinweis ignorierten wir gepflegt und hatten tatsächlich Glück, doch noch einen Parkplatz zu ergattern. Wir umrundeten den auf 2888 m Höhe gelegenen, gletschergeschaffenen Bear Lake, in dem sich bei Sonnenschein die Gipfel der Berge spiegeln. Wohlbemerkt: Bei Sonnenschein! Doch auch so boten sich schöne Motive, hatte man die Geduld, darauf zu warten, dass die vielen Kinder endlich wieder von den Felsen kletterten, nachdem sie endlos von ihren Eltern fotografiert worden waren. Wie nervig! An einem Werktag wäre es hier bestimmt romantischer gewesen.

Nymph Lake
Nymph Lake

 

 

Leider wurde das Wetter immer schlechter und nachdem wir den Bear Lake umrundet hatten und uns auf den Weg zum höher gelegenen Nymph Lake machten, fing es sogar an zu regnen. Zum Glück waren wir für alle Eventualitäten gerüstet und ließen uns von dem bisschen Regen nicht abhalten. Doch kamen dadurch die zahllosen Seerosen, die den schönen See bedeckten im Grau kaum zur Geltung. Schade!

Dream Lake
Dream Lake

Da der Regen immer stärker wurde, wollten wir fast schon umkehren, nicht zuletzt, da der Trail immer rutschiger wurde. Schließlich entschieden wir uns aber doch dafür noch weiter zu gehen, auch da uns ein nettes älteres Ehepaar darauf hinwies, dass weiter voraus eine Wapitihirschkuh mit ihrem Kalb zwischen den Bäumen zu sehen sei. Das war doch ein Argument zum Weiterwandern und tatsächlich entdeckten wir die Beiden am Wegesrand. Je höher wir auf dem Trail gingen, umso wunderschöner wurde die Landschaft mit Felsen, Wasserfall, Flüsschen und aller Schönheit, die wir  uns von den Rockies erhofft hatten. Wie würde es hier wohl erst bei Sonnenschein aussehen? Traumhaft! Meine neue GoPro war im Dauereinsatz. Schließlich erreichten wir den Dream Lake, in dessen klarem Wasser sich an diesem Tag keiner der imposanten Gipfel spiegelte; stattdessen tanzten die Regentropfen auf seiner Oberfläche. Plötzlich begann es sogar bedrohlich zu donnern. Was tun, hoch in den Bergen ? Wir hatten keine Ahnung, nur ein schlechtes Gefühl, dass uns nun endgültig zur Umkehr bewog. Ein armer Wanderer war wohl auf dem aufgeweichten, steilen Pfad ausgerutscht und hatte sich am Fuß verletzt, woraufhin er von der Alpine Rescue auf einem Pferd hinunter gebracht wurde. Wie lange der wohl auf die Hilfe warten musste, zumal es hier nicht einmal Handyempfang gab...? Zum Glück kamen wir wieder sicher, aber wegen der Höhenluft echt platt, unten an. Wir aßen noch etwas bei "KFC" und nahmen den Rest für den Abend mit ins Hotel. Sage und schreibe um die unglaubliche Zeit von 14.30 Uhr waren wir bereits wieder im Resort und lungerten rum. Da es in Strömen regnete und richtig kalt war, zog uns nichts mehr nach draußen. So guckten wir den Rest des Tages US-TV, freuten uns, dass sich unser bereits am Mount Evans für 80$ erworbener Annual Parkpass schon heute amortisiert hatte ( da jede Einfahrt in den Park 20$ kostete ) und schliefen uns schon früh für den folgenden langen Tag fit. Hier noch einige Impressionen unserer Wanderung:

Unterwegs nach Wyoming

Big Thompson River
Big Thompson River

 

 

 

 

Am 11. August standen wir wieder früh auf, aber wir hatten ja lange genug geschlafen. Beim Frühstück waren heute erstaunlich viele Deutsche (ein Grund mehr, schnell aufzubrechen, um das Amerika-Feeling nicht zu verlieren). Nachdem wir ausgecheckt hatten, fuhren wir zunächst 50 km entlang des Big Thompson River nach Loveland. Ich Blitzmerker schnallte erst nach zahlreichen Werbeschildern, warum hier so viele Menschen zum Heiraten herkommen... Im Sculpture Garden, der sich einfach auf dem Parkplatz eines Diners befand, gaben wir unser nächstes Ziel ins GPS ein und verließen Loveland wieder. Verheiratet waren wir ja schon...

 

 

Hier noch einige der Skulpturen:

Cheyenne, Wyoming

Nach 95 km erreichten wir schließlich Cheyenne, die Hauptstadt Wyomings. Hier parkten wir direkt vor dem "The Wrangler", wo wir uns erstmal anschauten, was der modebewusste Cowboy diese Saison trägt... Wir probierten ein paar Hüte auf und staunten über die zum Teil horrenden Preise für Westernstiefel. Auch ein entsprechendes Hemd kam nicht infrage, da wir uns damit in der Lüneburger Heide ganz schön lächerlich machen würden.

vor der Railroad Station
vor der Railroad Station

Direkt gegenüber des "Wrangler"-Store befindet sich die Depot Plaza, wo ärgerlicherweise tags zuvor ein großes Rib Fest endete. Das wäre ja auch was in unserem Sinne gewesen, aber wir waren wie anscheinend immer auf dieser Reise knapp zu spät... Naja, wenigstens standen die "Cheyenne Big Boots", etwa 2,5m hohe Cowboy-Stiefel, die von Künstlern aus der Umgebung zur Erinnerung an das Western-Erbe der Stadt gestaltet wurden, noch da....

Cheyenne wurde am 04.Juli 1867 gegründet, als die Union Pacific hier den Bahnhof errichtete und die Stadt als erste in Wyoming mit dem Osten der USA verband. Viehzucht und -transporte wurden daraufhin zum wichtigsten Wirtschaftsfaktor und es entwickelte sich ein zügelloses Westernstädtchen, in dem es so heftig zuging, dass es den Ruf "Hell on Wheels" bekam. Als sich die Raufbolde mäßigten, wurde Cheyenne 1890 als Verkehrsknotenpunkt zur Hauptstadt Wyomings ernannt. Seit 1897 finden jedes Jahr in der letzten Juliwoche die Frontier Days zur Erinnerung an die Wildwest-Tradition statt. Diesem Großevent ist das Frontiers Days Old West Museum gewidmet, das ganz hervorragend sein soll. Auch das Cheyenne Depot Museum soll durchaus einen Besuch wert sein, wir nutzten das Old Union Pacific Depot jedoch nur für eine kurze Restroom-Visitation. Vor dem schönen Bahnhofsgebäude steht eine Skulptur, die die Main Street hinunterblickt. Da Wyoming der erste Staat war, der Frauen das Wahlrecht gewährte, wundert es nicht, dass diese Skulptur eine weibliche Reisende darstellt.

State Capitol
State Capitol

 

 

 

 

Weithin sichtbare Sehenswürdigkeit der Stadt ist die 45m hohe Goldkuppel des State Capitol, das 1888 aus Sandstein erbaut wurde. Vor dem Capitol beeindrucken die fantastisch gestalteten Skulpturen von Chief Washakie und Esther Hobart Morris. Überdies findet sich auf dem Gelände des Capitols die Statue des Wahrzeichens Wyomings: Der Reiter auf dem buckelnden Pferd.

 

Direkt gegenüber befindet sich noch das Wyoming Arts Council mit der Skulptur eines malenden Cowboys.

Oregon Trail Ruts Historic Site

Nach unserem Besuch der Hauptstadt Wyomings fuhren wir 157km weiter nach Guernsey, wo wir die Oregon Trail Ruts Historic Site begutachteten. Hier bekommt man einen wahrhaftigen Eindruck von den Spuren, die die Trecks der Siedler auf ihrem beschwerlichen Weg hinterlassen haben. Auf diesem anstrengendsten Teilstück des Oregon Trails haben sich die Räder der vollbeladenen Ochsenkarren und Kutschen bis zu 1,80m tief in den weichen Sandsteinboden gefräst. Hier bei Guernsey sind sie am besten zu sehen. Von einem über eine staubige Schotterpiste zu erreichenden eher schlecht ausgeschilderten Parkplatz sind sie nach wenigen Schritten bergauf zu betrachten. Dass der Trail mehr als beschwerlich war, lässt die trockene Gegend und die hier im Gegensatz zu der dagegen erfrischenden Rocky Mountain Area herrschende Hitze, auch für uns motorisiert Reisende durchaus noch ahnen.

Register Cliff State Historic Site

Nur 3 km weiter befindet sich die Register Cliff State Historic Site, wo sich die vorbeiziehenden Siedler mit spitzen Gegenständen in den unteren Bereichen eines 45 m hohen Sandsteinfelsens verewigten. Der Sandstein ist so weich, dass man sogar mit dem Fingernagel etwas hereinritzen kann. Leider schätzen die Menschen diese historischen Einträge nicht wirklich wert, weshalb sich mehr neue als alte Ritzereien im Felsen finden. Schade drum! Hier hätte man rechtzeitig besser aufpassen müssen, liebe Denkmalschützer!

Im Anschluss hatten wir noch einige andere wichtige Stationen und Wegmarker der alten Siedlertrecks auf dem Plan, die wir durchaus laut vorab Recherche hätten erreichen können. Aber "Hätte hätte liegt im Bette!", denn unser GPS wollte dort augenscheinlich nicht hin... Da wir aber noch bis Hot Springs, South Dakota fahren mussten, wollten wir letztlich kein Risiko eingehen und fuhren nach langem Kreisen (das muss man sich mal vorstellen!) direkt zu unserem heutigen Etappenziel. Eigentlich wollten wir noch zum laut Google Earth nur 30km entfernten  Fort Laramie National Historic Site, dem bedeutendsten Zwischenstopp der Siedler auf dem Oregon Trail. Laut unserem tollen GPS stieg die anvisierte Fahrtzeit jedoch ins Unendliche! Vom Fort Laramie wollten wir dann noch zum Scotts Bluff National Monument in Nebraska fahren. Hierbei handelt es sich um einen 250m hohen Sandsteinfelsen, der den Siedlern in der Prärie als Wegweiser diente und der gemäß Vorabrecherche 94 km von Fort Laramie entfernt war. Laut GPS natürlich ganz woanders und viel weiter...! Von dort aus hätten ( ich betone das Wort "hätten" ) wir noch nach 25 km den Chimney Rock, das markanteste Wahrzeichen des Oregon Trail, erreicht. Von hier aus wären es dann noch 240 km nach Hot Springs gewesen. Eine lange Fahrt, doch hätten wir alle wichtigen Sehenswürdigkeiten des Oregon Trails mit abgegriffen. Wenn die Siedler unser GPS gehabt hätten, wären sie bestimmt in Alaska gelandet... Toll, so fuhren wir durch öde Prärie, können jetzt nicht mal sagen, auch mal in Nebraska gewesen zu sein und gerieten auch noch in einen Gewissenskonflikt bezüglich zweier Pferde die in einem kleinen Nest einfach so an einer doch recht gut von LKW frequentierten Straße standen. Sollten wir das nächstgelegene ungepflegte Anwesen betreten und Bescheid sagen, oder würde man uns noch vor Verlassen des Fahrzeugs mit einer Flinte vom Hof jagen. In der Einöde weiß man ja nie... Als uns ein Schulbus entgegen kam, beruhigten wir unser Gewissen damit, dass ein Schulbusfahrer hinsichtlich der Macken der Bewohner bestimmt im Bilde sei und gegebenenfalls, sollte dies nicht die übliche Tierhaltung sein, Bescheid geben würde. So fuhren wir wieder auf den Highway und schließlich nach Hot Springs.

Hot Springs, South Dakota

Mammoth Site
Mammoth Site

Das GPS war bestimmt ein Mädchen, so zickig wie es heute war! Nachdem wir in Hot Springs ankamen, fand es trotz genauer Adresse nicht mal das Hotel, so dass wir uns doch tatsächlich selber bemühen mussten... Unverschämtheit! Das "Stay USA" war zwar nur eine der üblichen Ketten, aber neu und gut. Nachdem wir eingecheckt und wie immer zwanghaft die Basiselemente des Zimmers keimfrei gemacht hatten, meldeten sich unsere Mägen. Hierfür hatten wir bereits vorab "Wooly's Westerngrille" ausgekundschaftet, der auch im Hotel beworben wurde. Muss ich erwähnen, dass "die" GPS ihn nicht fand? Dem Himmel sei Dank, war das Lokal in Sichtweite auf der anderen Straßenseite. Dennoch konnten wir es nicht zufuß erreichen, da wir sonst den Highway queren und direkt neben ihm entlanggehen gemusst hätten, was uns ob des Verkehrs zu gefährlich schien. Nun galt es noch den richtigen Eingang zu finden und wir kamen doch noch zu Sirloin-Steak und Büffelburger, die gut und günstig waren. Da wir das Auto nun schon dabei hatten, fuhren wir noch an der Mammoth Site, einer der weltgrößten Mammutfundstätten und die einzige in Nordamerika, wo man Mammutknochen direkt an der Fundstelle sehen kann, vorbei. Leider war es schon zu spät, um einen Blick hineinzuwerfen. So fuhren wir noch vorbei an der Evans Plunge, dem weltgrößten von heißen Quellen gespeistem Hallenbad. Eben diese heißen Quellen nutzten schon die Indianer als Heilbad und gaben dem Ort seinen Namen. Recht enttäuscht von der Optik des Ortes entdeckten wir eher zufällig die North River Street im Historic District, die mit ihren Sandsteinbauten wenigstens etwas das Auge erfreute. 

Wind Cave National Park

Am 12.August verließen wir nach einem guten Frühstück die Stadt in den südlichen Black Hills und fuhren auf dem Hyw.385 knapp 20 km in den Wind Cave National Park, der 1903 als siebter Nationalpark eingerichtet wurde und seinen Namen einem den Indianern schon lange heiligem jedoch erst 1881 von den Brüdern Jesse und Tom Bingham entdecktem Höhlensystem verdankt. An seinem Eingang herrscht stets eine kräftige Brise, da Winde von bis zu 80 kmh die schwankenden Luftdruckverhältnisse zwischen dem konstant zwölf Grad kalten Inneren und der Außenluft ausgleichen, was häufig von einem pfeifenden Geräusch begleitet wird, durch welches die Binghams überhaupt auf die Höhle aufmerksam wurden. So, genug geschlaumeiert, zumal wir die Höhle gar nicht gesehen haben. Bei dem schönen Wetter wollten wir uns nicht freiwillig in feuchtkalte Gefilde begeben, sondern hofften auf erste Tiersichtungen. Und wir sollten Glück haben: Schon kurz nach dem Parkeingang entdeckten wir vereinzelte Bisons im Gras und wo die sind, sind auch Präriehunde nicht weit:

Zum Glück waren kaum Leute im Nationalpark unterwegs, denn nicht nur dieser kleine Kerl stand plötzlich mitten auf der Straße. Nein, ein stattlicher Büffel trottete gemütlich die Straße entlang, kratzte sich direkt vor unserem Auto und tappste irgendwann gemütlich an den Rand. So viel Zeit muss sein, wir sind ja im Urlaub...

Custer State Park

Wildlife
Wildlife

Der Wind Cave National Park geht nahtlos in den Custer State Park über, fast wären wir sogar am Park-Schild vorbeigefahren, hätten wir nicht wieder wegen eines Präriehunds an der Straße angehalten. Über kurz oder lang kam dann aber die obligatorische Zahlstation. Da wir einen State Park befuhren, galt der Annual Pass nicht und wir mussten extra zahlen. dann befanden wir uns auch schon auf der 29 km langen Wildlife Loop Road, die das Parkzentrum umrundet und ihrem Namen alle Ehre machte. Hier lebt auch die 1200 bis 1500 Tiere umfassende und damit größte wild lebende Bisonherde, die wir später auch tatsächlich noch sehen sollten. Doch zunächst erspähten wir ein Reh am Fahrbahnrand. Dann entdeckten wir im offenen Prärieland, das den State Park prägt, die bekannten Burros der Black Hills. Diese wild lebenden Esel sind die Nachkommen der im späten 19.Jahrhundert freigelassenen Arbeitstiere der Prospektoren. Sie sind die einzigen Tiere im Park, die gefüttert werden dürfen und halten deshalb gerne den Verkehr auf, um etwas Leckeres abzustauben. Da sie entsprechend wohl aussahen, hatten wir kein allzu schlechtes Gewissen, ihnen nichts darreichen zu können.

Nur wenig weiter entdeckten wir sogar Gabelböcke, mit denen wir hier ja nun so gar nicht gerechnet haben. Lange beobachteten wir die majestätischen Tiere und kamen dabei mit einer Gruppe Harley-Fahrer ins Gespräch, die staunten, was wir bereits gesehen hatten und noch sehen würden. So viel sind sie noch nicht rumgekommen... Naja, uns geht es in Deutschland nicht anders!

Und dann sahen wir sie endlich: Die große Büffelherde! Direkt an der Straße grasten die imposanten Tiere unbeeindruckt von den vielen Beobachtern, die entgegen aller Vernunft ihre Wagen verließen um möglichst nah für ein Foto heranzukommen. Ich natürlich auch, wenn ich das erwähnen darf! Irgendwann war den Bisons das Essen unter Beobachtung aber wohl zu doof und sie zogen sich zurück. Wer weiß, wie lange wir hier sonst noch gestanden hätten, denn sich von diesem Anblick zu lösen, fällt wahrlich schwer.

Needles Highway
Needles Highway

Nach dieser besonderen Begegnung steuerten wir das Peter Norbeck Visitor Center an, da unsere Bläschen drückten und sich im freien Grasland wenig Möglichkeiten boten...Auf Initiative eben dieses Lokalpolitikers Peter Norbeck wurde der Naturpark 1919 gegründet. Er war es auch, der die gewitzte Idee hatte, die sehr kurvenreichen Straßen bauen zu lassen, damit die Besucher zum langsamen Fahren gezwungen werden und so Landschaft und Tiere genießen können. Dieser Gedanke dürfte auch durchaus im Sinne der Tiere sein! Vom Visitor Center ging es schließlich auf den Needles Highway, der den Park in Nord-Süd-Richtung durchquert. Wegen seiner Haarnadelkurven und engen Tunnel, durch die immer nur ein Auto fahren kann, weshalb man hier auf eine funktionierende Hupe angewiesen ist, ist er die wohl spektakulärste Panoramastrecke der gesamten Black Hills. So fuhren auch wir durch die Kiefernwälder und vorbei an den namensgebenden Granitzacken ( Needles ), die schon einen einzigartigen Anblick bieten.

Tunnel am Needles Hwy
Tunnel am Needles Hwy

Schon bald bot sich im eindrucksvollen Panorama ein erster Blick auf einen der engen Tunnel. Als uns ein Bus entgegenkam, drängte sich die Frage auf, wie der hier wohl passieren konnte (eine Wendemöglichkeit gab es schließlich auch nicht). Was war das schön hier! Wenn man nichts Besseres zu tun hätte, könnte man sich auch einfach an einem Tunnel positionieren und die Autos bei der Durchfahrt beobachten, wobei es besonders bei Wohnmobilen spannend wird, was einige Videos auf YouTube dokumentieren...

Needles Eye
Needles Eye

 

 

Nach eben diesem auf den Fotos zu sehenden Tunnel befanden wir uns direkt am Needles Eye, einem Wahrzeichen des Custer State Parks. Hier gab es eine Parkmöglichkeit, die mehr als genutzt wurde, dazu noch der Rückstau wegen des einspurigen engen Tunnels... Kurzum: Ich sah das Needles Eye vor lauter Leuten nicht! Erst als ich direkt vor dem Schild stand und endlich mal nach oben guckte, entdeckte ich den schmalen Felsspalt in der 15m langen aber nur knapp über einen Meter breiten Granitnadel. Die Weiterfahrt gestaltete sich auch etwas schwierig, da wir Mühe hatten, aus der mit Glück ergatterten Parklücke wieder herauszukommen, zudem musste man höllisch aufpassen, keinen der herumlaufenden Touris umzufahren. Aber irgendwann gelang es uns, das ( auch auf den Verkehr zutreffende ) Nadelöhr wieder zu verlassen und setzten unsere Fahrt durch die wunderschöne Landschaft fort.

Sylvan Lake
Sylvan Lake

Dann erreichten wir den traumhaft schönen Sylvan Lake an der Einmündung des Hwy 89 in den Hwy 87 im äußersten Westen des Custer State Parks. Wir umrundeten den See auf dem einen Kilometer langen Sylvan Lake Shore Trail, der einer der schönsten Spazierwege im gesamten Park sein soll. Hier kann man auch baden und Boote mieten. Besondere Berühmtheit erlangte dieser von hohen Granitfelsen umgebene See durch den Film "National Treasures: The secret book" mit Nicolas Cage, wo sich in einer Höhle eine riesige Schatzkammer befindet, deren Zugang durch das Berühren eines bestimmten Steins sichtbar wird. Natürlich unkten viele Spaziergänger, wo denn wohl dieser Stein sei... Wir haben ihn gar nicht erst gesucht, denn im Film war es in dieser Höhle nicht gerade einladend.

Mount Rushmore
Mount Rushmore

Nach diesem schönen Spaziergang ging es auf der Iron Mountain Road in Richtung Mount Rushmore weiter durch die Black Hills. Durch die schmalen Tunnel konnten wir schon einen ersten Blick auf die Präsidentenköpfe erhaschen. Wir legten noch einen kurzen Stopp am Norbeck Memorial Lookout ein, von wo man jedoch auch keine bessere Sicht hatte und fuhren dann an den Pigtail Bridges, den wie Schweineschwänzchen geringelten Brückenkonstruktionen vorbei. Hier und da stand noch ein wenig Wild am Straßenrand, doch waren wir jetzt schon völlig auf Mount Rushmore erpicht. Dieses patriotische Monument par excellence, fehlte uns doch noch auf unserer Liste der wichtigsten Sehenswürdigkeiten in unserem Lieblingsland. Dennoch darf man nicht vergessen, dass die Amerikaner bei der Platzwahl nicht sonderlich taktvoll vorgegangen sind, da dieses Gebiet bereits im Friedensvertrag von Fort Laramie 1851 den Sioux und anderen Stämmen als Siedlungsgebiet garantiert worden war. Das Gebiet war (wie alles andere ja auch) Indianerland. Ursprünglich hieß das höchste Gebirge zwischen Atlantik und Rocky Mountains "paha sapa" ( "Schwarze Hügel") wegen der dichten, dunklen Ponderosakieferwälder. Obwohl ein erneuter Friedensvertrag  von Laramie 1868 die Besitzrechte der Indianer nochmals ausdrücklich bestätigte, führten Goldvorkommen wieder zu Kämpfen zwischen den Ureinwohnern und den Weißen, die die Besitzrechte der Indianer ignorierten. Zwar wurden General Custers Truppen zunächst am Little Bighorn erfolgreich geschlagen, doch mussten die Indianer nach einem folgenden harten Winter doch den Gang in die Reservationen antreten. Tja, und ausgerechnet hier, zelebrieren die Amerikaner nun bei allabendlicher Illumination ihre Präsidenten. Dennoch wollten wir so nah wie möglich an die in Granit gemeißelten Köpfe herankommen. So parkten wir in einem der großen Parkhäuser auf dem weitläufigen Gelände und flanierten über die Avenue of Flags, wo die Flaggen aller US-Bundesstaaten den Weg zur Grand View Terrace säumen. Der knapp einen Kilometer lange Presidential Trail führte uns dann direkt an den Fuß des Berges heran, wo Infotafeln über die dargestellten Präsidenten und ihr Wirken informierten. Von links nach rechts sind dies George Washington, Thomas Jefferson, Theodore Roosevelt und Abraham Lincoln. Vom ursprünglichen Plan, sie vom Kopf bis zur Taille in Stein zu meißeln, wurde aus Kostengründen Abstand genommen, weshalb heute "nur" ihre dennoch imposanten über 18 m hohen Gesichter über die Black Hills blicken. Der Trail führt direkt zum Sculptur's Studio, dem Arbeitsraum Gutzon Borglums, der für das überdimensionale Kunstwerk verantwortlich war. 

Crazy Horse Memorial
Crazy Horse Memorial

Als im Jahr 1939 die Arbeiten am "Shrine of Democracy" im vollen Gang waren, entschloss sich Henry Standing Bear, der Häuptling der Lakota, ebenfalls ein Monument in Auftrag zu geben. Zu Ehren der Indianer sollte ein Reiterdenkmal von Crazy Horse, der maßgeblich am Sieg der Indianer über General Custer beteiligt war, in den Thunderhead Mountain 27 km südwestlich Mount Rushmores, errichtet werden. Hierfür erwählte er den Bildhauer Korczak Ziolkowski, der den Plan 1948 umzusetzen begann. Nach seinem Tod 1982 übernahm seine Frau Ruth die Leitung des Projekts, das sich bis heute einzig aus Eintrittsgeldern und Spenden finanziert, da die Indianer öffentliche Gelder ablehnen.Nicht zuletzt aus diesem stolzen Grund ist das Projekt bis heute unvollendet. Einmal fertiggestellt, soll das Crazy Horse Memorial das größte in Stein gehauene Monument der Welt sein. Wir müssen zu unserer Schande gestehen, das Projekt nicht mit unseren Eintrittsgeldern unterstützt zu haben, sondern nur einen kurzen Blick von der Straße auf Crazy Horse geworfen zu haben. Sorry for that!

Rapid City, South Dakota

"AmericInn" in Rapid City
"AmericInn" in Rapid City

Dann verließen wir die schönen Black Hills, um unser Hotel in Rapid City zu beziehen und endlich mal wieder Nahrung aufzunehmen... Kurz vor Rapid City passierten wir Fort Hays, wo es rappeldicke voll war. Allabendlich finden hier Chuckwagon Dinner Shows statt, weshalb nun gerade unzählige Touribusse die Massen entluden. Da wir nicht reserviert hatten, sollte so eine Show heute leider nicht infrage kommen und wir fuhren weiter. Unser Hotel war ganz nett, wenn auch etwas außerhalb gelegen. Ein schönes altes Diner weckte unsere Aufmerksamkeit, doch auch hier wollten wir nicht einkehren, stattdessen, sollte es heute zu "Applebee's" gehen. Oft hatten wir dieses Family Restaurant schon gesehen, waren aber noch nie dort. Es ist durchaus sehr empfehlenswert, sowohl hinsichtlich Ambiente als auch bezüglich Preis - Leistung. Besonders die Steaks sind gut! Wieder eine Option, wenn das Ränzlein knurrt...

Fort Hays
Fort Hays

Am 13.August hatten wir dann auch endlich mal wieder Handyempfang und konnten uns nach dem Wohlergehen unseres Katerchens erkundigen. Dann ging es nochmal zum Fort Hays, wo es dieses Mal trotz der 99ct - All you can eat - Frühstückspancakes  beinahe menschenleer war, nur im Frühstücksraum spielte ein Barmusiker in klassischer Montur am Klavier. Wir schauten den Handwerkern in den einzelnen Gebäuden beim Verrichten ihrer alten Handwerke zu und besuchten die "Fort Hays Headquarters". Das war nämlich der eigentliche Grund, warum ich partout nochmal her wollte: Hier befinden sich die Originalkulissen des Films "Der mit dem Wolf tanzt"! Viel war davon aber leider nicht mehr übrig...

Rapid City
Rapid City

Da sich der große Parkplatz allmählich wieder füllte und wir auch schon alles weggeguckt hatten, verließen wir Fort Hays wieder und fuhren noch einmal zurück nach Rapid City, wo ich noch schnell einige der 43 Bronzestatuen in der "City of Presidents" fotografieren wollte. "City of Presidents" meinte dabei aber nicht viel mehr als einen Straßenzug in Downtown, wo an jeder Ecke oftmals willkürlich platziert, eine Statue steht. Eine nette Idee, aber nichts, weshalb man zwingend nach Rapid City fahren müsste. Die Stadt ist eigentlich nur ein guter Ausgangspunkt für einen Besuch der Black Hills, oder wie ich eigentlich noch aberwitzig ins Auge gefasst hatte, für einen Besuch des Badlands NP in Nebraska. Von Rapid City wären dies nur 88 km bis zum historischen Wall - Drugstore, sowie von dort weitere 12 km zum Badlands NP, in dem ebenfalls große Teile des Kevin Costner - Films gedreht wurden. Mit Durchfahrt des Nationalparks, sowie Rückfahrt nach Rapid City, fehlte uns aber locker ein ganzer Tag, so dass wir auch heute wieder nicht nach Nebraska kommen sollten...

Sturgis, South Dakota

Sturgis
Sturgis

 

Doch auch so hatten wir für heute noch genug auf dem Programm. Zunächst führte uns der Weg nach Sturgis, wo alljährlich das weltgrößte Harley - Treffen stattfindet. Muss ich erwähnen, dass die Bike Week am Wochenende zuvor endete...? Banner und Zelte ließen aber noch erahnen, was hier nur drei Tage zuvor losgewesen sein musste. Jetzt mussten sich offensichtlich noch alle erholen, denn Menschen waren kaum zu sehen.

Deadwood, South Dakota

Deadwood
Deadwood

Da wie erwähnt in Sturgis augenscheinlich noch alle in sauer lagen, fuhren wir direkt weiter nach Deadwood, einem ausgesprochen schönen Westernort. Hier durfte man in Historic Downtown nicht vor den alten Häusern parken. Da sollten sich andere Orte mal ein Beispiel dran nehmen, denn so wirkte der Ort natürlich viel urtypischer und man konnte viel schönere Fotos machen. In Deadwood dreht sich alles um Wild Bill Hickok und Calamity Jane, die in der berüchtigten Minenstadt ihr Unwesen trieben. Bis heute blieb der Ruf einer berühmt-berüchtigten Spieler- und Saloonstadt an dem 1875 gegründeten Ort haften. Ein eindrucksvolles Beispiel ist der Old Style Saloon No.10 in der 657 Main Street, dessen Boden sogar noch mit Streu ausgelegt ist. Fast wäre Deadwood  wie viele andere ehemalige Minenorte zu einer Geisterstadt geworden, wäre nicht 1989 das Glücksspiel hier legalisiert worden. Zudem gehört die Altstadt zu den größten nationalen durch Kasinoeinnahmen mitfinanzierten Restaurierungsprojekten.

Der 1837 in Illinois geborene, dennoch bekannteste Sohn der Stadt liegt auf dem auf dem Boot Hill oberhalb der Stadt gelegenen Mount Moriah Cemetery begraben. Er wurde im Saloon No.10 beim Pokern von Jack McCall erschossen. Sein Blatt aus zwei Paaren schwarzer Asse und Achten, das er noch in der Hand hielt, wird seither "Deadman's Hand" genannt, was den Pokerspielern unter den Lesern natürlich bekannt sein wird... Tja, hätte er mal wie sonst auch, nicht mit dem Rücken zur Tür gesessen. Martha Jane Cannary, war ein wohl sehr burschikoses Weibsbild, das trank, pöbelte, mit den wilden Kerlen auf Goldsuche ging und sich nebenher als Prostituierte verdingte. Man munkelt, dass eben diese "Calamity Jane" eine Liaison mit Wild Bill Hickok hatte. Zumindest liegt sie neben ihm auf eben diesem Friedhof...

Devils Tower NM, Wyoming

Devils Tower NM
Devils Tower NM

Wir fuhren dann noch das unweit der Stadt gelegene "Tatanka- Story of the Bison" an. Hierbei handelt es sich um einen von Kevin Costner initiierten Informationskomplex, der über die von den Weißen ausgerotteten Büffel der Region informiert. Von einem Besuch sahen wir jedoch spontan ab, da uns die $7,50 pro Nase hinsichtlich des kleinen Gebäudes und leeren Parkplatzes irgendwie zu schade waren, obwohl es dort eine sehr schöne, lebensgroße Darstellung einer Büffeljagd gibt. Vielleicht haben wir durch unseren Geiz etwas Wunderbares verpasst, aber der nächste Programmpunkt hatte auch viel Schönes. Immer weiter fuhren wir westwärts durch die Prärie South Dakotas, bis schließlich bereits knapp hinter der Grenze Wyomings der über 300m hohe Devils Tower in der flachen Landschaft auftauchte. Vor 60Millionen Jahren soll er aus säulenförmig erkaltetem Magma, das nicht durch die Steinschichten nach außen dringen konnte, entstanden sein. Als das Land im Laufe der Zeit erodierte, kam dieser Volcanic Plug wieder zum Vorschein und wurde 1906 von Präsident Roosevelt zum ersten National Monument der USA ernannt. 1977 diente der Berg als Schauplatz im Kinofilm "Die unheimliche Begegnung der dritten Art". Auch heute noch ist der Devils Tower ein heiliger Platz der Indianer, die auch eine eigene Erklärung für seine Entstehung haben. In ihrer Mythologie entstand der "Mateo Tipi" (=Bau des Bären) als einmal sieben Indianermädchen vor einem Bären auf einen Baumstumpf flüchteten, der immer höher wuchs. Der Bär versuchte weiterhin, die Mädchen zu erreichen, wodurch die tiefen Furchen durch seine Klauen entstanden. Die sieben Mädchen stiegen als Sternbild des Großen Bären in den Himmel auf. Noch heute kommen die Indianer an diesen heiligen Ort und binden Tücher in die umstehenden Büsche und Bäume. Wir gingen ein wenig auf dem Tower Trail am Fuße des mächtigen Felsens entlang, umrundeten ihn aber nicht ganz. Stattdessen hielten wir uns noch lange an der Präriehundkolonie etwa einen Kilometer hinter dem Parkeingang auf. Von den kleinen Nagern konnten wir uns kaum trennen. Als es uns doch gelang, aßen wir noch einen kleinen Burger am Devils Tower Trading Post und setzten unsere Fahrt durch Wyoming fort.

270 Kilometer Fahrt lag nun noch vor uns, bis wir unser heutiges Etappenziel Sheridan erreichen sollten. Immer hügeliger wurde die Landschaft und wir entdeckten sogar einen echten Cowboy bei der Arbeit:

Buffalo, Wyoming

Bevor wir jedoch unser heimeliges Motel in Sheridan (zu dieser traurigen Angelegenheit später mehr...) bezogen, besuchten wir noch die Ranchgemeinde Buffalo im Johnson County, dessen Verwaltungssitz es auch ist. Der kleine Ort war 1884 als einer der ersten im Norden Wyomings gegründet worden und diente dem Militärposten Fort McKinney zur Zeit der Indianerkriege als Versorgungs- und Vergnügungsort.Die Main Street ist seitdem unverändert geblieben und zwang uns somit zu einem kleinen Spaziergang. Zudem war gerade Farmers Market (jeden Mittwoch von 5 - 7pm) mit Livemusik auf dem "Crazy Woman Square", wo wir natürlich auch einmal die feilgebotenen Waren in Augenschein nehmen mussten.

Sheridan, Wyoming

Sheridan, Wyoming
Sheridan, Wyoming

Dann setzten wir unsere Fahrt auf der dem Bozeman Trail folgenden I-90 Richtung Sheridan fort. Sheridan ist mit knapp 16000 Einwohnern die größte Stadt an der Grenze zu Montana im äußeren Norden Wyomings, enttäuschte uns aber bereits bei der Suche nach unserem Motel, das an einer langen, typischen Hauptstraße mit Fast Food- Restaurants und etwas heruntergekommenen Shops etc. lag. Diese Straße erinnerte uns sehr an die abgeschiedenen, verarmten Ortschaften an der Route 66. In dieses doch eher traurige Bild fügte sich das von mir bereits in Deutschland gebuchte "Trails End"-Motel hervorragend ein und ließ meinem Mann ein "Das ist jetzt nicht dein Ernst...?!" entfahren. Wir fuhren also erstmal weiter, um unser Glück bei den üblichen renommierten Hotelketten zu versuchen. Das "Best Western" war wie alle anderen Hotels dieser Kategorie  ausgebucht und sah irgendwie auch nicht viel besser aus als die von uns spontan verschmähte Unterkunft. So gab es nur noch zwei Alternativen: Im Auto schlafen oder doch noch im "Trails End" einchecken. Von unserer Route 66 - Reise im letzten Jahr noch einigen Kummer gewohnt, erwarteten wir Fürchterliches, doch war das Zimmer letztlich weniger schlimm als die Anlage zuvor befürchten ließ. Besonders die Aussicht war einzigartig: Wir guckten direkt auf die Gleise, auf denen sich zu allem Überfluss in nur ca. 20m Entfernung Züge mit Gefahrgut befanden. Also bloß nicht auf dem alten Plastikstuhl vor dem Zimmer rauchen...! Und wie es ja nunmal in Amerika so ist, tuten die Züge ja bei Ein-, Ab- und Durchfahrt von Ortschaften ganz fürchterlich laut und permanent. Wir haben hier gelernt, dass sie diese Vorschrift auch nachts einhalten...

Nach einer entsprechend nicht ganz so erholsamen Nacht, verweilten wir am nächsten Morgen auch nicht länger als nötig in diesem Etablissement. Zunächst bummelten wir noch über die Main Street, die zu dieser frühen Stunde noch sehr leer war. (Um genau zu sein, hatten die Geschäfte noch nichtmal geöffnet!) Sheridan wurde 1884 gegründet und weist eine echte Wildwest-Vergangenheit auf. Die hier veranstalteten Buffalo Bill Days zählen zu den Top-100-Events der USA und auf dem Register historischer Stätten findet sich mit der Main Street gleich ein ganzer Straßenzug mit 32 einzelnen Gebäuden, weshalb die Stadt als "Top Western Town" ausgezeichnet wurde. Aber was soll ich sagen: Irgendwie sprach uns der Ort nicht so sehr an, wie zum Beispiel tags zuvor das nette Örtchen Buffalo.

Natürlich entdeckte mein Mann in einer Nebenstraße ein schönes großes Autohaus, das sich auf Pickups spezialisiert hatte. Nicht, dass wir an einem interessiert wären, aber er musste natürlich gucken. Prompt hatte er einen Verkäufer an den Hacken, der ihn putzigerweise mit den Worten "Ich kenne Sie doch...?" begrüßte. Wahrscheinlich steht mein Mann schon auf der roten Liste der Autohäuser, da er überall nur guckt und nie was kauft und kam ihm deshalb so bekannt vor... Naja, so wurde palavert und gefachsimpelt und Madame stand gelangweilt daneben. Nach der von mir gebuchten Unterkunft, traute ich mich aber auch nicht zu quengeln...

Nachdem wir uns bei "Walmart" noch mit Getränken für den Yellowstone Park eingedeckt hatten, verließen wir Sheridan und fuhren im strömenden Regen durch die sonst wohl sehr schönen Bighorn Mountains. Die Gegend war eher dünn besiedelt, weshalb die Gaststätte mit dem vielversprechenden Namen "Dirty Annie's" doch wie eine Oase in der grauen Wolkensuppe wirkte. Wir wollten hier weder essen noch trinken, doch plagte mich ein anderes Bedürfnis... Vor der Tür hörte man Besteck klappern und Stimmen, beim Betreten des Gebäudes verstummten diese jedoch abrupt und mehrere Augenpaare richteten sich auf uns. Fast erwartete ich, das Entsicherungsgeräusch eines Colts unter dem Tisch zu hören...Dem war dann aber doch nicht so, und nach Aufsuchen des Restrooms setzten wir unsere Fahrt in mehrfacher Hinsicht erleichtert fort.

Cody, Wyoming

Cody, Wyoming
Cody, Wyoming

Nach insgesamt knapp 240km erreichten wir bei sich zum Glück stetig aufklarendem Himmel Cody, das "östliche Tor zum Yellowstone". Der 1896 entstandene Ort wurde nach seinem Mitbegründer Colonel William "Buffalo Bill" F. Cody benannt (dessen Grab wir ja bereits auf dem Mount Evans besucht hatten). Eben diesem Westernhelden ist auch das hochgelobte Buffalo Bill Historical Center gewidmet, das zu den besten Museen der Rocky Mountains zählt und insgesamt fünf Westernmuseen beherbergt. Die $18 pro Nase sparten wir uns jedoch, da wir die Zeit auch lieber in der Sonne verbringen wollten und noch im Hellen den Yellowstone NP erreichen wollten. So bummelten wir lieber die Sheridan Ave. entlang und warfen einen Blick ins "Irma"-Hotel, das Buffalo Bill 1902 nach seiner Tochter benannt hatte und das seitdem Yellowstone-Touristen beherbergt. Cody gefiel uns gut, wobei ja auch immer der strahlende Himmel eine nicht unerhebliche Rolle spielt.

Im Sommer findet seit über 75 Jahren jeden Abend das "Cody Night Rodeo" statt. In der großen Arena am westlichen Stadtrand finden 5500 Besucher Platz. In unmittelbarer Nähe befindet sich ebenfalls "Old Trail Town", ein kleines rekonstruiertes Pionierörtchen, das man jedoch vom Parkplatz aus bereits vollständig überblicken konnte, weshalb wir uns auch hier die $8 p.P. sparten.

Von hier aus bot sich auch ein schöner Blick auf den Shoshone River, der spektakulär durch einen zerklüfteten Canyon fließt. Leider konnten wir den schönen Anblick nur von einer Haltebucht am Highway aus genießen, wo der Verkehrslärm das Naturerlebnis entsprechend schmälerte...

Buffalo Bill Dam
Buffalo Bill Dam

 

Auf dem Buffalo Bill Cody Scenic Byway fuhren wir durch den engen Shoshone Canyon am 108m hohen Buffalo Bill Dam vorbei (bzw. wendeten und stoppten dort auch noch). 1909 war dies der höchste Damm der Welt. Kaum ausgestiegen, kamen sogleich ein paar Rentner mit Golfwagen gefahren und boten an, uns zum Visitor Center zu bringen, was wir jedoch dankend ablehnten. Wir lasen uns kurz die Schautafeln durch und setzten unsere Reise fort.

Immer weiter ging es durch den Buffalo Bill State Park Richtung Yellowstone, den Shoshone River treu neben der Straße. Die Landschaft war so, wie man sich den klassischen Wilden Westen vorstellt: karg und doch wunderschön. Am Fluss verleiteten uns die bizarren und sogar irgendwie filigran anmutenden Felsformationen zu einem kurzen Stopp. Da hier nicht viel Verkehr war, konnten wir das Rauschen des wilden Flusses genießen und uns mal wieder etwas die Beine vertreten.

Yellowstone NP

Von Cody waren es 85km bis zum East Entrance des ältesten Nationalparks der Welt. Der Park nimmt ein Quadrat von jeweils knapp 100 Kilometern Seitenlänge im Nordwesten Wyomings mit schmalen Streifen von Montana und Idaho ein. Er ist eines der größten Wildnisgebiete der USA und bietet entsprechend vielen Tieren einen ungestörten Lebensraum, weshalb es hier auch die letzten wilden Grizzlybären gibt. Noch immer zeugen die toten Bäume im südöstlichen Bereich des Parks von den verheerenden Waldbränden von 1988. Dennoch war die Landschaft bereits hier im "Randgebiet" wunderschön, so plätscherte Wasser über das Schiefergestein entlang der Straße und auch erstes Wildlife zeigte sich: Ein Büffel schlenderte gemütlich die Fahrbahn entlang. Nur wenig später sahen wir sogar noch einen Kojoten. Hier war ja ganz schön was los... Über den Sylvan Pass erreichten wir zunächst den Yellowstone Lake, an dessen Ufer es bereits ordentlich dampfte. Wir befanden uns nun also auf vulkanischem Boden, eine irgendwie doch befremdliche Vorstellung. Unter der Erdkruste hat sich hier nämlich eine riesige Magmablase gebildet, die als Supervulkan bezeichnet wird. An einigen Stellen hat sich der Boden in den letzten Jahren mancherorts bis zu 10cm gehoben, an anderen Stellen gesenkt. Der Supervulkan ist also etwas aktiv, was auch die bis zu 100 kleinen zumeist unmerklichen Erdbeben pro Tag und die zuletzt etwa 14 neu entstandenen Geysire erklärt. Wollen wir mal (wie die Geologen) hoffen, dass der Druck nicht zu hoch wird...

Old Faithful Inn
Old Faithful Inn

Vom East Entrance waren es insgesamt noch 105km bis zu unserer grandiosen Unterkunft mitten im Upper Geyser Basin: dem "Old Faithful Inn". Das 1904 aus dicken Baumstämmen erbaute Hotel zählt zu den größten Blockhäusern der Welt. Die offene Lobby ist 23m hoch und nicht zuletzt wegen des imposanten aus Natursteinen gemauerten Kamins dennoch sehr gemütlich. Von allen Etagen kann man sie von bequemen rustikalen Sitzgruppen aus einsehen. Unser Zimmer befand sich im neueren Westwing des Hotels, der durch einen dunklen Holzgang mit dem alten Teil verbunden war. Hier war es zwar nicht so urig, dafür hatten wir ein eigenes Badezimmer, wohingegen die raren Zimmer im alten Gebäude Gemeinschaftsbäder auf dem Flur haben.Trotzdem sind auch sie sündhaft teuer. Aufgrund der Größe des Parks rechtfertigt jedoch schon alleine die exponierte Lage den Preis. Zur Begrüßung saß ein Plüschbüffel auf dem Bett, den ich für ein Geschenk hielt und mich wie ein Schnitzel freute. Nach der ersten gemeinsamen Nacht, entdeckte ich jedoch das Preisschild. Egal, wir waren schon so dicke, dass es jetzt meiner war. Als es bereits dunkel war, setzten wir uns mit einem Drink auf die zum Old Faithful ausgerichtete Holzterrasse und beobachteten seine Eruption. Herrlich!!! Old Faithful ist das Wahrzeichen des Yellowstone NP. Zwar ist er nicht der größte, jedoch verlässlichste Geysir im Park, was Aufzeichnungen bereits seit 1870 belegen. So bricht er durchschnittlich alle 76 Minuten aus, was eine halbe Stunde vor der vorhergesagten Eruption auch in der Lobby des "Old Faithful Inn" bekannt gegeben wird, so dass sich die eigens vor dem Geysir errichteten Bänke und eben auch die Balkonterrasse stets pünktlich füllen. Neben dem Old Faithful machte ich noch eine weitere Entdeckung: Wie viele Sterne doch zu sehen sind, wenn kein Licht von der Erde kommt... Wahnsinn!

Old Faithful
Old Faithful

Am 15.08. standen wir schon sehr früh auf, da wir so viel wie möglich von diesem wunderschönen Nationalpark sehen wollten. Ein erster Blick aus dem Fenster, ließ das Herzchen hüpfen: Strahlendblauer Himmel! Nun aber nichts wie rein in die Wanderschuhe, schnell an der Snackbar eine Kleinigkeit gefrühstückt und dann nichts wie raus in diese herrliche Natur. Als erstes stand das Upper Geyser Basin mit der weltgrößten Konzentration an Geysiren auf dem Programm, wofür wir nur das Hotel verlassen mussten und praktischerweise schon mittendrin waren. Old Faithful dampfte in der frühen Morgensonne und mit jedem Schritt wurde unsere Begeisterung größer. Erst jetzt wurde die fantastische Lage unseres Hotels so richtig deutlich. Das "Trails End"- Motel Desaster von Sheridan war mehr als ausgeglichen...! Wir passierten einen Geysir nach dem nächsten und kamen entsprechend langsam voran, da sich ein wunderbares Motiv ans andere reihte. Neben den zahllosen Geysiren gibt es hier auch viele heiße Quellen (Pools), die durch ihre intensiven Farben ins Auge stechen. Der Firehole River leuchtete im schönsten Blau und komplettierte das malerische Bild dieser einzigartigen Landschaft. Wir liefen alle Holzplankenwege entlang und erreichten schließlich den farbenfrohen Morning Glory Pool. Hier ein paar Impressionen unseres 6km langen Rundgangs durch das Upper Geyser Basin: 

Als wir den Morning Glory Pool erreichten hatte es sich schon ganz zugezogen, so dass dieser besonders prächtige Pool leider nicht so strahlte. Jetzt wurde offensichtlich, dass wir uns im Yellowstone NP auf einem Hochplateau in über 2000m Höhe befanden. Und wie in Höhenlagen üblich ist auf das Wetter nicht wirklich Verlass... War uns beim Start unserer Wanderung noch mollig warm, schlotterten uns jetzt die kurzbehosten Beine. Plötzlich setzte sogar Eisregen ein. Unfassbar! Notdürftig mit einem Strickjäckchen bedeckt (unter dem ich auch noch irgendwie meine Kamera schützen musste), liefen wir so schnell wir konnten zu unserem Hotel zurück, wo mein Mein erstmal eine heiße Dusche nahm. Brrr! So schnell wie das schlechte Wetter kam, so schnell verzog es sich zum Glück auch wieder; und so konnten wir unser für diesen Tag geplantes Programm doch noch durchziehen. Am Parkplatz trafen wir einen ganz dicken Chipmunk, der sich cleverer Weise direkt am bärensicheren Müllcontainer positioniert hatte. Hier schien ja doch so einiges daneben zu fallen...

Excelsior Geyser Crater
Excelsior Geyser Crater

Mit dem Auto setzten wir unsere Erkundung des Parks fort. Unser nächstes Ziel war das Midway Geyser Basin, wo wir unbedingt die fantastische Grand Prismatic Spring sehen wollten. Alleine die Fahrt dorthin war traumhaft schön und führte zu einem Großteil entlang des azurblauen Firehole Rivers. Der Parkplatz am Midway Geyser Basin war sehr gut gefüllt, so dass wir uns ziemlich rumpelig über einen hohen Bordstein halb auf den Grünstreifen quetschen mussten. Mit einem Mietwagen macht man so etwas ja durchaus schon mal... Zunächst führte der Holzsteg über mehrere Stufen über den Fluss, dann passierten wir den riesigen Excelsior Geyser Crater, dessen heißer Dampf einem fast den Atem raubte und Kamera und Brille beschlagen ließ. Aber da mussten wir im wahrsten Sinne des Wortes durch, um zur Grand Prismatic Spring zu gelangen.

Grand Prismatic Spring
Grand Prismatic Spring

Und dann standen wir endlich vor der in allen Regenbogenfarben dampfenden Spring, die schon in Deutschland unser absolutes "Must see" war. Ihre absolut surreale Färbung ist auf bestimmte Minerialien und Bakterien zurückzuführen. Die uns hier gebotene Seitenansicht hatten wir jedoch eigentlich nicht im Sinn, wir wollten sie in der auf Postkarten präsentierten ganzen Pracht erleben. So visierten wir einen hinter der Grand Prismatic Spring gelegenen Hügel an, den man augenscheinlich erklimmen musste, um von oben auf die heiße Quelle blicken zu können!

Opal Pool
Opal Pool

Kaum war die Möglichkeit erkannt, musste sie natürlich in die Tat umgesetzt werden, weshalb wir zügig den Rückweg zum Auto antraten. Hierbei boten sich trotz allen Tatendrangs nicht außer Acht zu lassende fantastische Ausblicke über das Basin und das sich anschließende Tal. Vorbei an den hellblauen Turquoise und Opal Pools ging es zum gekonnt geparkten Mietwagen und zurück Richtung anvisiertem Hügel.

Grand Prismatic Spring
Grand Prismatic Spring

Eine super 1a individuelle Eingebung schien die Sache mit dem Hügel auch nicht gewesen zu sein, denn an der nächsten Möglichkeit den Fluss zu überqueren, um ihn zu erreichen, gab es ebenfalls einen Parkplatz, der auch nicht gerade leer war. Dennoch wies kein Schild auf einen Aussichtspunkt auf die bunte Quelle hin, stattdessen war ein Trail zu einem Wasserfall ausgewiesen. Vielleicht waren wir ja doch schlauer als die anderen? Da trotz des vollen Parkplatzes auf dem Weg nicht viele Menschen waren, stimmte ich ein Liedchen an, um die Bären fernzuhalten (wenn ich singe, klappt das auf jeden Fall und das nicht nur bei Bären...). Dann standen wir am Fuße des Hügels, der sich doch eher als Berg entpuppte. Sei es drum, wir mussten da rauf. Obwohl hier seitens der Parkverwaltung keinerlei Vorkehrungen getroffen worden waren, den Touristen den Aufstieg zu ermöglichen, befanden sich doch schon einige Leute zwischen den Bäumen. Wir hangelten uns von Baumwurzel zu nächster Trittmöglichkeit, bis wir sie schließlich in voller Pracht sehen konnten: Die unfassbar schöne Grand Prismatic Spring mit ihren grell orangefarbenen Ausläufern!!! Was für ein Gefühl!!! Zum Glück hatte es hier nicht geregnet, da ein Aufstieg auf rutschigem Untergrund nicht möglich gewesen wäre und uns so einer der spektakulärsten Anblicke unseres Lebens verwehrt worden wäre. Man konnte den Blick kaum lösen, doch irgendwann mussten wir uns wieder an den Abstieg machen.

Beim Abstieg mussten wir auch keine Angst vor Bären haben, da es hier ständig knackte, kreischte und krachte, wenn wieder jemand den Halt verloren hatte und den Berg mit mehr Schwung als gewünscht hinunterrutschte. Wir schafften es zum Glück ohne Blessuren und kehrten immer noch schwer beeindruckt zum Parkplatz zurück. Dabei kamen wir noch an einigen kleinen Pools vorbei, an die man direkt herantreten konnte, was mein Mann dafür nutzte, die Wassertemperatur mit dem Finger zu testen. Dem lauten "Au" nach, stimmten die Angaben auf den Warnschildern wohl... Wir verweilten nach der doch nicht unbeträchtlichen Anstrengung noch ein wenig am Fluss. Zum Glück hielt das Wetter, so dass es schließlich noch weiter gehen konnte.

Firehole Canyon Drive
Firehole Canyon Drive

Nach kurzer Fahrt wies ein Schild auf den Firehole Canyon Drive hin, der parallel zur Straße einspurig durch einen schmalen Canyon verlief. Hier gab es richtiges Wildwasser, das schließlich die Firehole Falls herunterfloss. Gut, dass wir die Abfahrt gesehen und genommen hatten! Da der Firehole River hier durch das Zulaufen einiger Geysire etwas angewärmt wird, gibt es ein Stück hinter den Wasserfällen sogar Badepools, die zwar verlockend wirkten und auch gut besucht waren, für die wir jedoch keine Zeit hatten.

Direkt an der Einfahrt zum Firehole Canyon Drive gab es übrigens einen kleinen Stau, da diese beiden Herrschaften direkt neben der Straße standen...

Weiter ging die Fahrt in den Norden des Parks, wo unser heutiges Endziel Mammoth Hot Springs sein sollte. Auf einem Felsen an der Straße entdeckte ich auf einmal etwas Pelziges, war mir aber nicht ganz sicher, was es war. So musste also gewendet werden, um der Sache auf den Grund zu gehen. Und was war es? Ein dickes Murmeltier lag entspannt auf einem Felsvorsprung und ließ seinen Pelz von der Sonne wärmen. Leider verschwand es als es mich bemerkte, doch nach kurzer Zeit guckten mehrere Pelzträger aus den Felsspalten hervor. Wie süüüß!

Wenig später erreichten wir die Gibbonfalls, deren Wassermassen sich tatsächlich optisch wie die langen Arme eines Gibbonaffens hinabstürzen. Oder rührt der Name doch woanders her...?

Dann ging es immer weiter hinauf durch schöne Felslandschaft. Zwar sichteten wir hier keine Tiere, doch stoppten wir einzig wegen der hellen Felsen, durch die die Straße hindurchgesprengt worden sein musste. Auch hier gab es eine kurze Einbahnstraße neben der Grand Loop Road, die wir natürlich fuhren, zumal sie keinen nennenswerten Zeitverlust darstellte.

Ein nächster Abstecher galt dem Upper Terrace Drive in der Nähe von Mammoth Hot Springs, dessen landschaftliche Besonderheiten uns jedoch weniger beeindruckten, weshalb wir hier nicht durch das Gelände wanderten. Eine Rehfamilie mit sage und schreibe drei Kitzen erweckte hingegen unsere Aufmerksamkeit, als sie gemütlich über das Areal spazierte und hier und da an den Büschen knabberte. Den Ausdruck "scheues Reh" schienen sie nicht zu kennen und beäugten neugierig die faszinierten Beobachter.

Mammoth Hot Springs
Mammoth Hot Springs

Schließlich erreichten wir Mammoth Hot Springs im äußersten Norden des Parks. Nur wenige Kilometer weiter und wir wären auch mal in Montana gewesen. Da wir jedoch den ganzen Weg wieder zurückfahren mussten, blieben wir in Wyoming und erklommen auf Holzstegen die weißen Kalksinterterrassen, die dadurch entstanden, dass hier das heiße Quellwasser auf dem Weg an die Oberfläche stark mit dem Kalziumkarbonat des Kalksandsteins angereichert wurde und sich terrassenstufig an der Oberfläche ablagerte. Vom Parkplatz aus kamen wir zunächst am Liberty Cap vorbei, einem elf Meter hohen freistehenden Sinterkegel. Direkt danach begann der Weg zur Minerva Terrace, wobei wir zunächst die wunderschöne Palette Spring bestaunten, über die ein konstanter Wasserstrom rinnt, der sich ständig neue Wege sucht. Für die besondere Farbgebung sind winzige Algen und Bakterien verantwortlich: Mitten im Heißwasser ist das Gestein weiß und gelb, weiter von der heißen Quelle entfernt ist es orange, braun und grün. Ein faszinierendes Farbenspiel! Da sich der Wasserzustrom im Laufe der Zeit verringert hat, sind Teile der Terrassen ausgetrocknet und haben entsprechend von ihrer Faszination verloren, da sie nun nur noch grau sind, so zum Beispiel die große Minerva Terrace, die zwar ebenfalls imposant und formschön, jedoch nicht mehr farbig ist. Dennoch ist dies ein ganz besonderer Teil des Parks, da nur hier die Thermalfelder in dieser Form zu sehen sind.

Um noch im Hellen wieder im Hotel anzukommen, mussten wir uns schon bald auf den Rückweg machen. Im Dunkeln ist es bei den Unmengen an Tieren bestimmt keine Freude, durch den Park zu fahren. Auch so waren zunehmend Büffel an und auf den Straßen zu sehen, die vermutlich ihr "Abendbrot" zu sich nehmen wollten. Besonders idyllisch stand dieser Büffel einsam auf einer großen Wiese:

Also hieß es auch jetzt schon, noch wachsamer zu sein. Folglich war auch der Blick der Beifahrerin nun mehr auf die Straße als auf die wunderschöne Landschaft gerichtet. Und prompt marschierte auch schon der nächste Büffel direkt auf der Fahrbahn.

Hayden Valley
Hayden Valley

Nach diesem erlebnisreichen Tag erkundeten wir noch ein wenig das große Gelände der Old Faithful Area und aßen recht preisgünstig mit Blick auf Old Faithful in einem weiteren Gebäude unweit unseres Hotels. Direkt im Restaurant des "Old Faithful Inn" war es uns zu teuer, zudem hätten wir lange auf einen freien Tisch warten müssen. An unserem ersten Abend hatten wir uns wohl beide hinsichtlich des Buffetpreises, der in der Lobby aushing, verlesen, reservierten einen der bereits eingedeckten Tische, um dann bei einem erneuten Blick in die hier gereichte Karte klammheimlich wieder zu fliehen. Da tranken wir doch lieber noch etwas auf der Hotelterrasse... 

Am nächsten Morgen gingen wir wieder in das andere Gebäude, um uns einen belegten Bagel und einen gar nicht so schlechten Kaffee zu holen, den wir ebenfalls mit Blick auf Old Faithful verspeisten. Dann ging es bei zum Glück wieder gutem Wetter Richtung Grand Canyon of the Yellowstone. Heute schien "Tag des Büffels" zu sein, denn so viele wie heute, werden wir wohl nie wieder im Leben sehen. Mit rund 3000 Tieren lebt hier die größte Bisonherde der USA. Eines der Lieblingsplätzchen dieser beeindruckenden Tiere ist dabei das vom Yellowstone River mäanderte Hayden Valley. Von der Straße aus konnte man dieses weite, hügelige, grüne Tal gut überblicken und auch die Büffel ließen nicht lange auf sich warten. Gemütlich überquerten sie die Straße, um das satte Gras auf der anderen Seite zu genießen.

Nur schwer konnte man sich von diesem friedvollen Bild lösen, doch zum Glück bot sich gleich nach der nächsten Kurve ein weiterer schöner Beobachtungspunkt. Hier standen die Tiere noch näher an der Straße, was natürlich auch noch mehr Menschen veranlasste, stehenzubleiben und auszusteigen. Die Ranger waren im Dauereinsatz. Es ist erstaunlich, wo die immer so plötzlich herkommen... Sie fuhren hin und her, um die immer zahlreicher werdenden Autofahrer zur Weiterfahrt aufzufordern. So steuerten auch wir die nächste legale Haltemöglichkeit an und sollten auch hier nicht enttäuscht werden: Büffel, wohin man sah! Ein Kälbchen verließ seine Familie und querte eigenmächtig die Straße. Nun stand es alleine zwischen Wohnmobilen, Motorradfahrern und Autos und muhte nach seiner Mama. Als die nicht kam, suchte es Anschluss bei ein paar Büffeln am Fluss. Einer der Büffel war besonders entspannt und nahm ein ausgiebiges Sandbad. Was beneidete ich die ältere Dame mit dem riesigen Objektiv, die in ihrem Fotowahn gar nicht merkte, dass sie von zwei großen Büffeln hinter sich beäugt wurde. Wohl oder übel mussten wir jedoch weiter, da noch ein weiteres Highlight besucht werden musste.

Mud Caldron
Mud Caldron

In meiner Büffeleuphorie habe ich völlig vergessen zu erwähnen, dass wir vor Erreichen des Hayden Valley noch den Mud Volcano besucht haben. Vermutlich habe ich den wegen des fiesen Geruches etwas verdrängt. Im Gegensatz zu den Klarwassergeysiren, die uns völlig geruchlos erfreuten, blubbert hier eine stinkige Mischung aus Regenwasser, geschmolzenem Schnee, Matsch und durch schwefelige Säuren aufgelöste Gesteine, die durch vulkanische Dämpfe erhitzt und in Bewegung gehalten werden. Diese mud pots riechen gar fürchterlich nach faulen Eiern.

Dragon's Mouth Spring
Dragon's Mouth Spring

 

 

 

 

 

Nicht nur, dass so ein Schlammvulkan ordentlich mieft, er macht auch noch ziemlich Krach. Ein besonders penetrantes Beispiel ist die Dragon's Mouth Spring unweit des Mud Volcano. Den 1km langen Rundweg in dieser Müffelgegend sparten wir uns und gingen direkt vom Parkplatz zu der dampfenden Höhle. Das Wasser schwappte raus und rein und brachte jedes Mal ein nettes Wölkchen schwefelhaltiger Luft mit sich. Definitiv kein Ort für ein Picknick...

Upper Falls
Upper Falls

Nach stinkigen mud pots und dem wunderschönen Hayden Valley erreichten wir schließlich den South Rim Drive des Grand Canyon of the Yellowstone. Hier hat der Yellowstone River über 30km eine bis zu 360m tiefe Schlucht in das Gestein gegraben. Wir besuchten zunächst den Aussichtspunkt auf die 33m hohen Upper Falls. Hier beginnt auch "Uncle Tom's Trail". Er ist nur einen Kilometer lang, hat es aber mehr als in sich. Er führt über 328 Stufen 160m abwärts zu den hinabfallenden Wassermassen der 96m hohen Lower Falls. Ein Schild weist darauf hin, dass Personen mit Herz- oder Atemproblemen lieber auf eine Begehung verzichten sollten. Meiner Meinung nach sollten jedoch auch die Beine in einwandfreiem Zustand sein. Die metallenen durchbrochenen Stufen machten mich nach ein paar Metern fast wahnsinnig, da ich irgendwann nicht mehr sah, wann die eine Stufe aufhörte und die andere begann. Aber das war im Verhältnis zum Rückweg noch das kleinste Problem. Wieder hinauf, kam mein sogar durchtrainierter Mann sehr ins Keuchen. Ich hätte gerne öfter ein Päuschen gemacht, aber dann wären ja die ganzen Leute hinter uns auch nicht weiter gekommen. Die Blöße wollte ich mir dann auch nicht geben. Der Blick auf den Regenbogen über dem klaren tosenden Wasser war die "Qualen" aber wert...!

Blick vom Artist's Point
Blick vom Artist's Point

 

Nächster spektakulärer Aussichtspunkt am South Rim Drive war der Artist's Point. Hier waren so viele Menschen, dass man frech drängeln musste, um auch mal über den Rand sehen und ein Foto machen zu können. Nur musste man dabei aufpassen, keines der aufgebauten Stative umzuwerfen. Von hier konnte man in beide Canyonrichtungen gucken, so man an den ganzen Leuten vorbei kam...

Dann wechselten wir die Canyonseite und befuhren von Canyon Village aus nun den North Rim Drive (Einbahnstraße!), wo wir zunächst am Grandview Point stoppten. Auch hier boten sich grandiose Ausblicke und man konnte die schlimme Treppe des "Uncle Tom's Trail" auf der anderen Seite sehen. Jetzt waren wir noch stolzer, sie bezwungen zu haben... Am nächsten Stopp, dem Inspiration Point kam die Farbenpracht des Canyons besonders gut zur Geltung. Sein oben noch graues, leicht lila getöntes und nach unten immer gelber werdendes Gestein ist Eisenbestandteilen in unterschiedlichen Mengen zuzuschreiben. Vom Inspiration Point aus entdeckten wir sogar einen Greifvogelhorst auf einem Felsen. Als Nichtornithologe kann ich das Geflügel jedoch leider nicht näher benennen.

Damit wir auch ja nicht zu schnell vorankommen, hatten sich die Büffel heute wohl abgesprochen, öfter mal eine kleine Patrouille zu machen. Jedenfalls marschierte auch dieser Bursche plötzlich ganz gemächlich auf der Straße.

 

 

Von Canyon Village fuhren wir über den oneway "Virginia Cascades Drive", der sich entlang eines wilden Flusses schlängelt. Außer uns fuhr hier niemand, aber großartig etwas zu sehen gab es auch nicht. Als wir dennoch kurz stoppten, witterte ein Rabe die Gelegenheit etwas Leckeres abzugreifen. Der Plan ging nicht auf! Da er etwas lästig wurde und aufdringlich an die Frontscheibe pickte, fuhren wir dann doch lieber weiter...

Norris Geyser Basin
Norris Geyser Basin

 

 

 

Schließlich erreichten wir den "Hottest Spot" im Yellowstone: Das Norris Geyser Basin. Es ist das heißeste und älteste Geysirbecken des Parks. Hier gibt es neben den heißen Quellen auch sogenannte Fumarolen, mit denen Stellen bezeichnet werden, in denen Gase wie z.B. Chlor oder Schwefel aus dem Erdinneren an die Oberfläche treten.

am Firehole Lake Drive
am Firehole Lake Drive

Kurz danach stoppten wir noch am Artist's Paint Pot, der sich als wenig lohnend erwies. Erstaunlich weit war der Weg vom Parkplatz zum thermalen Areal, so dass wir hinsichtlich der kleinen Blubberbecken letztlich doch keine Motivation mehr hatten, den eigentlichen Rundweg zu laufen. Wir waren heute ja auch schon genug gelaufen. So fuhren wir schließlich wieder mehr oder minder direkt zum Hotel zurück. Na gut: Den Firehole Lake Drive nahmen wir auch noch mit. Diese Einbahnstraße führt zum Great Fountain Geyser, der gerade leider keine seiner bis zu 60m hohen Fontänen präsentierte und im Ruhezustand so unspektakulär war, dass ich auf ein Foto verzichtete. Kurz darauf erreichten wir den White Dome Geyser.

Wieder am Hotel aßen wir noch eine Kleinigkeit im "Hamilton Store" und schrieben endlich mal ein paar Postkarten an die Daheimgebliebenen. Dann nahmen wir noch einen kleinen Absacker auf der Terrasse und erfreuten uns an den so zahllosen Sternen.

Am nächsten Morgen frühstückten wir wieder im Nebengebäude mit Blick auf Old Faithful und machten uns auf die Suche nach einer Poststelle, um unsere Karten zu versenden. Es gab hier im Umfeld doch mehr Gebäude als erwartet und wir wurden von einem zum anderen verwiesen. Schließlich wurden wir sie dann doch los. Dann winkten wir noch wild in die Webcam vorm Visitor Center, nachdem wir zuvor meinem Vater Bescheid gegeben hatten, dass er uns dort sehen kann. Er sah uns tatsächlich, wenn auch nur noch von hinten, da die Kamera nur alle paar Minuten filmt. Als wir das Gepäck ins Auto luden, hörten wir Musik von der vollen Terrasse: Da Sonntag war, fand hier ein Openair-Gottesdienst statt. Beim Auschecken zahlten wir noch den Plüschbüffel und setzten unsere Reise nunmehr zu dritt fort.

Kommentare: 20
  • #20

    Katrin (Montag, 24 Juli 2017 09:52)

    Lieber Hartmut,
    vielen Dank für das Lob! Ich wünsche euch einen wunderschönen Urlaub!

  • #19

    Hartmut (Freitag, 21 Juli 2017 13:01)

    Hallo Katrin,

    mit Freude habe ich gerade Deinen Reisebericht vom Osten Kanadas gelesen. Bei uns geht´s in ein paar Tagen los. Großes Kompliment für Deine Reiseseite.
    Liebe Grüße aus Braunschweig
    Hartmut

  • #18

    Katrin (Sonntag, 19 Februar 2017 12:51)

    Nochmal hallo Volker,
    gerade habe ich doch gesehen, dass ich natürlich auch schon auf deiner informativen Seite war, um Informationen über Strände auf Hawaii zu bekommen.

    Vielen Dank dafür!

  • #17

    Katrin (Sonntag, 19 Februar 2017 12:42)

    Hallo Volker,

    vielen Dank für deine nette Rückmeldung. Ja, ich bin gerade noch in der Planung, obwohl die Eckdaten natürlich schon stehen. So werden wir uns Oahu, Kauai, Big Island und Maui anschauen. Der Open doors-Helikopterflug auf Kauai ist auch bereits gebucht, der Sonnenaufgang am Haleakala auf Maui fest eingeplant und auch sonst habe ich hoffentlich dank Lala und anderer guter Seiten nichts vergessen...!

    Ganz herzliche Grüße,
    Katrin

  • #16

    Volker (Samstag, 18 Februar 2017 21:55)

    Hallo Katrin,

    ich habe Deine schöne Seite bei Lala entdeckt. Wollte gerade den Hawaii Bericht lesen, doch wurde ich dort daran erinnert, daß Du bei Lala von der Reiseplanung geschrieben hast. :-) Ich wünsche Euch einen schönen Urlaub. Welche Inseln habt Ihr denn eingeplant?

    Viele Grüße von Volker

  • #15

    Katrin (Mittwoch, 04 Januar 2017 13:58)

    Ich wünsche dir ganz viel Spaß in Florida!!!

  • #14

    Ramona (Mittwoch, 04 Januar 2017 08:00)

    Liebe Katrin
    Vielen Dank für Deine Rückmeldung. :) Ich werde es bei der Julia Street versuchen. Natürlich steht auch eine Fahrrad Tour auf unserem Programm.. dann werde ich das süsse Rosa Haus sicherlich finden. :)
    Liebe Grüsse aus Zürich :)

  • #13

    Katrin (Dienstag, 03 Januar 2017 21:39)

    Hallo Ramona,
    da wir 2007 nur zufällig an dem kleinen rosa Haus vorbeigekommen sind, kann ich dir leider die Adresse nicht nennen. Da im Hintergrund das Key West Lighthouse ( 938 Whitehead Street ) zu sehen ist, muss es in einer der kleinen Nebenstraßen stehen. Ich würde bald sagen, es ist die Julia Street, weiß es aber leider wirklich nicht. Zum Glück ist Key West aber sehr überschaubar und mit einem Fahrrad (z.B. von "Eaton Bikes") schnell und gründlich an einem Nachmittag abzufahren. Viel Erfolg!

  • #12

    Ramona (Dienstag, 03 Januar 2017 15:07)

    Hallo Katrin
    Bin gerade durch googeln auf deine Seite gestossen. Weisst du noch per Zufall an welcher Strasse das Rosa Haus in Key West anzutreffen ist? :) Ich muss dieses Haus unbedingt sehen. ;)
    Liebe Grüsse Ramona

  • #11

    Katrin (Donnerstag, 27 Oktober 2016 18:21)

    Danke Petra. Es freut mich sehr, dass dir die Seite gefällt!

  • #10

    Petra (Sonntag, 23 Oktober 2016 19:45)

    Eine ganz tolle Seite mit schönen Bildern und Infos zu den Reisen. Es gibt zwar viele Reiseberichte im Web aber diese gehört zu den besseren!!Liebe Grüße aus Mainz und weiter so

  • #9

    Katrin (Samstag, 23 April 2016 16:18)

    Hallo Harald,
    danke für das Lob. Mit Sandflöhen hatten wir noch nie Probleme, mit Moskitos nur bis zu der Erkenntnis, dass man doch lieber das Schutzspray aus den USA benutzen sollte... 2012 habe ich mich auf einer Rasenfläche mit (vermutlich) Ameisen angelegt, was sehr unangenehm war. In solchen Fällen hilft jedoch die in den USA sogar in den meisten Supermärkten erhältliche Cortizone 10-Salbe.

  • #8

    Harald (Sonntag, 17 April 2016)

    Hallo,
    dein Bericht ist ja super, nur eine Frage: Gab es Probleme mit Sandföhen oder No see ums? Ihr seid ja sehr USA-erfahren.

  • #7

    Klaus (Mittwoch, 02 März 2016 12:56)

    Eine Rundreise durch die US-Weststaaten ist schon eine tolle Sache! Wir haben auch das Castle Marne besucht (allerdings ohne Schreck beim Frühstück), es kommt in unserem Artikel zu besonderen Unterkünften vor, der vielleicht auch deine Leser interessiert:
    http://willkommenfernweh.de/besondere-unterkuenfte-weststaaten/

  • #6

    Katrin (Donnerstag, 11 Februar 2016 08:13)

    Hallo Namensvetterin, ich stöbere nun schon den zweiten Tag auf deiner Seite herum und finde immer wieder was neues. Toll gemacht. Unser nächster Trip steht zwar erst in zwei Jahren an aber Anregungen hast du viele für uns! Freue mich schon auf den nächsten Reisebericht!

  • #5

    Sascha (Freitag, 20 Februar 2015 13:46)

    Super! Deine HP hat mich gerade verzaubert! So tolle Bilder und deine Texte dazu- einfach herrlich! Habe die Seite abgespeichert! Sehr toll!

  • #4

    Jens (Samstag, 01 Februar 2014 22:01)

    Eine wirklich tolle Seite und Leistung...
    Kompliment Katrin... Weiter so...!!!

  • #3

    Eva (Samstag, 29 Juni 2013 21:42)

    Herrlisch!!!!

  • #2

    Lara (Donnerstag, 27 Juni 2013 23:29)

    ... tolle Fotos, tolle Geschichten,toller Mensch...
    Fotografieren und Reisen planen, das solltest Du zu Deiner Hauptaufgabe machen.
    Ich wünsche Dir einen schönen Trip und pass' auf Dich auf!
    Ich drücke dich ganz doll,
    Dein Patenkind (dessen ersten Amerikatrip du in 2 Jahren planen wirst :-) )

  • #1

    Lea (Dienstag, 11 Juni 2013 20:32)

    Hallo Katrin, ich war so neugierig und musste gleich mal schauen... Tolle Website und tolle Geschichten. Hier hab ich einiges zu lesen... Hoffentlich lernen wir uns am Samstag kennen. Gruß Lea


Alle Reisen wurden mit Unterstützung des

 

TUI ReiseCenter  (Veerßer Straße 33  in 29525 Uelzen) gebucht.