Wir sind wieder hier - in unserem Revier...

Juchhu, Sommerferien! Das heißt, das lange Warten ist vorbei. Herbst und Winter wurden durch genaue Recherche und Planung mit Hilfe meines tollen neuen Florida-Reiseführers "Nationalparkroute USA - Florida" von Marion Landwehr (Conbook-Verlag) überbrückt. Auch ein Kurztrip nach London in den Osterferien verkürzte die Wartezeit. Dennoch: Am 12.August startete endlich das Highlight des Jahres. Dieses Mal flogen wir wieder direkt mit "Air Berlin" ab Düsseldorf, hatten im Gegensatz zu den anderen Jahren jedoch eine Übernachtung im "Lindner"-Hotel in Flughafennähe gebucht. So mussten wir nicht mitten in der Nacht losfahren und konnten entspannt in den Flieger steigen. Es war sogar noch genügend Zeit für einen spontanen Schuhkauf meines Mannes. Mit großer Tüte ging es dann ins Flugzeug. Entspannung war ohnehin die Devise dieses Urlaubs: Wir hatten uns die beiden schönsten Orte unserer bisherigen Floridareisen herausgepickt und nur einige Abstecher von dort aus geplant. Der Flug dauerte erstaunliche 10 Stunden, war jedoch recht angenehm, zumal wir auch wieder Exit-Seats mit entsprechend mehr Beinfreiheit gebucht hatten. Nachteil unserer vorausgegangenen Übernachtung in Düsseldorf war, dass wir ausgeruht waren und entsprechend nicht schlafen konnten. Dank vieler Zeitschriften ging die Zeit jedoch auch so rum und wir befanden uns auf einmal über dem karibischen Meer. Die Einflugschneise zum Miami Airport war fantastisch: Im Sinkflug ging es über South Beach, wobei sich grandiose Ausblicke auf Strand, Ocean Drive und Downtown boten. Sonst sind wir immer über die Everglades eingeflogen. Doch ausgerechnet heute, war meine Kamera bereits vorbildlich im Gepäckfach verstaut, während es in der Sitzreihe hinter mir frenetisch klickte...

Miami Beach

Die Einreise ging dieses Mal recht zügig vonstatten, da die Imigration Officer durch Automaten ersetzt wurden, an denen man seine Angaben (Grund der Reise etc.) machen musste. Auch Fingerabdrücke und Fotos wurden hier gemacht und man bekam letztlich einen tollen "Souvenirausdruck", statt eines Stempels im Pass. Via "Miamover" ging es nach der Gepäckausgabe zur "Alamo"-Station, wo wir uns schließlich ein weißes "Ford Mustang"-Cabrio aussuchten. Der in Florida wirklich wichtige Sunpass war automatisch enthalten (anfallende Mautgebühren werden von "Alamo" dann automatisch von der Kreditkarte abgebucht). Zum Glück hatten wir schlau gepackt und uns auf einen Koffer und eine Tasche beschränkt, sonst hätten wir gar nicht alles unterbringen können. Nach den obligatorischen Startschwierigkeiten mit dem zickigen Navi, erreichten wir dann den Ocean Drive (Infos zu dieser tollen Location entnehmt bei Interesse den vorausgegangenen Florida-Berichten von 2007 und 2012). In diesem Jahr wollten wir mitten im Trubel übernachten und hatten dafür das schon so oft fotografierte "Colony"-Hotel gebucht. Wir waren so gespannt, wie diese wunderschönen Art Déco-Gebäude wohl von innen aussehen und wurden etwas enttäuscht: Nichts mit Art Déco! Aber das Zimmer war schön modern und gemütlich eingerichtet, mit Blick auf Ocean Drive und Strand. Zum Glück waren die Fenster gut schallisoliert, so dass der alltägliche (und allnächtliche!) Krach dieser Straße nicht ins Zimmer drang. Doch selbst wenn: Erstens wussten wir, was hier los ist, zweitens war es ja auch nur für eine Nacht und drittens ist selbst schuld, wer hier früh schlafen geht...

Wir bummelten auch noch ein wenig über den Ocean Drive, bis wir ein Hüngerchen verspürten. Unbedingt wollten wir in das nahe gelegene kubanische Restaurant "Puerto Sagua" (700 Collins Ave) gehen, doch was war das? Hier war doch tatsächlich wegen eines Brandes geschlossen. Unverschämtheit, wer hatte hier gezündelt? Und ich hatte mich doch schon so auf lecker Plantains gefreut. Zottelten wir also auf den Ocean Drive zurück, wo wir bei "Johnny Rockets" einen Burger verdrückten. Die vegetarische Variante war ganz lecker. Als es schon "dunkelte" gingen wir an den Miami Beach und tappsten durch das badewannenwarme Wasser. Nach Remmidemmi war uns irgendwie nicht mehr und so gingen wir schon recht bald schlafen. So viel zu "drittens": Selber schuld!

Am 13.08. standen wir schon früh auf, beluden unser Cabrio und machten uns auf die lange Fahrt Richtung Key West. Auf dem Ocean Drive war es noch sehr ruhig, man hätte sogar freie Parkplatzwahl gehabt... Einzig die vielen kleinen, grünen Papageien, die hier wohl in den Palmen schlafen, waren schon wach und flogen mit lautem Kreischen in Schwärmen über South Beach. Übrigens ist so ein Cabrio ja prinzipiell eine tolle Sache und wo soll man auch offen fahren, wenn nicht hier? Tja, bei 34°C hielten wir es nicht lange aus und fuhren doch lieber geschlossen mit Klimaanlage...

Dann verließen wir die Großstadt Miami und machten uns auf der "Road to Paradise" auf den Weg nach Key West. Frühstück gab es in einem "Burger King", was uns kurz darauf sehr ärgerte, kamen wir doch auf einmal an einem unserer heißgeliebten "Cracker Barrel" vorbei, die wir hier in Florida gemäß Map gar nicht vermutet hatten. Das wäre bestimmt ein ausgewogeneres Breakfast gewesen. Aber da wir ja satt waren, stöberten wir nur ein wenig im integrierten Shop herum, wo ich mir nun endlich mal einen "Cracker Barrel"-Kaffeebecher kaufte. Erster Tag und schon wieder was fürs knappe Gepäck... Am Mile Marker 77.5 (77522 Overseas Hwy) auf Islamorada stoppten wir bei "Robbie's Pier", wo man Tarpune, eine bis zu 100 kg schwere und bis zu 2 Meter lange mit Heringen verwandte Fischart, füttern kann (1 Dollar Eintritt pro Person, 3 Dollar pro Eimer Fischfutter). Wir sparten uns das Fischfutter, denn die großen Tarpune waren schon übersättigt. Nur manchmal erbarmte sich noch einer und schnappte nach den dargereichten Fischen. Mein Mann filmte alles mit der GoPro, die er in das Hafenbecken hielt. Das wäre bestimmt ein toller Film geworden, hätte er sie auch angemacht...

Außer dem "Tarpon Feeding" gab es an "Robbie's Pier" auch einige nette Stände, mit zum Teil ausgefallenen Souveniren und ein Restaurant mit Bar. Ein Stopp auf der langen Fahrt über die Keys lohnt sich hier auf jeden Fall.

Auf Marathon fuhren wir durch ein sehr schönes Wohngebiet zum Sombrero Beach (Zugang in der Sombrero Beach Road), der jedoch voller müffelndem Seegras war. Für Familien mit Kindern ist dies eine sehr schöne Destination, da es direkt vor dem Strand Sanitäranlagen, Picknick-Pavillons und einen Spielplatz gibt, für uns war er jedoch zu schmal ( und müffelig ), weshalb wir hier auch nicht lange verweilten.

Auf den Keys kann man außer mit Hilfe der Mile Marker spontan nie so genau sagen, in welchem Ort man sich gerade befindet. Allein die Inselstadt Marathon erstreckt sich über 13 Inseln. Auch die Insel Pigeon Key, auf der wir als nächstes stoppten, gehört zum Stadtgebiet von Marathon. Auf Pigeon Key beginnt die Seven Mile Bridge, weshalb hier auch das Basislager der Brückenbauer und Eisenbahner war, worüber man sich in einem Museum informieren kann. Historic Pigeon Key liegt quasi mitten im Meer neben dem Highway und ist nur zu Fuß über die alte Seven Mile Bridge zu erreichen (3,5 km entfernt). Der Zugang war jedoch gerade gesperrt. Alternativ hätte man noch mit dem Boot von Knight's Key ( MM47 ) dorthin gelangen können, aber so scharf darauf waren wir auch nicht. Von Norden kommend erreicht man die alte Seven Mile Bridge noch leichter, wenn man den Parkplatz rechts vor der Brücke ansteuert.Verpasst man die Zufahrt, ist es allerdings unmöglich, dann noch einmal zu wenden...

Key West

Dann stoppten wir nicht mehr, sondern fuhren bis Key West durch. Da waren wir wieder in der Frances Street, in unserem gemütlichen "Heron House Court" und fühlten uns fast, als würden wir nach Hause kommen. Auch Roman ( die gute Seele des Hauses ) war da und begrüßte uns herzlich. Er ist einer der nettesten, liebsten und herzlichsten Menschen, die wir kennen und uns schon sehr ans Herz gewachsen. So eine Begrüßung haben wir sonst noch in keinem Hotel ( und wir kennen viele...) erlebt. Es ist nun schon zum dritten Mal gewesen, als würden wir einen guten Freund besuchen. Wir bezogen wie schon 2012 Zimmer Nr. 4 und ich räumte doch tatsächlich meine Sachen in den Schrank. Jetzt war es fast wirklich wie zu Hause, aber wir würden ja auch eine Woche bleiben. Im Folgenden einige Bilder des Hotels:

Nachdem wir uns also häuslich eingerichtet hatten, machten wir uns zu Fuß auf den Weg Richtung Duval Street, auf der sich in Key West das meiste abspielt. Dabei bestaunten wir die wunderschönen Häuser in typischer Key West-Architektur, als würden wir sie das erste Mal sehen. Ach, es ist auch immer wieder so schön hier! Viele Häuser wurden gerade renoviert, darunter auch ein 2012 bereits sehr verfallenes Haus, bei dem wir uns schon ausmalten, wie wir es gestalten würden. Tja, da ist uns wohl jemand zuvor gekommen... Was nicht ist, kann ja noch werden. Denn wie heißt es doch gleich: Träume nicht dein Leben, sondern lebe deinen Traum! Und wenn wir hier wohnen würden, würden wir bestimmt auch wie der Schriftsteller Ernest Hemingway gaaanz oft im "Sloppy Joe's" sitzen, den Sonnenuntergang am Mallory Square zelebrieren und einfach immer nur grinsen... Hier noch ein paar Impressionen unseres kleinen Spaziergangs:

Wie eingangs erwähnt, habe ich ja die grauen Monate ausgiebigst dafür genutzt, alles Wichtige für den Urlaub zu recherchieren. So natürlich auch eine Unmenge von Restaurants auf Key West, samt ihrer Bewertungen von Gästen. Deshalb stand sogleich fest, den in Miami ausgefallenen Besuch beim Kubaner hier nachzuholen und ins "El Meson de Pepe" am Mallory Square zu gehen. Wegen seiner Lage am Mallory Square, hatte ich das Lokal 2012 noch in die Kategorie "Tourifalle" einsortiert, die gefundenen Bewertungen und ein eigener Blick auf die Speisekarte, führten uns nun aber doch dorthin. Und es war wirklich hervorragend! Essen, Service und sogar Preis ließen uns rundum zufrieden zurück zum Hotel gehen. Und ich habe doch noch meine Plantains bekommen! Und zum Glück kein Hühnchen gegessen, sonst hätte ich ein richtig schlechtes Gewissen gegenüber den allgegenwärtigen Key West Chicken bekommen.

Am Hotel gingen wir noch in den Pool, wo wir zum Glück ganz alleine waren; sonst hätten wir unsere Beute womöglich noch teilen müssen... Denn direkt neben dem Pool stand auf dem Nachbargrundstück ein riesiger Mangobaum, den wir am Nachmittag schon anvisiert hatten, doch waren wir noch nicht dazu gekommen, uns einen Plan zu erarbeiten, wie wir an die reifen Früchte kommen könnten. Da platschte es auf einmal und eine dicke, duftende Frucht, landete direkt neben dem Pool. Mein Mann wollte noch ein Messer holen, da hatte ich sie schon vorm Gesicht. Im Pool konnte ich ja ruhig etwas schmaddern. War das lecker! Das waren ja wohl Flugmangos par excellence...

Bahia Honda State Park

Am nächsten Morgen führte der erste Gang natürlich erstmal zum Pool, ob denn wieder etwas hinunter gefallen war. Leider nein, aber einige Mangos sollten noch folgen! Nach dem Frühstück machten wir uns dann auf den Weg Richtung Bahia Honda State Park auf Big Pine Key ( 36850 Overseas Hwy ), in der Hoffnung, dass hier das diesen Sommer in ganz Florida zu beklagende Seegras-Problem nicht so gravierend wäre. Wir zahlten die 8 Dollar Gebühr, kauften uns einen Sonnenschirm und gingen Richtung Old Bahia Honda Bridge zu unserem Lieblingsstrand. Als hätte extra jemand für uns aufgeräumt, war hier kaum Seegras zu sehen und es müffelte auch nicht. Schnell stellten wir unseren Sonnenschirm auf und ließen uns ins sage und schreibe 31°C warme Wasser plumpsen. Zwar war es keine Abkühlung, aber dennoch herrlich. Hier blieben wir den ganzen Tag, bis es anfing zu regnen...

Wir Cabrio-Profis nutzten die Gelegenheit, dass es sich mit dem einsetzenden Regen etwas abgekühlt hatte und fuhren mit offenem Verdeck zurück nach Key West, wir waren ja sowieso schon nass... Naja, und das Auto war ja nur geliehen. Doch nach kurzer Zeit hörte der Regen auch schon wieder auf, so dass ich mir während der Fahrt schon mal die Haare trocknen lassen konnte. Praktisch, so ein Gefährt! Nachdem wir uns frisch gemacht hatten, spazierten wir zum alten Hafen, um schon mal zu schauen, was denn die Fahrt zu den Dry Tortugas wirklich kostet. Sie war so teuer wie im Internet ( 169 Dollar pro Nase) und wie wir gerade hörten, schon für die nächsten Tage ausgebucht, da nur die "Yankee Freedom" lizensiert ist, dorthin zu fahren. Zwar hatte Roman schon für uns angefragt und zwei Plätze geblockt, doch irgendwie hielt sich unsere Motivation bezüglich dieser Unternehmung doch eher in Grenzen. Wir beschlossen, für das Geld lieber schön essen zu gehen, aber wir waren nach dem Strandtag auch sehr hungrig...

wieder in Key West...

Also gingen wir in den ( natürlich auch bereits rausgesuchten ) "Smokin Tuna Saloon" ( 4 Charles Street, 200 Block Duval Street ), wo ausgerechnet heute ein Mystery-Writer-Treffen stattfand. Es gab also lange Reden, statt Livemusik. Das war etwas öde, gleichwohl das Essen sehr lecker war. Endlich gab es mal gegrillten Fisch mit Kartoffeln und Salat. Mmh! Als wir das Lokal verließen (naja, eigentlich saßen wir in einem überdachten Hof), stellten wir fest, dass es schon wieder geregnet hatte. Ein schöner Regenbogen wies uns den Weg zum nahen "Sloppy Joe's".

Bei "Sloppy Joe's" gab es dann gute Livemusik, Cocktails und Schutz vor dem Regen, der plötzlich so aus den Wolken brach, dass das Wasser auf der Duval Street stand. Besser als hier, konnte man sich gar nicht vor dem Schauer schützen. Und so blieben wir bis es sich ausgetropft hatte. Obwohl es schon reichlich spät war, liefen wir noch Roman in die Arme, der gerade Feierabend machen wollte. Wir saßen noch eine Weile draußen, wo wir prompt die nächste Mango auflasen. Schon wieder ein leckerer Gute-Nacht-Snack. Glück muss man haben!

Am 15.August erkundeten wir Key West mit dem Fahrrad. Die Beach-Cruiser wurden von "Eaton-Bikes" direkt zum Hotel gebracht, so dass wir sofort starten konnten. Key West ist so schön flach, dass das Fahrradfahren das reinste Vergnügen ist. Man kommt viel besser als mit dem Auto voran, hat dabei etwas Fahrtwind (naja, je nachdem wie schnell man fährt...) und findet immer einen Parkplatz. Unser erstes Ziel war das "Bahama Village", von dem wir bis zu meinem neuen Reiseführer gar nicht wussten, dass es es gibt. Es ist ein Stadtviertel am westlichen Ende von Key West und erstreckt sich über 16 Wohnblöcke südwestlich der Whitehead Street und nordöstlich von Truman Annex, begrenzt von der Whitehead, der Southard, der Fort und der Louisa Street. Der Zugang zum Village erfolgt über die Petonia Street, wo das Schild "Bahama Village" steht, ohne das man ehrlich gesagt nicht merkt, in einem besonderen Bezirk zu sein. Wir kennen jetzt sämtliche Nebenstraßen in dieser Ecke, da wir trotz Karte (peinlich!) einfach nicht die Petonia Street fanden. Mehr zufällig kamen wir ans Ziel, wo es uns aber eigentlich nur wegen eines (mal wieder) dollen Wolkenbruches etwas länger hielt.

So fuhren wir bei leider grauem Himmel weiter durch dieses schöne Fleckchen Erde und hielten natürlich auch am Southernmost Point, wo wie immer eine laaange Schlange war, da jeder sich vor der bunten Boje fotografieren lassen will. Ich passte einen günstigen Moment ab, als gerade mal keiner direkt davor stand, um ein Bild zu machen, dann gönnte ich mir eine frische Kokosnuss mit Strohhalm von einem Straßenverkauf. Danach radelten wir zum Smathers Beach, der im Grau auch etwas trist wirkte. Die trotzdem herrschenden Temperaturen, hätten uns sonst durchaus zu einem kleinen Bad verleiten können. Allerdings war auch hier sehr viel miefendes Seegras. So fuhren wir nochmal zur Duval Street, um ein paar Postkarten zu ergattern, fanden aber keine schönen. Augenscheinlich gibt es nur ollen Kram, da Kartenschreiben dank Smartphones out ist...

Wir gönnten uns noch einen kleinen Snack im "Eaton Street Seafood Market" (super leckere Lobster-Roll) und gingen dann an bzw. in den Hotelpool.

Tags zuvor waren neue Gäste angereist, die ihren kleinen Hund mitgebracht hatten. Der kleine Kerl hatte sich seinen Urlaub bestimmt auch anders vorgestellt, denn er guckte immer zum Pool und machte auf sich aufmerksam. Immer wenn wir am Pool waren, war er wieder alleine im Zimmer und hatte schon die Jalousien hochgedrückt, um besser sehen zu können. Armer Wurm!

Da mein Mann irgendwie spitz gekriegt hatte, dass auf Big Pine Key ein Oldtimer-Treffen sein sollte, fuhren wir dort auch noch hin (aber nicht mit dem Fahrrad...). Die wenigen Autos dort waren aber nicht wirklich die weite Anfahrt wert. Aber er hätte ja sonst etwas verpasst haben können...

Zwar hatten wir uns vor noch nicht allzu langer Zeit die leckere Lobster-Roll gegönnt, doch kehrten wir am Abend noch bei "Charly Mac's" zum Barbecue ein. Das hatte ich vorher nicht recherchiert, aber mein Mann stieß im Key West Magazin darauf, sichtete auf unserer Radtour bereits die Speisekarte und musste dort hin. Das war ein guter Plan: Das Essen war prima! Die Portion auf dem Bild war meine und absolut nicht zu schaffen. Es war eine Schale mit von allem etwas, so dass ich quasi das ganze Angebot vor mir hatte. Zum Glück waren wir mit dem Fahrrad dort, so dass ich mich noch bewegen musste (und erstaunt feststellte, dass ich es überhaupt noch konnte...). Als wir an der Duval Street unsere Fahrräder abstellten, sah ich aus dem Augenwinkel, wie sich ein brandneuer Mercedes aus der Parklücke Richtung verstopfter Straße bewegte und dachte noch, wieso der einfach rausfährt, bis mein Mann mich darüber aufklärte, dass er nachwievor parkte und gar keiner darin saß. Stattdessen hatte einfach ein rotes Auto (die Spuren waren noch deutlich zu sehen) den Wagen gerammt und war dann weitergefahren. Schnell fotografierte ich das Kennzeichen des Verursachers. Da direkt vor der Unfallstelle ein Polizeifahrzeug die Straße wegen eines Aufgebots an Feuerwehrfahrzeugen und Krankenwagen sicherte, petzten wir den Cops das Beobachtete. Ein Amerikaner hatte die gleiche Idee und auch ein Foto, so dass die Polizei umgehend tätig werden konnte. Über Funk kam auch schon bald die Nachricht, dass die Verursacherin gefasst sei. So was dreistes. Als Zeugen waren wir dann aber doch nicht mehr gefragt (wir wären ja auch nicht mehr lange genug da gewesen). Na, nach der Aktion mussten wir erstmal auf einen Drink zu "Sloppy Joe's", wo gerade die gleiche Familienkombo wie 2012 spielte, nur dass die Babies jetzt schon mit Gitarre auf der Bühne standen. Im Anschluss gingen wir noch Nachtbaden im Pool, wo wir dieses Mal sogar gleich zwei Mangos fanden. Es wurde schon Routine, sie im Pool zu verspeisen. Eine legten wir für den nächsten Tag in den Kühlschrank. Man weiß ja nie, ob die Glückssträhne anhält...

Fort Zachary Taylor State Park

Am 16.August waren wir wieder mit den Fahrrädern unterwegs und beschlossen, uns heute mal den südlichsten State Park der kontinentalen USA anzuschauen. Um dorthin zu gelangen, fuhren wir wieder durch Bahama Village ins Truman Annex, einer Residencial Neighborhood, die die einzige Zufahrt zum Parkeingang stellt. 5 Dollar bezahlt, dann befanden wir uns zunächst auf ehemaligem Marinegelände. Das namensgebende Fort Zachary war eines von vielen, die in der Mitte des 19. Jahrhunderts zur Verteidigung der südöstlichen Küstenlinie erbaut wurden. Der Parkeintritt inkludierte auch eine Führung durch das seit 1985 für die Öffentlichkeit zugängliche Fort, wovon wir jedoch absahen. Der Strand in diesem Park gilt als der schönste in Key West - und da wollten wir hin. Da Sonntag war, war es hier jedoch gerammelt voll. Die Menschen grillten Köstlichkeiten und auch sich selbst in der gleißenden Sonne. Ein besonders schöner Strandabschnitt war schon für eine Hochzeitszeremonie reserviert. Schön war es hier wirklich (auch trotz des obligatorischen Seegrases), aber nach ein paar Fotos beschlossen wir doch, weiter zu fahren.

Key West Lighthouse

Nächstes Ziel war das Key West Lighthouse in der Whitehead Street. Von unten hatten wir den Leuchtturm schon oft bewundert, heute sollte es hinauf gehen. Das Lighthouse wurde 1848 in Betrieb genommen, um die vielen Schiffe sicher durch die gefährlichen Riffe zu lotsen. Das besondere war, dass eine Frau als Leuchtturmwächterin eingesetzt wurde. Ihre Geschichte und die der anderen Leuchtturmwärter zeigt eine kleine Ausstellung im ehemaligen Wohnhaus auf dem mit netten Skulpturen geschmückten Gelände (Keeper's Quarter's Museum). Der Eintritt betrug 10 Dollar p.P: und dafür musste man sich auch noch anstrengen: 88 Stufen winden sich nach oben! Bei Gegenverkehr wird es dann ganz schön kniffelig, aber ich wählte stets die Seite mit schmalem Geländer, so dass der Gegenverkehr die schmale Seite der offenen Stufen entlang balancieren musste. Die Alternative wäre Rückzug zu den breiteren Stellen gewesen, aber es will ja immer niemand warten... Von oben bot sich eine schöne Rundumsicht auf Key West. Auch einen Blick auf das sich auf der gegenüberliegenden Straßenseite befindliche Hemingway Haus erhascht man hier. Das Keeper's Quarter's Museum lohnt sich nicht wirklich, bot uns aber mal wieder Schutz vor einem Regenschauer.

Da wir das Hemingway House schon zweimal besucht hatten, ließen wir es dieses Jahr aus und radelten noch ein bisschen durch die Gegend. Jedoch nicht ziellos: Wir wollten noch ein kubanisches Sandwich bei "Sandy's" in der White Street essen, bevor es am späten Nachmittag auf "Dolphin Safari" gehen sollte. Dann fuhren wir zurück zum Hotel, wo ich im Pool ein wenig Schnorcheln üben wollte. Jeder kann schnorcheln - nur ich nicht! Irgendwie kann ich nicht nur durch den Mund atmen (außer nachts, wenn die Nase verstopft ist...), jedenfalls nicht bewusst auf Befehl. Na, mal gucken wie es im Meer wird...!?

5 Meilen vor der Küste...

Roman hatte uns den Trip bei "Captain Gary" organisiert und wir hatten schon morgens ausgekundschaftet, wo wir denn hinmüssen. Die Banana Bay Marina lag kurz vor dem "Publix", wo wir schon mehrfach eingekauft hatten - wir mussten also nicht lange suchen und waren entsprechend rechtzeitig da. An der Marina warteten außer uns noch einige Ausflügler und dicke Iguanas. Dann ging es zwar nicht mit Captain Gary persönlich, aber mit der gebürtigen Holländerin Marian aufs Meer. Leider waren wir nicht alleine auf dem Motorboot, doch die Familie (aus Braunschweig!) war sehr nett. Die Bootsfahrt war sehr angenehm, nur hielten sich die Delfine fern. Zum Glück hatte ich in vorausgehenden Urlauben schon einige gesehen, sonst wäre ich bestimmt wieder maulig geworden. Als Marian erkannte, dass es wohl nichts mehr mit Delfinbegegnungen wird, griff Plan B: Schnorcheln auf einer Sandbank 5 Meilen vor der Küste. Da ich ja wie bereits erwähnt nicht schnorcheln kann und eigentlich auch Angst vor offenem Wasser habe. erst recht, wenn ich darin nicht stehen kann, beschloss ich zunächst, auf dem Boot zu bleiben. Doch dann war das türkisfarbene, wider Erwartens sehr flache Wasser doch zu verlockend. Während mein Mann schon fröhlich schnorchelnd umherpaddelte, ließ auch ich mich sanft ins auch hier draußen sehr warme Wasser gleiten. Naja, "gleiten" ist mal wieder übertrieben: Der Plumpsack rutschte auf der glitschigen Leiter ab und ratschte sich den Oberschenkel! Tapfer überspielte ich den schmerzhaften Einstieg vor den anderen, in der Hoffnung mit meiner Schramme keine Haie anzulocken.... Aber auch hier gab es weder Haie noch erwähnenswertes anderes Getier. Doch das Planschen war herrlich! Mein Mann filmte die Korallen und Fische um die Sandbank herum - er konnte ja Schnorcheln! Zum Glück war die GoPro diesmal auch an, so dass ich sehen konnte, was ich verpasst hatte. Captain Marian entfernte sich mit den anderen immer weiter vom Boot, bis ich sie gar nicht mehr sehen konnte. Der Film "Open Water" schoss mir sogleich in den Sinn, doch mein Mann meinte, das Boot zur Not auch noch fahren zu können. Aber es ging ja auch darum, dass der Plumpsack erstmal wieder hinauf müsste... Letztlich ging alles gut: Alle tauchten im wahrsten Sinne des Wortes wieder auf und auch ich kam wieder aufs Boot. Muss ich erwähnen, mich dabei auch noch mal an der Schraube des Motors gestoßen zu haben? Auf der Rückfahrt gab es noch Snacks, Getränke und frische Ananas. Dann fuhren wir im Sonnenuntergang zurück zur Banana Bay Marina. 

Als wir wieder die Anlegestelle erreichten, machte Marian uns noch auf die über unseren Köpfen in den Bäumen schlafenden Iguanas aufmerksam. Wieder was gelernt! Der Ausflug war die 95 Dollar pro Nase auch ohne Delfine durchaus wert (jetzt auch nicht nur wegen der Erkenntnis, dass Iguanas auf Bäumen schlafen...). Im Anschluss kehrten wir noch bei "Burger King" ein, da eine Seefahrt nicht nur lustig ist, sondern trotz gereichter Snacks auch hungrig macht. Dort trafen wir eine deutsche Familie, die von ihren Tierbegegnungen nur so schwärmte. Die Delfine begleiteten offenbar die ganze Fahrt eines der beiden anderen Boote, die mit uns rausgefahren waren. Zudem sahen sie Meeresschildkröten, Hummer und sogar einen Hai, auf den ich jetzt nun nicht gerade neidisch bin... Es sei ihnen gegönnt. Was mich jedoch richtig wütend machte, hatte dann allerdings weniger mit der ungerechten Verteilung der Tiersichtungen, sondern vielmehr mit dem Verhalten der "Burger King"-Mitarbeiter zu tun: Während wir warteten, kam ein Obdachloser in den Laden und bat um etwas zu trinken. Er wollte es nicht umsonst haben, sondern wollte mit signierten Karten bezahlen. Anstatt ihm einfach einen Becher zu geben, machten sie sich noch über ihn lustig, bis er wieder von dannen zog. Ich kramte unser Kleingeld zusammen und gab es ihm, doch leider reichte auch das nicht für ein Getränk, so dass er wieder enttäuscht abzog. Stolz präsentierte er seine gesammelten Karten nebst Fototasche und Kamera ( wo auch immer er die her hatte) und ich fragte ihn, was er denn gerne essen wollte. Er sagte, er sei ein kleiner Mann und bräuchte auch nur eine kleine Portion. Während ich ihm ein Menü bestellte, wurde gerade wieder ein unausgepackter Burger (war mit Käse, obwohl ohne bestellt) von den Angestellten entsorgt. Den hätten sie ihm ja auch geben können. Ich gab dem Obdachlosen den Abholzettel, dann verabschiedeten wir uns und fuhren zum Hotel zurück. Unser Essen war nun zwar kalt, dafür aber ein armer Mensch glücklich!

Bahia Honda SP - Sandspur Beach

Am 17.08. schnackten wir beim Frühstück noch ein wenig mit den anderen deutschen Hotelgästen, die sich heute auf den Rückweg nach Miami begaben. Ich empfahl ihnen, unbedingt noch einen Stopp im Bahia Honda SP einzulegen und verwies dabei explizit auf den seegrasfreien Strand an der Old Bahia Honda Bridge. Auch wir wollten heute noch einmal dorthin fahren, aber was war das? Bei unserer Ankunft am Mittag war gerade Hochwasser, weshalb vom Strand kaum noch etwas zu sehen war und das, was man sehen konnte war - voller Seegras! Sogar das sonst so klare Wasser war heute ganz schmutzig braun. Da hatte ich ja einen tollen Tipp gegeben! Wie peinlich! Da wir für diesen traurigen Anblick 9 Dollar bezahlt hatten, versuchten wir unser Glück nochmal am Sandspur Beach. Und siehe da: Hier war zwar auch wegen des Hochwassers nicht wirklich viel Strand zu sehen, aber das Wasser war herrlich. So stapften wir am Ufer entlang, bis wir eine halbwegs geeignete Stelle für unseren Sonnenschirm fanden und gingen sofort in das klare, seichte, pullerwarme Wasser. Hoffentlich hatten sich die anderen auch nochmal in diese Richtung orientiert...

Der Bahia Honda State Park ist ein absolutes Muss bei einem Besuch der Keys. Das Seegras, das nur in diesem Jahr ein Problem darstellte, außer Acht gelassen, findet man hier Karibik pur. Die drei Traumstrände (für uns nur zwei, da der Calusa Beach wegen seiner Lage direkt am Parkplatz zu sehr mit Familien überfüllt ist) liegen an unterschiedlichen Gewässern: Calusa Beach, der in den Loggerhead Beach an der Old Bahia Honda Bridge übergeht am Golf von Mexico und Sandspur Beach am Atlantischen Ozean. Calusa und Loggerhead Beach erreicht man, indem man nach der Einfahrt in den State Park rechts abbiegt und ein Stück parallel zum Highway fährt, bis man den großen Parkplatz mit Shop erreicht. Biegt man nach dem Park Entrance links ab und folgt der Straße bis zum Ende, erreicht man den Sandspur Beach. Da ich auch einmal sehen wollte, was sich hier so alles im seichten Wasser tummelt, beschloss ich es noch einmal mit dem Schnorchelset aufzunehmen, das... noch im Auto lag! Da direkt hinter unserem gewählten Plätzchen ein Trampelpfad war, beschloss ich durch das "Hinterland" zum Parkplatz zu gehen und befand mich plötzlich auf dem "Silver Palm Nature Trail", einem Rundweg, der durch Hammock, Mangroven und über Dünen am Strand entlangführt. Den hatten wir wegen der Hitze bisher immer ausgelassen, nun lernte ich ihn also auch mal kennen.... Den Weg vom Auto zurück, ging ich dann aber hitzebedingt doch lieber wieder am Strand entlang. Schnorcheln konnte ich immer noch nicht, aber mit Schnorchelbrille und Luftanhalten konnten ich wenigstens kurz sehen, was sich hier so tummelt und staunte nicht schlecht, als mir im gerade knietiefen Wasser ein stattlicher Fisch ins Gesicht guckte. So genau, wollte ich das gar nicht wissen, mir reichten schon die vielen kleinen Fischchen, die einem so um die Füße schwammen...

Abends unterhielten wir uns noch lange mit unserem lieben Roman, der genauso traurig wie wir war, dass dies schon wieder unser letzter Abend sein sollte. Wir gingen mit ihm zum "Café Sole", wo wir dank ihm noch einen Tisch bekamen. Im Sommer gab es hier 50% auf die reguläre Karte, die es sonst preislich echt in sich hatte. Das Essen war aber gut. Zum Nachtisch gab es die letzte Mango, die immer noch im Kühlschrank auf uns wartete. Dann gingen wir durch die wunderschöne Fleming Street, die wir noch gar nicht bewusst wahrgenommen hatten, zum "Sloppy Joe's". Als wir spät zurückkehrten fanden wir noch einen lieben Abschiedsbrief von Roman an der Zimmertür vor.

...durch die Everglades Richtung Sanibel Island

Am 18.08. mussten wir schon wieder Abschied von "unserem" Key West" nehmen. Da wir wegen der langen Fahrt vor Romans Dienstbeginn auschecken mussten, hinterließen wir ihm bei seinem ebenfalls sehr sympathischen Kollegen Michael einen Abschiedsbrief und machten uns schweren Herzens (und doch voller weiterer Vorfreude auf unser nächstes Ziel) auf die 290 Meilen lange Fahrt nach Sanibel Island. Schon nach wenigen Meilen geriet unser Zeitplan ins Stocken, da am Mile Marker 64, direkt auf einer Brücke mehrere Autos mit einem Baustellenfahrzeug zusammengestoßen waren. Diese von dort abzuschleppen dauerte und entsprechend lang war der Stau, in dem wir standen. Als es endlich wieder voranging, durchfuhren wir via Florida City und Homestead das Obst- und Gemüseanbaugebiet Floridas, wo überall Straßenhändler ihre Waren feilboten. Hier fuhr auf einmal ein Schulbus vor uns, obwohl doch noch Major Holidays waren. Bei genauerem Hinsehen entdeckten wir, dass auf dem Bus "Doggy Bus" stand und tatsächlich saßen dort Hunde auf den Sitzen und guckten aus den Fenstern. So was Süßes!!! Die Fahrt führte uns dann auch durch die Everglades, wo wir zwecks Pipipause auch an einer Airboat-Station stoppten, wo sich gerade diese beiden Heuschrecken verlustierten... Da wir bereits 2007 mit dem Airboat durch die Everglades gesaust waren, sparten wir uns heute das Geld und die Zeit, zumal sich der Himmel auch mal wieder bedrohlich verdunkelte. Am H.P.Williams Roadside Park bogen wir in die Turner River Road (State Road 839), Richtung Norden ab. Auf ihr konnten wir ein Stück durch offene Prärie fahren, die an Kanälen entlangführte, an denen es vor Alligatoren nur so wimmelte. Zwar ist die Straße unasphaltiert, aber es war ja "nur" ein Mietwagen... So kamen wir auch kostenlos in den Genuss, die typischen Bewohner der Everglades von Nahem zu sehen. Nur wenige Schritte trennten uns von den mächtigen Reptilien, als neben uns ein Wagen hielt, aus dem Kinder Pommes warfen. Die Alligatoren wurden plötzlich rege und immer mehr. Schön, dass die im Auto saßen und wir direkt am Rand standen. Ich wurde leicht säuerlich, zumal auch überall Schilder standen, die darauf hinwiesen, dass wer die Tiere füttert oder reizt, mit Gefängnis bestraft wird. Nur konnte ich das ja nicht durchsetzen...

Ochopee

Wieder auf dem Highway passierten wir schon bald das kleinste Postamt der USA in Ochopee. Leider hatte es geschlossen, aber wir hatten ja ohnehin noch keine schönen Postkarten zu verschicken...

Fast am Ziel entdeckten wir bei Fort Myers schon wieder ein "Cracker Barrel", wo wir natürlich unbedingt einkehren mussten. Es gab Steak und gegrillte Forelle. Köstlich und günstig. Also: Wenn ihr das folgende Schild entdeckt, geht dort unbedingt hin. Auch sehr zu empfehlen sind die old fashioned Schnökersachen im Shop, bei denen ich auf die "Tootsie Roll" (Schokokaramell) schwöre. Und wir sind wirklich keine Fresssäcke...

Wegen all dieser zuvor geschilderten Verzögerungen erreichten wir erst spät unser schönes Hotel "Sanibel Inn" auf Sanibel Island. Hier sortierte ich auch wieder alle Kleidungsstücke ordentlich in den Schrank, verstaute technisches Zubehör in Schubladen, Schuhe in Reihe im Schrankfach usw. Das ist mir ja außer in diesem Urlaub echt noch nie passiert. Mein Mann beobachtete dieses Vorgehen auch nur mit Staunen, aber ich wollte mich endlich mal so fühlen, als würde ich in meinem Lieblingsland wohnen... Wer weiß, ob es nicht irgendwann mal wirklich so ist ?! Am 19.08. begutachteten wir dann bei Tageslicht die wunderschöne Hotelanlage. Die gelbe "Dune Daisy", in der wir 2012 untergebracht waren, wurde renoviert, weshalb wir dieses Mal im blauen Komplex "Periwinkle" (ebenfalls mit direktem Meerblick) untergebracht waren. Die Apartments waren jedoch identisch. Wie in einer Clubanlage wurden wir mit Armbändchen ausgestattet, die uns berechtigten, Strandliegen, -tücher, -schirme, Kajaks, Surfboards und sogar Fahrräder auszuleihen. Mein Mann machte seins natürlich gleich kaputt, als er testen wollte, ob man es an- und abmachen könnte, weil er genauso wenig wie ich die ganze Zeit damit herumlaufen wollte. Bei Bedarf hielt ich es mit Haarklemmen zusammen, so dass wir trotzdem alle Annehmlichkeiten nutzen konnten. Jaja, Not macht erfinderisch. Auf der Anlage wuchsen auch sämtliche Früchte, die man mit dem Süden verbindet: Bananen, Mangos, Sternfrüchte... Aber einfach so zugreifen, wie in unserem familiären "Heron House Court" mochten wir hier nicht. Wir testeten an diesem besonderen Morgen das Frühstück im "Sea Star Café" auf dem Gelände, waren aber die einzigen Gäste und würden selber auch nicht wiederkommen... Warum besonderer Morgen? Es war mein Geburtstag und unser zehnter Hochzeitstag! Hier ein paar Bilder der Hotelanlage und unserer Zimmeraussicht:

Lovers Key State Park

Und weil ja heute unser 10.Hochzeitstag war, mussten wir passender Weise in den Lovers Key SP (8700 Estero Blvd.) fahren. Hierfür fuhren wir zunächst über eine Brücke nach Fort Myers Beach, das ein klassischer, bunter, amerikanischer Ferienort ist und nahmen gleich den nördlichen Eingang. Insgesamt gibt es drei Zugänge, von denen der Hauptzugang der dritte zwischen den die Insel Estero Island einschließenden Wasserwegen Big Carlos Pass und New Pass ist. Der Strand hier ist als einer der schönsten Floridas ausgezeichnet. Je weiter man sich Richtung Norden wendet, umso naturbelassener ist der Strand. Diese Naturbelassenheit war der Grund, weshalb wir den North Entrance wählten. Vorteil auch: Hier war eine self pay-Station, an der wir (pssst!) nur einen Dollar zahlten und nicht weiter behelligt wurden. Nachteil: Der Weg zum Strand führte durch unbefestigte Wege, über die eigentliche Zufahrt und den Boardwalk. Also viel Fußmarsch bei großer Hitze. Andererseits hätten wir sonst aber bestimmt nicht die beiden niedlichen Gürteltierkinder getroffen, die auf einmal aus dem Dickicht guckten. Waschbärenspuren machten Hoffnung auf weitere Tiersichtungen, aber diese konnten wir leider nur riechen... Ansonsten gab es hier viele Vögel. Die ebenfalls hier heimischen Großen Tümmler und Seekühe haben wir leider (vermutlich auch wegen des Niedrigwassers) nicht gesehen.

Und der Strand war hier wirklich sehr schön und naturbelassen. Driftwood und verdorrte Bäume prägten das Bild und wir liefen immer weiter am Wasser entlang, bis es schließlich durch den "Naturwald" wieder zum Parkplatz und zurück nach Sanibel ging. Während mein Mann sich noch an den Hotelstrand legte, machte ich ein Päuschen im Zimmer bei amerikanischem Fernsehprogramm und einem Käffchen aus unserer persönlichen Kaffeemaschine. Es war mir zu bedeckt und auch durch das gerade herrschende Hochwasser fand ich den Strand gerade nicht besonders attraktiv. So dachte ich lieber noch an unseren schönen Ausflug zurück... und schlief dabei prompt ein.

Abends ging es dann wie schon 2012 zum selben Anlass ins "The Timbers", wo es gebackene Austern, gegrillten Fisch und Salat gab. Als Betthupferl hatten wir uns noch lecker Obst und Sekt im "Publix" besorgt, was wir auf dem Balkon unseres Hotels vernaschten. Programm war dabei das allabendliche Gewitter auf der gegenüberliegenden Fort Myers-Seite.

Caspersen Beach

Am 20.August wollten wir unser Cabrio mal wieder etwas ausfahren. Nach dem Frühstück im Hotelzimmer machten wir uns von Sanibel Island auf den Weg Richtung Sarasota, wo wir bei "Yoder's" zu Abend essen wollten. Doch natürlich fuhren wir nicht nur wegen der amischen Küche 118 Meilen die Golfküste hinauf, sondern hatten zwei schöne Zwischenziele eingeplant. Nur wenige Meilen nach Verlassen der Insel hielten wir am "Sun Harvest Citrus Market", wo wir uns durch die verschiedenen "Juice Samples" probierten und ein leckeres Vanille-Orangeneis aßen. Hier fanden wir dann auch endlich mal wirklich schöne Postkarten, bei denen wir natürlich zuschlugen. Eingeplant war dieser Stopp nicht, aber ich freute mich als ich den Markt zufällig entdeckte, denn schon 2012 legten wir hier ein kurzes Päuschen ein.

Insgesamt fuhren wir zunächst 91 Meilen via I-75N auf den Weg Richtung Englewood /Venice, wobei uns nicht die Orte reizten, sondern einer der vielen Strände in ihrer Nähe. Die Strände hier sollen die schönsten Festlandstrände Südwestfloridas sein, aber auch das interessierte uns hier nicht wirklich. Unser Ziel war einzig der Caspersen Beach (der übrigens als Strand gar nicht besonders schön war), stattdessen gibt es hier eine Besonderheit: Nirgendwo sonst ist die Wahrscheinlichkeit fossile Haifischzähne zu finden größer als hier. Und tatsächlich sah man überall im Wasser Menschen mit Sieben im Wasser hocken, die angestrengt in den gefischten Muschelresten wühlten. Einige hatten Spezialgeräte, die wie kleine "Baggerschaufelsiebe" aussahen. Ohne solche Ausrüstung mussten wir unser Glück mit den Händen versuchen, wobei wir natürlich keinen Erfolg hatten. Als ich dennoch im groben Muschelkies ein verdächtiges schwarzes Teil fand, sprach ich einen der vermeintlichen Profis an, ob dies ein Shark Tooth sein könnte. Er verneinte, nahm sein "Baggerschaufelsieb", durchkämmte damit einmal den Boden, fingerte in dem Gefischten und präsentierte umgehend einen auch deutlich als solchen erkennbaren Haifischzahn. Fortan arbeiteten wir zusammen: Er füllte sein Gerät, gab uns den groben Fund und half uns beim Heraussuchen der Zähne. Dann gab er uns noch einen Zipperbeutel und verriet einige Tricks. Als er schwimmen ging, überließ er uns schließlich sogar das Spezialgerät, was es nur in dieser Gegend im Walmart gibt. Wir wurden richtig gierig und wühlten und scharrten und suchten und machten sogar Beute. Das war ein Spaß! Leider mussten wir dem netten Mann sein Gerät ja irgendwann zurückgeben, sonst hätten wir bestimmt den ganzen Tag wühlend verbracht. Für "Jäger und Sammler" ist ein Abstecher zum Caspersen Beach ein absolutes Muss!

Siesta Key Public Beach

Nachdem wir unsere Gier wieder im Griff hatten, fuhren wir knapp 19 Meilen via S Tamiami Trail in den Großraum Sarasota zum Siesta Key Public Beach. Durch die großen vorgelagerten Inseln Siesta Key, Lido Key und Longboat Key hat sich die etwa 8 km breite Sarasota Bay gebildet. Die Keys sind untereinander mit Brücken verbunden, auf denen durchgehend die State Road 789 als Hauptverbindungsstraße entlangführt. Südlich dieser Inselkette liegt Siesta Key mit dem gleichnamigen, mehrfach als bestem  der USA ausgezeichteten Strand. Da der Sand hier zu fast 100 % aus Quarz besteht, ist er unglaublich weich und fühlt sich immer kühl an. Zudem soll es der feinste und weicheste Sand der Welt sein. Er war wirklich angenehm kühl, doch vermutlich wegen eines vorausgegangenen Regenschauers nicht so weich. Um genau zu sein, war er sogar so hart, dass wir unseren Sonnenschirm nicht platziert bekamen. Dennoch ist es ein wirklich schöner Strand, der jedoch nicht so idyllisch gelegen ist, wie die unbebauten Strände z.B. im Bahia Honda SP oder auf Sanibel Island. Durch die zahllosen angrenzenden Hotels und die Nähe zu Sarasota, war es hier auch sehr voll. Dennoch gönnten wir uns ein Bad im herrlichen Wasser, wo heute sogar einige Wellen waren. Als sich der Himmel wie fast jeden Tag  wieder wegen eines nahenden Gewitters verdunkelte, packten wir unsere Sachen und fuhren die letzten 8 Meilen über die Midnight Pass Road nach Sarasota. Wer wirklich weißen, fluffigen Puderzuckerquarzsand sucht, der findet ihn übrigens auch z.B. in Fort Walton Beach und den anderen Stränden an der Emerald Coast im Norden Floridas (siehe dazu bei Interesse "Südstaaten 2010").

"Yoder's Amish Kitchen"

Nun fuhren wir noch die letzten 8 Meilen zum amischen Restaurant "Yoder's", das in diesen Tagen sein 40jähriges Jubiläum feierte. Vor dem Restaurant hatte sich bereits eine lange Schlange gebildet. So ist das, wenn man gegen 18.00 Uhr pünktlich zur Dinnerzeit einen Platz in einem bei den Einheimischen beliebten Lokal haben möchte und nicht reserviert hat... Wir stellten uns dazu und warteten fast eine Dreiviertelstunde lang, bis wir endlich einen Platz bekamen. Das Essen war es aber mal wieder wert. Zum Nachtisch gönnten wir uns noch zwei Tortenstücke, für die der Laden bekannt ist. Wir hatten ordentlich gesündigt, aber der Kuchen war so lecker, dass wir ihn auch noch unterbringen konnten... Dann inspizierten wir noch den Amisch-Markt, bevor wir uns auf den Heimweg machten. Gekonnt hatten wir während des Essens, den Regenschauer vor der Tür verpasst...

Ohne Umwege ging es dann 99 Meilen auf der I-75S zurück nach Sanibel Island, wo wir auf dem Balkon noch ein wenig den Blitzen über Fort Myers am anderen Ufer zusahen, bevor wir satt und zufrieden ins Bett gingen.

Strandtag auf Sanibel Island

Den 21.August verbrachten wir vollständig auf Sanibel Island. Als mein Mann noch schlief, ging ich alleine an den Strand, zwar nicht bereits zum Sonnenaufgang wie 2012 als ich die Conchs aus dem Sand schlupfen sah, aber früh genug, um den Hotelstrand noch relativ für mich allein zu haben. Da es ja noch früh war und ich meinen Mann nicht wecken wollte, hatte ich mir den Rücken nicht eingeschmiert, was sich noch als etwas ungünstig erweisen sollte. Ich lief fast bis zum Lighthouse Beach am Meer entlang, wobei es einiges am und im Wasser zu entdecken gab: Sand Dollars, einen dicken Horseshoe Krebs, Seeigel, natürlich wahnsinnig viele Muscheln und einige Vögel gab es zu sehen. Jedoch war nun der Rückweg bei zunehmender Sonneneinstrahlung ganz schön lang, so dass ich mir einen ordentlichen Sonnenbrand einfing. Aber schön war dieser Morgenspaziergang trotzdem. Hier noch etwas "Strandgut":

Lighthouse Beach

Wieder im Hotel machte ich mir erstmal einen Kaffee und frühstückte mit meinem inzwischen auch endlich erwachtem Mann. Dann ging es auch schon wieder zum nächsten Strand: Dem Lighthouse Beach am östlichsten Ende der Insel. Er befindet sich direkt am 1884 erbauten Leuchtturm und geht letztlich in den vor unserem Hotel liegenden Strand über. Leider war gerade wieder Hochwasser, so dass die bereits anwesenden Badenden sich zwischen dem sonst so fotogenen Driftwood platziert hatten. Zum Glück gab es hier an der Golfküste das auf den Keys beschriebene Seegrasproblem nicht. Das Wasser war herrlich seicht und klar, weshalb wir uns schon auf unseren anschließenden Badeaufenthalt an unserem geliebten Bowman's Beach freuten. Doch zunächst noch ein paar Impressionen vom Lighthouse Beach:

Bowman's Beach

Nachdem wir uns noch bei "Jerry's", dem Inselsupermarkt mit Sonnenschutz und Getränken eingedeckt hatten, fuhren wir direkt weiter zum Bowman's Beach, dem ruhigsten und muschelreichsten der vier großen Strände der Insel. Man erreicht ihn sowohl über die Pine Avenue, als auch über die Bowman's Beach Road (Abzweigung direkt nach der Feuerwache auf der linken Seite). Hier suchten wir uns ein ruhiges Plätzchen für unseren Sonnenschirm und ich brach umgehend zu einem Strandspaziergang auf. Muscheln wollte ich dieses Jahr eigentlich gar nicht sammeln, da ich aus den vorausgegangenen Urlauben schon so viele hatte und unser Gepäck auch gar keinen Platz mehr bot. Doch je weiter ich Richtung Captiva Island marschierte. umso muschelreicher wurde der Strand. Und so kam auch ich wieder nicht ums "Shelling" herum, denn so schöne Exemplare konnte man einfach nicht liegen lassen. Leider hatte ich keine Tüte dabei, sodass ich mir die Muscheln mit beiden Händen vor die Brust presste und wenig bequem schnell zurückwackelte, um mein Schnorchelnetz zu holen. Beim zweiten Gang kam mein Mann dann mit und schließlich füllte sich das Netz doch zusehends. Mal gucken, wie sich der Rücktransport gestaltet... Obwohl sich auch hier der Himmel am Nachmittag verdunkelte, planschten wir noch ein wenig im Wasser, bevor wir zurück zum Hotel fuhren, um uns fürs Abendessen in der "Island Cow" frisch zu machen.

Captiva Island

Am 22.August blieben wir wieder auf der Insel, wo wir heute zuerst die Island Pharmacy wegen meines schlimmen Zehs aufsuchten. Ein Blick des netten Apothekers genügte und er bestätigte, was ich schon lange vermutete, mein Arzt in Deutschland aber ausschloss. Laut ihm war es "psycho", worüber der Apotheker hier nur den Kopf schütteln konnte. Schwupps, suchte er eine geeignete Creme heraus und versprach Besserung in wenigen Tagen. Und er hatte Recht: Womit ich schon über ein halbes Jahr herumlief, wurde hier umgehend besser. Aber ich kann doch jetzt nicht immer nach Amerika fliegen, wenn ich ein Zipperlein habe...? Frohen Mutes fuhren wir nun über den Blind Pass auf die viel schmalere Nachbarinsel Captiva Island, die noch exklusiver als Sanibel erscheint. Hier sind die Anwesen noch größer, die Villen noch prächtiger und um die Privatsphäre der reichen Anwohner zu schützen, darf nirgends am Straßenrand gehalten werden. Und auch sonst sind Parkmöglichkeiten auch an den Strandzugängen nur äußerst spärlich vorhanden. Fahrradfahren ist hier die eindeutig bessere Möglichkeit der Inselbesichtigung. Wir hielten daher einzig an der kleinen weißen Chapel-of-the-Sea mit dem dazugehörigen kleinen Friedhof. wofür wir mehr oder weniger widerrechtlich auf dem Parkplatz der Bücherei und ausgerechnet des Sheriff-Büros hielten. Dann fuhren wir zurück zu unserem Hotel.

Dies und das auf Sanibel

Die Geschichte dieser wunderschönen Insel, die von der Natur selbst in Form einer Barriereinsel als Schutz des Festlandes vor Wind und Wetter geschaffen wurde, ist hauptsächlich von den Calusa-Indianern sowie den frühen Siedlern des 19.Jahrhunderts geprägt. Namensgeber soll Juan Ponce de Léon gewesen sein, der sie nach seiner Königin Isabella "San Ybel" benannte. Die Insel wurde also schon früh entdeckt, jedoch erst 1963 durch eine Brücke (den 6 km langen, gebührenpflichtigen Sanibel Causeway) mit dem Festland verbunden, was den die Abgeschiedenheit gewohnten Inselbewohnern gar nicht recht war. Als Protest verhängten sie (zum Glück!) die strengsten Landnutzungsgesetze Floridas, wonach kein Gebäude höher als die höchsten Palmen sein darf und es nur die nötigste Infrastruktur (keine Ampeln oder Leuchtreklamen!) gibt. Auch führt nur eine durchgehende Straße über die Insel bis nach Captiva Island, die die Verlängerung des Sanibel Causeways ist, der wenige hundert Meter nach Erreichen der Insel in einer Rechtsbiegung in den Periwinkle Way übergeht. Nach etwa 4 Kilometern geht es rechts ab auf die Palm Ridge Road, die dann direkt zur in einem Stück nach Captiva Island führenden Sanibel-Captiva-Road wird. Überdies gibt es keine Straßenlaternen und nur ganz gedämpftes Licht auf den Hotelbalkonen, damit die sich am Mondlicht orientierenden Meeresschildkröten nicht irritiert werden. Folglich müssten ja dann auch gelegentlich "Sheller", die häufig nachts mit Helmlampen den Strand absuchen, von den Echsen verfolgt werden...? In diesem Jahr haben sich zum ersten Mal Kojoten auf die Insel verirrt, die nun die Nester der Meeresschildkröten gefährden. Es siedeln sich offenbar immer mehr Tiere (seien sie nun beliebt oder nicht) auf der schönen Insel an. So fuhren wir auch an diesem interessanten Verkehrsschild vorbei:

A propos "Fahren": Unser treuer Mietwagen hat noch gar keine angemessene Würdigung erfahren. Daher hier noch ein paar Bilder des Vehikels:

 

 

 

Mit diesem schnittigen Gefährt fuhren wir also über die Insel und stoppten zunächst bei "Schnapper's Hot", wo es leckere Hot Dogs und einen vermutlich extrem hochkalorischen Erdbeer- Milchshake gab.

Danach schauten wir uns noch ein wenig im Muschelladen "She Sells Sea Shells" um, wo es sämtliche hier zu findende Muscheln im Original und den absurdesten Souvenirvariationen gibt. Mittlerweile gibt es schon zwei dieser Geschäfte selben Namens auf der Insel.

Und dann habe ich mal eines der Häuser, das wir uns hier irgendwann mal kaufen werden, fotografiert...

Erholung am Hotelstrand

Die arme (hoffentlich gerettete) Möwe
Die arme (hoffentlich gerettete) Möwe

Den Rest des Tages verbrachten wir am Strand unseres Hotels, wo wir gegen Vorzeigen unserer geflickten Armbänder Strandtücher, Sonnenschirm und Liegen aufgestellt bekamen und uns einfach nur entspannten, was mir jedoch nie lange gelingt. Nachdem ich vor Langeweile schon die Vögel am Himmel (es herrschte reger Flugverkehr!) und die Aussicht auf meine Füße fotografierte, überredete ich meinen Mann, mit mir spazieren zu gehen. Und wir gingen und gingen, bis wir schließlich am Lighthouse Beach waren. Auf dem Rückweg entdeckten wir eine Möwe, die merkwürdig gekrümmt immer nur kurze Strecken flog und dann wieder auf dem Boden hüpfte. Als wir näher kamen, stellte mein Mann fest, dass sie einen Angelhaken durch Schnabel und Fuß hatte und deshalb nur mühsam auf einem Bein hüpfen konnte, sogar die Angelschnur hing noch am Haken. Das arme Tier! Wir versuchten sie einzufangen, was jedoch nicht gelang. Zum Glück flatterte sie immer nur am Strand entlang und nicht Richtung Grünstreifen, wo wir barfuß nicht hinterher gekommen wären. Irgendwann bekam mein Mann die Angelschnur zu greifen, woraufhin der panische Vogel nun wie ein kreischender Drachen in die Luft ging. Wir wickelten sie in ein T-shirt und ich hielt sie vorsichtig fest, während mein Mann den Angelhaken so vorsichtig wie möglich aus Fuß und Schnabel entfernte. Da wir keine Möglichkeit hatten, den Haken abzuknipsen, musste er nun samt Bogen und Widerhaken durch den Unterkiefer zurück. Es war furchtbar, aber das Tier war ohnehin schon so gestresst, dass eine Fahrt zur Wildlife-Station es bestimmt noch mehr geschwächt hätte. Mein Mann war mein Held des Tages, da die Möwe sonst mit Sicherheit qualvoll verendet wäre. Nun flatterte sie zum Wasser und spülte erstmal ihre Wunde. Sie war noch benommen und blieb so lange wir sie beim Weitergehen sehen konnten auf der Stelle sitzen. Hoffentlich ist mit ihr alles gut ausgegangen. Wir wünschen weiterhin gute Besserung! Richtig stinkig war ich mal wieder auf diese ganzen Angler, die auch so gerne ihre Haken am Strand liegen lassen und die Tiere ihrem Schicksal überlassen. Bah!!!

Zum Abendessen fuhren wir dann wieder in die "Island Cow", wo wir auch etwas auf einen freien Platz warten mussten. Die Wartezeit überbrückten wir mit einer leckeren Mango-Sangria. Zum Glück bekamen wir dieses Mal einen Tisch drinnen, denn als wir gerade bei schöner Livemusik unser Essen erhielten, ging ein kräftiges Gewitter los, so dass es nicht nur draußen stockfinster wurde, da kurzfristig der Strom ausfiel. Das Essen war wieder sehr lecker und wir schafften es im Anschluss auch halbwegs trockenen Fußes zum Auto. Abends gab es dann wieder das typische Hochsommer-in-Florida-Programm: Blitzegucken vom Balkon!

über Naples nach Key Biscayne

Am 23.August war auch unser schöner Aufenthalt auf Sanibel Island wieder vorbei. Es hieß also Kofferpacken und Abschiednehmen. Meine Muscheln und Sanddollars packte ich besonders gründlich ein. Jedes der guten Stücke wurde in Klopapier gewickelt und die besonders empfindlichen Stücke packte ich zusätzlich in das Schaumstoffpolster meiner GoPro-Tasche, die dann auch noch extra zwischen die Wäsche platziert wurde. Da konnte ja wohl nichts kaputt gehen...?! Nachdem dann sämtliches Gepäck im Kofferraum verstaut war, verließen wir über den Sanibel Causeway (anders geht es ja auch nicht...) das Muschelparadies. 

 

Neben dem Sanibel Causeway (6 Dollar für Hin- und Rückfahrt), auf dem man zwischen Fort Myers und Sanibel Island die San Carlos Bay, in der der Caloosahatchee River in den Golf von Mexiko mündet, überfährt, gibt es rechts und links kleine Strände (Sanibel Causeway Island Park) mit Grillmöglichkeiten und schönen Palmen. Direkt an den meiner Meinung nach schönsten Palmen, die durchaus als Motiv für kitschige Fototapeten dienen könnten, standen jetzt auf einmal blöde Hinweisschilder. Dem, der die genau dort platziert hat, müsste man die Ohren langziehen... Auf meinen Bildern von 2012 standen sie dort zum Glück noch nicht!

Zunächst fuhren wir gut 52 Meilen nach Naples, wo wir uns Tin City ansahen. Da Naples auf der Strecke nach Key Biscayne lag, sollten wir dadurch auch keine Zeit verlieren. Naples ist ein wirklich schöner Ort mit gepflegten, palmengesäumten Straßen und hübschen Parkanlagen. Die äußerst ansprechenden Anwesen, wie auch die exklusiven Geschäfte zeugen vom Wohlstand der Einwohner. Einen gewissen Kontrast dazu stellt der Old Marine Marketplace at Tin City südlich der 5th Avenue (Hauptdurchfahrtstraße) dar. Hier gab es früher eine Fischfabrik, in deren urigen Gebäuden sich heute unzählige Souvenirläden und Restaurants befinden. Wir gingen ein kurzes Stück über den Dockside Boardwalk (ein schmaler Holzsteg entlang der Naples Bay)  und schauten uns in zwei der Gebäude um. Danach wollten wir wie die Male zuvor zum Wahrzeichen der Stadt: den Naples Pier in der Verlängerung der 12th Avenue South. Er ragt 300m weit ins Meer und führt auch über den kilometerlangen weißen, palmenbewachsenen Sandstrand, der sich quasi mitten in der Stadt befindet. Tja, leider war der Pier dieses Jahr wegen Bauarbeiten komplett gesperrt...

Von Naples waren es nun noch 132 Meilen bis  Key Biscayne und schneller als gedacht, befanden wir uns auch schon auf dem Tamiami-Trail in den Everglades. Hier ging es nur noch durch die grüne Sumpflandschaft, ohne Abfahrten, da es ja auch erstmal keine weiteren Ortschaften gab. Kurz vorher erwähnte mein Mann bereits, dass man ja nochmal tanken könnte, aber nun war es wohl zu spät...! Wenden war auch nicht möglich! Unser schlaues Navi zeigte die nächste Tankstelle erst wieder in einer Entfernung an, die wir so wohl nicht mehr schaffen würden. Na Bratwurst! An einem großen Rastplatz (natürlich ohne Tankstelle) hatte ein netter farbiger Mann einen Stand aufgebaut, an dem er Spenden für die Veteranen sammelte."Exit 49" war seine rettende Antwort, auf unsere Frage nach einer vielleicht doch näher gelegenen Tankmöglichkeit. Das Navi war immer noch anderer Meinung, doch über Exit 49 erreichten wir schließlich tatsächlich eine große neue Tankstelle, die (wie alles in den Everglades) von den Miccosaukee-Indianern betrieben wurde. Die hatten hier zwar stolze Preise (auch beim Eis!), doch war die Weiterfahrt gesichert. Vielen Dank nochmal! Weiter Richtung Großraum Miami gerieten wir in ein ganz heftiges Unwetter: Es gewitterte und regnete so sehr, dass die meisten Autos rechts ranfuhren, da man kaum noch die Straße sehen konnte.Wir fuhren vorsichtig weiter und schon bald besserte sich die Wetterlage wieder. Im August gibt es hier jeden Tag irgendwo eine ordentliche Dusche. Nach einigem Gefluche, da letztlich in Miami ausgerechnet die Zufahrten nach Key Biscayne wegen Bauarbeiten gesperrt waren, kamen wir doch noch ans Ziel. Mit Blick auf die Skyline von Miami erreichten wir über den Rickenbacker Causeway (wo wieder fleißig Maut kassiert wurde) Key Biscayne.

Miami - Key Biscayne

Hier checkten wir im ersten 6 Sterne-Hotel unserer Urlauberkarriere ein: dem "The Ritz-Carlton Key Biscayne". Hierfür mussten wir zunächst an einem Pförtnerhäuschen vorbei und uns als Gäste ausgeben, dann ging es über ein gepflegtes Areal mit Springbrunnen bis zum Portal, wo gleich die Autotür geöffnet und wir willkommen geheißen wurden. Künftig musste ich mir also überlegen, wie ich bei Ankunft am gesittesten im Auto sitze... Da waren wir spontan ins Valet-Parken gerutscht (35 Dollar am Tag), wobei wir auch etwas entfernt selber hätten parken können (0 Dollar am Tag?). Aber dann hätten wir unser ganzes Gepäck wenig stilvoll über das Gelände geschleppt. Obwohl: So war es auch nicht gerade stilvoll, denn wir hatten immer noch die mittlerweile kaputte Tüte mit den Schuhen vom Düsseldorfer Flughafen, sowie meinen "Cracker Barrel"-Becher im Pappkarton dabei. Und prompt fragte der nette Mensch, der sogleich das Gepäck entlud, höflich, ob das nicht vielleicht entsorgt werden solle. Nein, sollte es nicht! Peinlich! Nach dem Check-Inn wurden wir dann dem internen Gepäckträger namentlich vorgestellt, der uns zu unserem Zimmer geleitete. Hier musste man immer ein paar Scheine als Trinkgeld bereit halten. Das Zimmer war ganz schön, obwohl wir auch bei weniger Sternen schon schönere hatten. Es war zwar nicht zur Meerseite, (was nochmal 100 Dollar pro Nacht mehr gekostet hätte), hatte aber wenigstens einen Balkon. Ob der 6 Sterne konnte ich es mir dennoch nicht nehmen lassen, mich über die Falten in der Bettdecke zu mokieren. Die Nutzung der Kaffemaschine und Wasserflaschen waren inklusive, dafür hatte es die Minibar in sich: eine kleine Flasche Wein für 65 Dollar! Hier hieß es also, lieber nichts anzufassen, da wahrscheinlich schon das Verrücken Kosten verursachen würde... Dann sahen wir uns auf der schönen Hotelanlage um. Zum Hotel gehörte auch ein eigener Strandabschnitt, der mir jedoch zu voll war. Der Strand war für die vielen Liegen und Sonnenschirme viel zu schmal, außerdem war das fast schon vergessene Seegrasproblem hier wieder aktuell. Da es jedoch schon recht spät war, stand Strandbaden aber sowieso nicht zur Debatte.

Miami - Bayside Marketplace

Freedom Tower
Freedom Tower

Zwar gab es in diesem schicken Hotel natürlich auch Restaurants, doch waren uns die zu Schickimicki und wir hatten auch Hunger! Hier würde es ja wahrscheinlich nur kleine Portiönchen für großes Geld geben. Da meinem Mann nach Pizza dünkte, gaben wir den nächstgelegenen "Pizza Hut" ein, für den wir bis Miami fahren mussten. Dort angekommen, fanden wir hier in Downtown keinen Parkplatz und auch der "'Pizza Hut" schien uns sehr winzig. Warum waren wir, wo wir sowieso schon so weit gefahren waren, nicht gleich darauf gekommen, unser Glück am von hier nicht weit entfernten Bayside Marketplace zu versuchen? So fuhren wir das kurze Stück zum Herzstück Downtowns direkt am Ufer der Biscayne Bay. Wir parkten auf einem der öffentlichen Parkplätze am Biscayne Boulevard unweit des 1925  mediterran gestalteten Freedom Towers, der zunächst Sitz der "Miami News" und in den 60er-Jahren Anlaufstelle für Kubaflüchtlinge war. Direkt gegenüber unseres Parkplatzes war auch schon der Eingang zum "Bayside Marketplace", mit zahllosen Geschäften, Bars und Restaurants (auch das Hard Rock-Café befindet sich hier). So kehrten wir statt beim "Italiener" bei einem "Kubaner" ein. Das Essen war gut und der Blick auf den Hafen und das bunte Treiben perfekt. Da Sonntagabend war, war es hier besonders voll. Auf der Openair-Bühne spielte eine Latincombo und viele Menschen tanzten dazu. Dieser Vergnügungskomplex ist ein beliebtes Ausflugsziel der hier lebenden Latinos. Da es hier kostenloses Entertainment gibt, waren auch einige kuriose Gestalten dabei, so dass dieses Abendprogramm doch einen gewissen Kontrast zu unserer Nobelunterkunft darstellte. Auch wir lauschten den Salsaklängen bei einem leckeren Tropical Smoothie. Im Disney-Store packte mich dann der aberwitzige Gedanke, an unserem morgigen letzten Tag doch noch nach Orlando zu Disneyworld zu fahren. Aus Spaß gaben wir das Ziel auch umgehend ins Navi ein: 4 Stunden waren es bis dort. Okay, dann mussten wir beim nächsten Mal doch anders planen. Schnief! Disney ist immer sooo toll! 

Ocean Drive
Ocean Drive

 

 

 

Dann fuhren wir noch mal über den Ocean Drive, wo es auch rappeldicke voll war. Da direkt vor uns auf einmal ein Parkplatz frei wurde, mussten wir diesen ja nehmen und noch ein wenig flanieren, obwohl wir es eigentlich gar nicht vorhatten. Hier fuhren heute die dicksten Wagen hin und her: Ferrari, Lamborghini, Porsche etc. Deren Fahrer wollten gar nicht parken, sondern fuhren den Ocean Drive hoch und runter, um gesehen zu werden. Unweit der Partymeile gab es einen Exotic-Car-Verleih, bei dem man eben diese Wagen mieten konnte; folglich unterstelle ich jetzt mal, dass sich viele solch ein Geschoss nur für eine Stunde geliehen haben und diese nun natürlich cruisend ausschöpfen mussten...

Bill Baggs Cape Florida State Park

Am 24.August kauften wir zunächst belegte Baguettes und Eiskaffee in einem "Winn Dixie", dann gaben wir endlich mal unsere Postkarten im Post Office ab und fuhren schließlich in den Bill Baggs Cape Florida SP (8 Dollar Entree), wo wir zunächst an einem Picknickplatz frühstückten. Während nicht weit entfernt ein vermutlich bekannter Tennisspieler (wir sind ja auf Key Biscayne...) interviewt wurde, hatten auch wir schnell die Aufmerksamkeit auf uns gezogen. Allerdings nicht von den Journalisten, sondern einer Horde Schreitvögeln, die immer näher herangeschlichen kamen, in der Hoffnung, ein paar Baguettekrümel abgreifen zu können. Schnell klärte sich auch auf, warum die Vögel nicht so schöne rote Schnäbel hatten, wie ihre Kollegen, die man immer am Strand trifft: Sie hockten hier auch auf den Grills und pickten darin herum...





Dann inspizierten wir den von hier zugänglichen Strand, der wegen des Seegrases nicht so gefällig war. Von hier stapften wir dann durch den heißen Sand Richtung Leuchtturm, dessen Zugang vom Strand nicht möglich war. Also wieder durch den wirklich unangenehm heißen Sand zurück gestapft und den Leuchtturm vom Parkplatz aus angelaufen. Hier gibt es einen Nature Trail, der an Leuchtturm und Wärterhäuschen entlangführt. Der Leuchtturm ist die Attraktion am Ende des State Parks am Südzipfel der Key Biscayne. Von donnerstags bis montags kann man ihn im Rahmen einer kostenlosen Führung um 10 und 13 Uhr besichtigen und besteigen, wobei sich ein grandioser Rundumblick bieten soll. Das Lighthouse wurde 1825 erbaut und ist 31 Meter hoch. Wir begnügten uns mit dem Rundumblick auf den Leuchtturm.

Da ich mal wieder auf dem Rückweg zum Auto trödelte, um hier und da noch ein Foto zu machen, ging mein Mann ein paar Meter voraus, als ich ihn plötzlich sagen hörte:"Da ist einer!" Ich wusste genau, was er meinte, da ich ihm zuvor erzählte, dass auf dem Nature Trail die Wahrscheinlichkeit Waschbären zu treffen, groß sei. Toll, nun traf er einen und ich nicht. Als ich den Standort meines Mannes erreichte, schlich sich der Waschbär gerade ins Dickicht. Da musste ich natürlich hinterher, den Raccoon genau im Visier. In meinem Waschbärwahn wäre ich fast mit dem Gesicht in diesem Spinnennetz gelandet. Da dem Waschbären aber wohl das Bäuchlein knurrte, kam er mutig in unsere Richtung zurück und machte sich an den Mülltonnen zu schaffen. Juchhu! Nun konnte ich ihn doch noch von allen Seiten fotografieren.

Danach fuhren wir noch einen weiteren Strandzugang des fast zwei Kilometer langen, naturbelassenen Sandstrandes des State Parks an. Hier gab es ein Restaurant, Duschen, Liegen- und Sonnenschirmverleih und - Seegras! Wir beschlossen, den Nachmittag doch lieber am Hotelpool zu verbringen. Direkt am Strandcafé trafen wir dann noch diesen dicken Iguana, der schon ziemlich genervt von meiner Kamera war und mich anfauchte. Ich wusste gar nicht, dass die das können und erschrak mich doch etwas.

Am Hotel wurde ausgerechnet heute der Erwachsenenpool renoviert, so dass wir (wie die anderen Gäste auch...) in den Kinderpool ausweichen mussten. Zum Glück waren nicht sooo viele Kinder wie befürchtet da und auch freie Liegen gab es noch. Ein netter Angestellter richtete sie uns mit Handtüchern her und auch kostenfreies Eiswasser und Sonnenmilch gab es hier. So hatten wir doch noch einen schönen Nachmittag im Wasser.

Nach dem Poolgeplansche kauften wir noch Kräcker, Obstsalat und Eiscafé fürs letzte Frühstück. Dann aßen wir bei "Taco Bell" in Coconut Grove und fuhren ein letztes Mal über den Ocean Drive. An der schön beleuchteten Skyline vorbei, kehrten wir schließlich zum Hotel zurück und sinnierten über unseren nun schon wieder endenden Urlaub. Am 25.August hieß es dann endgültig Abschied nehmen. Da unser Sonnenschirm nicht in den Koffer passte, ließen wir ihn auf dem Balkon zurück, die restlichen Kräcker kamen noch mit in den Koffer. Dann ging es zunächst zur "Alamo"-Mietstation (schnief!) und letztlich mit dem Miamover zum Terminal, wo wir umgehend eincheckten, durch die Sicherheitskontrolle gingen und letztlich im Abflugbereich nach einer kleinen Mahlzeit Ausschau hielten, da die Kräcker nun ja schon samt Koffer weg waren. In der Wartezone für nationale Flüge gab es letztlich die in unserem Wartebereich vermisste Auswahl an Restaurants. Wir entschieden uns für Sushi, was sehr teuer aber das beste Aal-Sushi ever war. Dann bestiegen wir unseren Flieger und mir schwante Böses: Mein Kopf fing fies an zu mucken. Na toll: Migräne im Flugzeug hatte ich auch noch nie und muss ich ganz ehrlich auch nie wieder haben. Zwei viel zu schwache Schmerztabletten konnte ich den Stewardessen entlocken, mehr durften sie nicht aushändigen. Meine Migränetabletten waren schlauerweise bei den Kräckern im Koffer... So habe ich auf einem Flug auch noch nie gelitten... Zum Glück konnte ich die Schmerzen letztlich wegschlafen, so dass auf der Fahrt von Düsseldorf nach Hause wenigstens wieder alles gut war. Zu Hause stellte ich dann fest, dass meine so gut in Klopapier und Schaumstoff verpackten Sanddollar zerknackst waren, wohingegen die einfach in den Koffer geworfenen Kräcker nicht mal einen Krümel verloren hatten. Sowas !


Tja, und zwei Tage nach Landung war ich auch schon wieder im Reisebüro, um nach dem Erscheinen der neuen Kataloge zu fragen. Denn: Nach dem Urlaub ist vor dem Urlaub! Mal sehen, wo uns die Reiselust im nächsten Jahr hinführen wird...

Kommentare: 20
  • #20

    Katrin (Montag, 24 Juli 2017 09:52)

    Lieber Hartmut,
    vielen Dank für das Lob! Ich wünsche euch einen wunderschönen Urlaub!

  • #19

    Hartmut (Freitag, 21 Juli 2017 13:01)

    Hallo Katrin,

    mit Freude habe ich gerade Deinen Reisebericht vom Osten Kanadas gelesen. Bei uns geht´s in ein paar Tagen los. Großes Kompliment für Deine Reiseseite.
    Liebe Grüße aus Braunschweig
    Hartmut

  • #18

    Katrin (Sonntag, 19 Februar 2017 12:51)

    Nochmal hallo Volker,
    gerade habe ich doch gesehen, dass ich natürlich auch schon auf deiner informativen Seite war, um Informationen über Strände auf Hawaii zu bekommen.

    Vielen Dank dafür!

  • #17

    Katrin (Sonntag, 19 Februar 2017 12:42)

    Hallo Volker,

    vielen Dank für deine nette Rückmeldung. Ja, ich bin gerade noch in der Planung, obwohl die Eckdaten natürlich schon stehen. So werden wir uns Oahu, Kauai, Big Island und Maui anschauen. Der Open doors-Helikopterflug auf Kauai ist auch bereits gebucht, der Sonnenaufgang am Haleakala auf Maui fest eingeplant und auch sonst habe ich hoffentlich dank Lala und anderer guter Seiten nichts vergessen...!

    Ganz herzliche Grüße,
    Katrin

  • #16

    Volker (Samstag, 18 Februar 2017 21:55)

    Hallo Katrin,

    ich habe Deine schöne Seite bei Lala entdeckt. Wollte gerade den Hawaii Bericht lesen, doch wurde ich dort daran erinnert, daß Du bei Lala von der Reiseplanung geschrieben hast. :-) Ich wünsche Euch einen schönen Urlaub. Welche Inseln habt Ihr denn eingeplant?

    Viele Grüße von Volker

  • #15

    Katrin (Mittwoch, 04 Januar 2017 13:58)

    Ich wünsche dir ganz viel Spaß in Florida!!!

  • #14

    Ramona (Mittwoch, 04 Januar 2017 08:00)

    Liebe Katrin
    Vielen Dank für Deine Rückmeldung. :) Ich werde es bei der Julia Street versuchen. Natürlich steht auch eine Fahrrad Tour auf unserem Programm.. dann werde ich das süsse Rosa Haus sicherlich finden. :)
    Liebe Grüsse aus Zürich :)

  • #13

    Katrin (Dienstag, 03 Januar 2017 21:39)

    Hallo Ramona,
    da wir 2007 nur zufällig an dem kleinen rosa Haus vorbeigekommen sind, kann ich dir leider die Adresse nicht nennen. Da im Hintergrund das Key West Lighthouse ( 938 Whitehead Street ) zu sehen ist, muss es in einer der kleinen Nebenstraßen stehen. Ich würde bald sagen, es ist die Julia Street, weiß es aber leider wirklich nicht. Zum Glück ist Key West aber sehr überschaubar und mit einem Fahrrad (z.B. von "Eaton Bikes") schnell und gründlich an einem Nachmittag abzufahren. Viel Erfolg!

  • #12

    Ramona (Dienstag, 03 Januar 2017 15:07)

    Hallo Katrin
    Bin gerade durch googeln auf deine Seite gestossen. Weisst du noch per Zufall an welcher Strasse das Rosa Haus in Key West anzutreffen ist? :) Ich muss dieses Haus unbedingt sehen. ;)
    Liebe Grüsse Ramona

  • #11

    Katrin (Donnerstag, 27 Oktober 2016 18:21)

    Danke Petra. Es freut mich sehr, dass dir die Seite gefällt!

  • #10

    Petra (Sonntag, 23 Oktober 2016 19:45)

    Eine ganz tolle Seite mit schönen Bildern und Infos zu den Reisen. Es gibt zwar viele Reiseberichte im Web aber diese gehört zu den besseren!!Liebe Grüße aus Mainz und weiter so

  • #9

    Katrin (Samstag, 23 April 2016 16:18)

    Hallo Harald,
    danke für das Lob. Mit Sandflöhen hatten wir noch nie Probleme, mit Moskitos nur bis zu der Erkenntnis, dass man doch lieber das Schutzspray aus den USA benutzen sollte... 2012 habe ich mich auf einer Rasenfläche mit (vermutlich) Ameisen angelegt, was sehr unangenehm war. In solchen Fällen hilft jedoch die in den USA sogar in den meisten Supermärkten erhältliche Cortizone 10-Salbe.

  • #8

    Harald (Sonntag, 17 April 2016)

    Hallo,
    dein Bericht ist ja super, nur eine Frage: Gab es Probleme mit Sandföhen oder No see ums? Ihr seid ja sehr USA-erfahren.

  • #7

    Klaus (Mittwoch, 02 März 2016 12:56)

    Eine Rundreise durch die US-Weststaaten ist schon eine tolle Sache! Wir haben auch das Castle Marne besucht (allerdings ohne Schreck beim Frühstück), es kommt in unserem Artikel zu besonderen Unterkünften vor, der vielleicht auch deine Leser interessiert:
    http://willkommenfernweh.de/besondere-unterkuenfte-weststaaten/

  • #6

    Katrin (Donnerstag, 11 Februar 2016 08:13)

    Hallo Namensvetterin, ich stöbere nun schon den zweiten Tag auf deiner Seite herum und finde immer wieder was neues. Toll gemacht. Unser nächster Trip steht zwar erst in zwei Jahren an aber Anregungen hast du viele für uns! Freue mich schon auf den nächsten Reisebericht!

  • #5

    Sascha (Freitag, 20 Februar 2015 13:46)

    Super! Deine HP hat mich gerade verzaubert! So tolle Bilder und deine Texte dazu- einfach herrlich! Habe die Seite abgespeichert! Sehr toll!

  • #4

    Jens (Samstag, 01 Februar 2014 22:01)

    Eine wirklich tolle Seite und Leistung...
    Kompliment Katrin... Weiter so...!!!

  • #3

    Eva (Samstag, 29 Juni 2013 21:42)

    Herrlisch!!!!

  • #2

    Lara (Donnerstag, 27 Juni 2013 23:29)

    ... tolle Fotos, tolle Geschichten,toller Mensch...
    Fotografieren und Reisen planen, das solltest Du zu Deiner Hauptaufgabe machen.
    Ich wünsche Dir einen schönen Trip und pass' auf Dich auf!
    Ich drücke dich ganz doll,
    Dein Patenkind (dessen ersten Amerikatrip du in 2 Jahren planen wirst :-) )

  • #1

    Lea (Dienstag, 11 Juni 2013 20:32)

    Hallo Katrin, ich war so neugierig und musste gleich mal schauen... Tolle Website und tolle Geschichten. Hier hab ich einiges zu lesen... Hoffentlich lernen wir uns am Samstag kennen. Gruß Lea


Alle Reisen wurden mit Unterstützung des

 

TUI ReiseCenter  (Veerßer Straße 33  in 29525 Uelzen) gebucht.