Unterwegs im Westen der USA

Nachdem wir 2007 den Sunshine State der USA in Augenschein genommen hatten, wollten wir in diesem Jahr den Wilden Westen erobern. Am 21.Juli 2008 fuhren wir deshalb zunächst von der Lüneburger Heide nach Düsseldorf, von wo aus es nach Los Angeles gehen sollte.. Zum Glück hatten wir Exit-Seats reserviert, so dass die Beine nicht ganz so gequetscht waren; schließlich dauerte der Flug fast 12 Stunden.

 

In Los Angeles nahmen wir dann direkt am Flughafen unseren Mietwagen in Empfang und hatten sogleich die erste Herausforderung zu meistern: den Feierabendverkehr in LA. Na Bravo!!! Nach einiger Zeit erreichten wir Downtown und bezogen dort das "Millenium Biltmore"-Hotel. Dieses Hotel war bereits Schauplatz mehrerer Hollywoodfilme, wie z.B. "Independence Day".

 

 

Das Bonaventure-Hotel
Das Bonaventure-Hotel

Nach dem Einchecken machten wir noch einen kleinen Rundgang durch Downtown. Wir kamen am "Westin Bonaventure"-Hotel und der bekannten Disney Concert Hall vorbei. Weil wir nach der langen Anreise natürlich Hunger verspürten, kehrten wir noch in eine gepflegte Burgerbude ein. Da der Feierabendverkehr ja wie Eingangs erwähnt bereits hinter uns lag, war es entsprechend leer im Bankenviertel von Downtown. Außer uns waren nur noch ein paar andere äußerst zwielichtige Gestalten unterwegs. So dauerte es auch nicht lange bis sich einer von ihnen zu uns gesellte. Er sang uns mitten im Burgerladen ein Lied, freute sich über unseren höflichen Applaus und forderte schließlich unmissverständlich seine "Gage" ein. Mit der Angst im Nacken ließen wir uns natürlich nicht lumpen. Mit einem lautstarken "Welcome to LA" verließ er die Lokalität. Was für ein Empfang! Als auch wir Richtung Hotel durch das mittlerweile dunkle Downtown tapsten, stellte sich uns eine Gruppe finsterer Gesellen in den Weg. Doch unser Liveact aus der Burgerbude war unter ihnen, grüßte ob unserer Spende freundlich und gebot seinen Kumpels uns passieren zu lassen. Augenscheinlich hatten wir einen neuen Freund gefunden... Puh, Glück gehabt. Schnell liefen wir zu unserem Hotel und schliefen schon bald ein.

Hier noch ein paar Impressionen unseres abendlichen Rundgangs durch Downtown LA:

Es geht weiter nach San Diego

Im Gaslamp Quarter
Im Gaslamp Quarter

Nun ist es ja nicht so, dass wir zwei Schisspupsen schon nach einer Nacht fluchtartig Los Angeles verließen. Nein, es war alles so geplant.

Nach einem Starbucks-Frühstück im Bankenviertel machten wir uns 200km auf in Richtung San Diego. Ein Starbucks-Frühstück hat hier übrigens einen besonderen Reiz, da sich sämtliche Anzugträger für ihre Frühstückspause eindecken und man nebenbei gleich ihre Vornamen erfährt. Alle sind im Stress und wir haben Urlaub. Herrlich! Das muss man sich wirklich mal geben, zumal wir anscheinend die einzigen Urlauber dort waren.

 

 

Unser erstes Ziel in San Diego war das gemütliche Gaslamp Quarter. Dieses Viertel genoss einst einen zweifelhaften Ruf, wovon heute allerdings nichts mehr zu spüren ist. Es ist ein schön restaurierter Straßenzug, der immer noch mit Gaslaternen beleuchtet wird, die ihm auch seinen Namen gaben.

 

Anbei noch ein paar Fotos:

 

 

 

An das Gaslamp Quarter grenzt Horton Plaza, ein Einkaufszentrum mit rund 200 Geschäften, Restaurants und Cafés. Man findet hier für jeden Geschmack etwas. Wir lernten hier den "Panda Express" kennen, eine hervorragende chinesische Restaurantkette, die es in einigen Bundesstaaten gibt.

Hotel Del Coronado
Hotel Del Coronado

 

 

Über eine hohe Brücke fuhren wir auf die Halbinsel Coronado. Hier bot sich ein grandioser Blick über die San Diego Bay, doch ist das Anhalten natürlich aufs Strengste verboten. Die Hauptattraktionen auf Coronado sind die breiten Pazifikstrände, sowie das überwiegend aus Holz gebaute "Hotel Del Coronado", in dem schon viele Berühmtheiten wohnten und wo auch der Film "Some like it hot" mit Marilyn Monroe gedreht wurde. Der Sand war fest und glänzte golden in der Sonne. So eine Sandfärbung hatten wir bis dato auch noch nicht gesehen.

Balboa Park
Balboa Park

Nachdem wir uns am Strand von Coronado ein wenig erfrischt hatten, besuchten wir noch den Balboa Park. Die vielen wunderschönen, dem spanischen Neobarockstil nachempfundenen Gebäude wurden 1915 anlässlich der Panama-California-Weltausstellung errichtet. Heute befinden sich in den Gebäuden Museen, Konzerthallen und Theatersäle. Wir haben keines der Museen besucht, sondern haben unsere knappe Zeit für einen Rundgang entlang der wunderschönen Bauwerke genutzt. Doch beeindrucken nicht nur die Gebäude, sondern auch die Pflanzen auf diesem Areal.

 

Aber seht selbst:

Palm Springs

Wyndham Hotel
Wyndham Hotel

Nach einer Nacht in San Diego ging es weiter nach Palm Springs. Was das Hotel angeht war es nicht schade, aber von San Diego haben wir längst noch nicht alles gesehen; so müssen wir uns bei einem nächsten Besuch unbedingt noch Old Town, den Hafen und die La Jolla Cove (einen der besten Badeplätze Kaliforniens) anschauen.

 

Auch von Palm Springs haben wir so gut wie gar nichts gesehen. Doch wirkte der Ort nicht zuletzt wegen der großen Hitze auch wie ausgestorben und die zahllosen Superreichen, die hier ihren Altersruhesitz haben, bleiben ohnehin in ihren Anwesen. Jetzt mag man sich fragen, warum wir  hier denn übernachtet haben?! Tja, es ist ein idealer Ausgangspunkt für den Joshua Tree Park und eine der wenigen größeren Orte in der ausgedehnten dünn besiedelten Wüstenregion.  Überdies war unser Hotel ("Wyndham") wirklich super und günstig, da sich in der heißeste Zeit wohl nur wenige Verrückte in dieses Gebiet wagen..

 

Anbei noch ein paar wenige Bilder von Palm Springs:

 

 

Schlafen wir zu Hause gerne lange, verhält es sich im Urlaub immer ganz anders, weshalb wir schon früh in Palm Springs angekommen waren und so noch genug Zeit zur Verfügung hatten, um den Joshua Tree National Park zu besuchen.

 

 

Da es im Park nur Natur und keine Zivilisation gibt, kehrten wir zur Sicherheit erstmal beim goldenen M ein.

 

 

Joshua Tree National Park

Die Joshua Trees sind bis zu 12 m hohe Yucca-Bäume, die ihren biblischen Namen von Mormonen bekamen, die im 19. Jahrhundert durch Kalifornien zogen und mit den verwzeigten Ästen die in den Himmel gestreckten Arme des Hohepriesters Josua assoziierten. Auch Josua wies seinem Volk Israel den Weg in das Gelobte Land, so dass der Vergleich umso näher lag.

Name hin, Name her: Der Joshua Tree Nationalpark ist auf jeden Fall einen Besuch wert. Die Felsen und Yuccas sind so wunderschön, dass die Landschaft schon fast unwirklich erscheint.

 

Damit ihr einen kleinen Eindruck gewinnt, hier ein paar Bilder:

Keys View
Keys View

Und wie es denn immer so ist, wenn man durch die Gegend zuckelt und die sich bietenden Eindrücke genießt, wird man plötzlich jäh zurückgeholt. In diesem Falle durch das Piepen und Blinken der Motorenleuchte unseres Autos. Herzlichen Glückwunsch, ein Motorschaden wäre jetzt schick, zumal uns erst jetzt auffiel, dass uns während des gesamten Aufenthalts im Park kein anderes Fahrzeug begegnet war. Zwar hatten wir den Kofferraum voll Trinkwasser, doch zu Fuß mehrere Kilometer bei sengender Hitze ist auch nicht die Wunschvorstellung...

Gott sei Dank stellte sich bei genauem Lesen des Handbuchs heraus, dass der Wagen lediglich demnächst zum Ölwechsel musste.

Am Keys View sahen wir dann, welchen Fußmarsch wir uns nun erspart hatten...Puh!

Cholla Cactus Garden
Cholla Cactus Garden

 

 

 

Je näher wir dem tiefer gelegenen Ausgang des Parks in Richtung Osten kamen, umso mehr lösten Kakteen die Joshua-Trees ab.

 

 

 

Hier ein paar Exemplare:

Cottonwood Spring
Cottonwood Spring

 

Kurz vor Verlassen des Parks war immer noch weder Ortschaft noch Mensch sichtbar, doch immerhin entdeckten wir inmitten der kargen Landschaft die Oase Cottonwood Spring. Hier spendeten hohe Palmen Schatten und auch ein kleines Bächlein plätscherte schwach vor sich hin. Was muss das für eine Freude für die Mormonen gewesen sein... Obwohl, es zogen ja immer alle in Richtung Westen. Sei's drum: Ein schöner Lichtblick war es allemal.

Scottsdale, Arizona

Westin Kierland Resort
Westin Kierland Resort

Am 24.Juli und wieder nach nur einer Nacht Aufenthalt im schönen "Wyndham"-Hotel in Palm Springs, verließen wir Kalifornien. Nun waren wir in Arizona und der Westen wurde immer wilder.

In Scottsdale, einem Vorort von Phoenix, bezogen wir ein sehr schönes großes Zimmer im "Westin Kierland"-Resort. Hier könnte man es länger aushalten, aber wie lange haben wir wohl gebucht ? Natürlich wieder nur eine Nacht. Bei uns ist immer nur der Weg das Ziel. Dennoch möchte ich euch einige Bilder des schönen Hotels nicht vorenthalten:

 

 

 

Dann machten wir uns in brütender Hitze auf nach Old Town Scottsdale. Außer uns hatte sonst kaum jemand die Idee, denn der Ort war wie ausgestorben. Es war so heiß, dass man die Hitze des Asphalts durch die Schuhsohlen spürte. Und ich sage euch: Auf der Straße konnte man sich was kochen. Aber unserer Meinung nach gehört Hitze im Urlaub dazu und deshalb stiefelten wir einsam und ohne zu klagen durch die schöne Altstadt. Der Vorteil ist zudem, dass einem nicht immer irgendwelche Leute durchs Bild laufen.

 

Aber seht selbst:

Poolanlange des Westin Kierland Resorts
Poolanlange des Westin Kierland Resorts

Abends entspannten wir dann noch ein wenig in der sehr schönen Poolanlage unseres Resorts. Hier konnte man sogar in dicken Gummireifen durch Strudel und unter Wasserfällen hindurch treiben. Herrlich bei der Hitze! Auch eine kleine Terrasse konnten wir unser Eigen nennen, allerdings getrauten wir uns nicht so recht, sie im Schummrigen zu benutzen, da an der Tür das Schild "Beware of critters", vor allem möglichen Getier warnte. So ließen wir die Tür lieber abends geschlossen, um nicht morgens mit einem Skorpion im Arm zu erwachen. Irgendwo hat dann nämlich auch meine große Tierliebe ihre Grenzen...

Der Grand Canyon

Saguaro-Kaktus
Saguaro-Kaktus

 

 

 

 

Nach einem wunderbaren Frühstück mit Lachs und allem was dazu gehört, verließen wir das schöne Scottsdale und machten uns auf Richtung Grand Canyon. Unterwegs sahen wir noch einige schöne und für die Gegend charakteristische Saguaro-Kakteen. Nicht weit entfernt (doch zu weit für einen Abstecher, bei der noch vor uns liegenden Fahrtzeit an diesem Tag) befindet sich der Saguaro-Park, der bestimmt einen Besuch lohnt. Ich sage nur: Irgendwann...!

 

 

Da wie bereits erwähnt eine lange Fahrt vor uns lag, tankten wir an der nächsten Möglichkeit. Und diese Möglichkeit war eine urige kleine Tankstelle in einem heruntergekommenen Kaff namens Rock Springs. Hier gab es nichts, was es nicht gibt. Besonders faszinierend war die Auslage aller möglichen Waffen. Es schien hier einfacher zu sein, eine Knarre zu kaufen, als einen Schokoriegel.

Sehr merkwürdig jedenfalls...

Grand Canyon
Grand Canyon

 

 

So fuhren wir staunend 400km weiter durch das wunderschöne Arizona, bis wir ihn schließlich sahen: Den GRAND CANYON!!! Nun ging es nur noch sehr schleppend voran, da ein Aussichtspunkt den nächsten jagte und wir uns gar nicht sattsehen konnten an diesem Wunder der Natur. Hier offenbart sich ein Querschnitt durch die gesamte Geologie Nordamerikas. Als sich der Colorado River seinen Weg durch das Plateau bahnte, legte er die bunten Gesteinsschichten von Kalkstein über Granit bis zu Schiefer am Flussgrund frei. Und wir stehen da und staunen !

Unser Übernachtungsziel war ein "Best Western" in Tusayan. Nicht überragend, aber preislich akzeptabel, wenn man bedenkt, was andere Hotels in diesem zentralen Grand Canyon-Ort kosten sollen. Ein besonderes Erlebnis hatten wir in der Nacht, als wir plötzlich senkrecht im Bett saßen. Was für ein gruseliges Heulen! Ein Wolf ist nichts dagegen. Direkt vor unserem Fenster muss ein Kojote gesessen haben, meine Güte, das Jaulen ging durch Mark und Bein. Mein Mann musste nach dem ersten Schreck natürlich zum besten geben, dass das bestimmt nur ein Hotelangestellter war, der so über Lautsprecher den Touris ein bisschen Wildlife-Feeling vermitteln wollte. Nächtliches Animationsprogramm sozusagen. Sehr witzig; ich war jedenfalls nur froh, nicht auf dem angrenzenden Campground zu zelten...

Abends aßen wir im "Yippee-Ei-O!"-Steakhouse. Auch hier hätte man von gewolltem Entertainment ausgehen können, aber dem war nicht so. Unsere Bedienung war so urig, dass ich sie erwähnen muss: Sie hatte lange Zöpfe, trug einen Cowboyhut und hinkte. Für das Hinken kann sie ja nichts, aber als sie uns hinkend unsere Salatbeilage in Blechschalen servierte, hatte sie auch noch beide Daumen darin. Das war so urig, das wir gar nicht meckern konnten... So ist das eben im Wilden Westen! Und das Essen war ganz hervorragend.

  • Wer hätte das gedacht: Dieses Mal haben wir doch tatsächlich zwei Übernachtungen an einem Ort gebucht. Das veranlasste uns, den ganzen zur Verfügung stehenden Tag für einen ausgedehnten Ausflug zu nutzen. Nein, warum denn einfach mal entspannt an einem Ort bleiben? Wir doch nicht. Also fuhren wir spontan 500km, weil ja auch das Monument Valley einen Besuch lohnen könnte.

Monument Valley

The Mittens
The Mittens

Und wie es sich lohnte !!! Mitten in der Navajo Indian Reservation erstreckt sich Monument Valley beiderseits der Staatengrenze zwischen Utah und Arizona. Doch ist es kein Tal, wie es der Name vorgaukelt, sondern ein weites Plateau gespickt mit bis zu 300 m hohen Sandsteinmonolithen. Es diente als Filmkulisse zahlloser Westernfilme, weshalb ein bekannter Aussichtspunkt z.B. John Ford's Point heißt und das Visitor Center mit Filmplakaten grüßt.

Vom Visitor Center führt eine steile Sandpiste hinab in das Tal, das keins ist. Dieser Scenic Drive umfasst inklusive Abstecher 27 km. In entlegenere Teile des Monument Valley gelangt man nur im Rahmen geführter Touren, die sich die Indianer gut bezahlen lassen. Das Monument Valley muss man auf jeden Fall einmal besucht haben. Fotos geben die Dimensionen nur unzureichend wieder. Wilder Westen par excellence. So sollte es den geneigten Westernfan auch nicht wundern, dass ich mir beinahe zwanghaft einen Cowboyhut zulegen musste; und zwar einen "Stetson", jawohl!

Nach einem wunderschönen Tag fuhren (stilvoller wäre natürlich "ritten") wir die 500 km wieder zurück nach Tusayan. Erst sehr spät kamen wir im Hotel an und mussten nun noch den roten Staub des Monument Valley loswerden. Die Dusche sah aus, wie nach einem bösen Streit... alles rot. Natürlich habe ich mir auch noch etwas rote Erde als Souvenir mitgenommen.Weich wie Mehl und deshalb auch in allen Ritzen ( nicht nur im Auto... ). Todmüde fielen wir schließlich ins Bett, voller Vorfreude auf den nächsten Tag, der uns zum Lake Powell führen sollte.

Lake Powell

Lake Powell
Lake Powell

Halbwegs ausgeschlafen machten wir uns am 27.Juli früh morgens auf den Weg nach Utah Richtung Lake Powell, wo wir auch eine Übernachtung im "Lake Powell Resort" gebucht hatten. Dass wir uns unserem Ziel immer mehr näherten, sahen wir darin, dass uns mitten in karger Landschaft immer mehr Fahrzeuge mit Booten auf Trailern entgegen kamen und sogar überholten ( und wir sind nicht geschlichen! ). How bizar!

Schließlich konnten wir ihn dann auch sehen: ein großer blauer Klecks inmitten braun-beiger Felsen. Der Lake Powell bildet die Grenze von Arizona zum Nachbarstaat Utah, sieht wunderschön aus, ist jedoch ein schwerer Eingriff des Menschen in die Natur, was die Begeisterung etwas dämpft.

Glen Canyon Dam
Glen Canyon Dam

Der Lake Powell ist nämlich der zweitgrößte Stausee der USA, welcher durch die Errichtung des  Glen Canyon Dams entstand. Folglich wurde durch den Glen Canyon Dam ein riesiger Canyon geflutet und somit auch zerstört, um die Großstädte des Westens mit Energie zu versorgen. Einen Überblick über die technischen Aspekte vermittelt das Carl Hayden Visitor Center, was für Techniklegastheniker wie mich jedoch eher langweilig ist. A propos "langweilig": Hat man nicht gerade ein eigenes Boot, kann es auf Dauer auch am Lake Powell recht öde sein, da er nicht unbedingt ein Badeparadies ist. Das Wasser ist sehr kalt und es geht auch recht zügig tief hinein.

Allerdings kann man von hier aus einen Ausflug zum Antelope Canyon machen, den man jedoch nur auf geführten Touren besuchen darf. Da hierfür eine rechtzeitige Anmeldung erforderlich ist, kam es aus organisatorischen Gründen leider für uns nicht infrage.


Westernfront
Westernfront

 

 

Am nächsten Morgen verließen wir zwar den Lake Powell, blieben jedoch in Utah, wo unser heutiges Ziel der Bryce Canyon sein sollte. Eine Übernachtung war im Zion National Park gebucht. 4oo km Fahrt und ein straffes Programm lagen also vor uns. Auf dem Weg kamen wir an einer lustigen Westernfront vorbei, die ihr auf dem Bild oben rechts sehen könnt.

Kanab, Utah

Kanab
Kanab

 

 

Schließlich passierten wir noch Kanab, eine kleine Stadt, die uns auf Anhieb so sympathisch war, dass wir trotz aller Zeitnot noch ein bisschen umherschlenderten. Hier war von Tourismus nichts zu spüren und so konnte man ein wenig ursprüngliches Amerika auf sich wirken lassen. Naja, ich gebs zu: auf den Bildern sieht es auch hier ziemlich touristisch aus...

Red Canyon

Red Canyon
Red Canyon

 

 

Auf der Weiterfahrt kamen wir noch am Red Canyon vorbei. Auch dieses rote Wunder war nicht eingeplant, doch allein von der Straße aus so schön anzusehen, dass wir auch hier hielten, um ihn auf dem Pink Ledges Trail zu erkunden. Dieser Trail ist zwar nur 1 km lang, führt aber direkt zu den eindrucksvollen Felsskulpturen. Ein lohnenswerter Halt auf dem Weg zum weit bekannteren Bryce Canyon. Klein aber oho!! Seht selbst:

Bryce Canyon

Bryce Canyon
Bryce Canyon

Vom Red Canyon schon sehr begeistert, waren wir nun auf unser eigentliches Ziel gespannt. Und wir wurden nicht enttäuscht: Der Bryce Canyon ist magisch, mystisch, wunderschön. Es ist kaum zu glauben, dass die Natur so bizarre Welten schafft. Kein Wunder, dass die Indianer meinen, die Felsen seien von den Göttern versteinerte Menschen. Trotz der üblichen Hitze und schlauerweise ohne Wasser, dafür hoch motiviert, wollten wir wenigstens ein kleines Stück in den Canyon hinuntergehen. Was war das Ende vom Lied: Wir wanderten bis zum Grund des Canyons und dort auch noch ein Stück, weil es einfach zu schön war. Ich kann diese Stimmung auf dem Canyongrund gar nicht mit Worten beschreiben; es war dort unten ganz ganz ruhig, bis auf die Vögel, die in den Bäumen zwitscherten, das Licht wirkte durch die emporragenden roten Felsen pastellig. Mir fiel nur ein Wort ein: Zauberwald. Nur leider mussten wir ja wieder zurück und zwar bergauf und ohne Trinken. Wieder oben angekommen waren wir zwar fix und fertig aber glücklich!!!

Am Eingang zum Nationalpark kann man sich dann wieder von den überwältigenden Eindrücken bei Eis und Limo erholen. Hierfür wurde eigens Old Bryce Town errichtet; eine kleine Westernfront mit Souvenirgeschäften, Rock Shop und Eisbude.

Zion National Park

Abends erreichten wir dann nach einer Gesamtfahrstrecke von ca. 500 km ( inklusive Abstechern ) unser Übernachtungsziel: Den Zion National Park. Hier übernachteten wir auf der "Zion Mountain Ranch" in einer kleinen Blockhütte nur für uns mit Sicht auf große Weideflächen. Leider waren keine Bisons zu sehen, die hier sonst weiden sollen. Vermutlich hatten sie schon Feierabend, schließlich war es schon spät... Vom ersten Eindruck unserer Unterkunft schon mehr als positiv überrascht, öffneten wir die Tür. Die Einrichtung überzeugte uns dann vollends darin, die richtige Wahl getroffen zu haben. Neu, doch urig und gemütlich. Hier könnten wir es länger aushalten. Aber wir hatten natürlich wieder nur eine Nacht gebucht.

 

An unserer Veranda entdeckte ich eine merkwürdige Keramikschale. Sie hing wie eine Pflanzschale an einer Metallkette von einem Balken herunter, war jedoch nicht bepflanzt. Hm! War es vielleicht ein Aschenbecher? Ich widerstand der Versuchung, die Schale als solchen zu gebrauchen. Zum Glück, denn plötzlich huschte etwas aus der Luft heran und surrte um die Schale herum. Es handelte sich um eine Kolibritränke! Meine Güte sind die flink. Das Foto kostete mich fast einen ganzen Satz Akkus und einen steifen Arm.

Am 29.Juli brachen wir früh morgens auf mit Ziel Las Vegas. Da es von unserer Blockhütte in die Spielerstadt nur 200 km waren, hatten wir genügend Zeit, die Schönheit des Zion National Parks zu genießen. Da unser Domizil am östlichen Parkeingang lag, mussten bzw. durften wir ihn komplett durchqueren. Via Zion-Mount Carmel Highway fuhren wir durch einen 2 km langen Tunnel durch die Felsen in den Zion Canyon, immer entlang des Virgin River, vorbei an mächtigen Felsen und interessanter Vegetation.

Las Vegas

 

Viva Las Vegas! Am späten Nachmittag erreichten wir die berühmte Spielerstadt an der äußersten Südspitze Nevadas. Hier hatten wir zwei Nächte im Hotel "Mirage" gebucht. Im "Mirage" traten die Illusionisten Siegfried und Roy, bis zu der Beißattacke auf, weshalb das Hotel ganz in ihrem Zeichen steht. Der Poollandschaft angegliedert ist der "Secret Garden", in dem die berühmten weißen Löwen und Tiger leben. Die Hotellobby ist einer Dschungellandschaft nachempfunden, mit Wasserfällen und tropischen Pflanzen. Vor dem Hotel bricht von der Dämmerung bis Mitternach viertelstündlich ein simulierter Vulkan aus. Kitsch as Kitsch can! Aber so ist Vegas.

Wir verbrachten auch noch den nächsten Tag in der Glitzermetropole. Schwitzend spazierten wir den Strip hoch und runter, kühlten uns in den interessanten Hotelanlagen ab, bewunderten die sich im Takt zur Musik bewegenden Fontänen vor dem Bellagio, parkten verbotenerweise für ein Foto am Vegasschild, verzockten natürlich etwas Geld, besuchten eine kitschige Weddingchapel und staunten, wie schnell Vegas sich doch immer wieder verändert. 1994 war die Fremont Street noch die Hauptzockermeile, heute haben ihr die riesigen Themenhotels den Rang abgelaufen. Um halbwegs Schritt zu halten entstand eine mit LED-überdachte Fußgängerzone und die Kasinolandschaft "Freemont Street Experience", was dazu führte, dass der "Vegas Vic" nun nicht mehr direkt in den Himmel leuchtet und wir uns völlig neu orientieren mussten.

Death Valley

Am 31.Juli verließen wir Las Vegas wieder, was irgendwie gar nicht so schlimm war. Die Stadt ist irgendwie sehr anstrengend gewesen; nicht nur wegen des permanenten Geflackers und Geblinks sondern auch wegen der Dauerbeschallung aus allen Ecken. Erschwerend hinzu kam noch die Hitze und die vielen Menschen. Nach dem vorausgegangenen Nationalpark-Programm waren wir das alles gar nicht mehr gewohnt. So waren wir froh wieder einen Nationalpark vor uns zu haben. Im Death Valley angekommen, dachten wir zunächst, unsere Ohren hätten in Las Vegas Schaden genommen, denn wir hörten: Nichts! Was für ein Kontrast! Kein Blingbling, kein Lärm, nur Weite und Stille. Obwohl: Die Hitze war noch da und es sollte noch heißer werden...

Wir übernachteten auf der "Furnace Creek Ranch", einer Oase inmitten des Tal des Todes.

Badwater
Badwater

Und der Name Tal des Todes kommt nicht von ungefähr: Mitte des 19. Jahrhunderts sind viele Goldsucher auf ihrem Weg durch die Wüste qualvoll gestorben. Die Indianer nennen das Gebiet Tomesha, was "Brennendes Land" bedeutet. Wir pflichten ihnen bei, denn so eine Hitze haben wir wirklich noch nie erlebt und wir haben ja bereits vorher oft geschwitzt. Aber in der Salzebene bei Badwater befanden wir uns am tiefsten ( 86 m unter dem Meeresspiegel ) und heißesten Punkt der USA. Dort waren es sage und schreibe 54°C! Hier konnte man nicht mehr von Schwitzen sprechen, sondern es fühlte sich an als würde man in einem Backofen stehen. Die Hitze piekste auf der Haut und ein längerer Aufenthalt in der prallen Sonne ohne auch nur einen Schattenspender war beim besten Willen nicht möglich.

Zabriskie Point
Zabriskie Point

Doch ist die Landschaft dennoch traumhaft schön: Außer der weiten Salzebene des Badwater Bassins, lohnt eine Rundfahrt entlang des Artist's Drive. Hier schillern die Felsen durch die enthaltenen Metalle in den unterschiedlichsten Farben; so ist das Eisenerz für die roten, rosanen und gelben Farbtöne verantwortlich, Mangan für die Farbe Purpur und Glimmer und Kupfer für die verschiedenen Grünabstufungen verantwortlich. Besonders beeindruckend sind die Felsen, wenn sie in der Dämmerung allmählich komplett in rotes Licht getaucht werden. Richtiges Wüstenflair vermitteln die großen weißlich-gelben Quarzsanddünen hinter der Oase von Stovepipe Wells. Nie hätten wir gedacht, dass eine so lebensfeindliche Gegend so schön sein kann.

Mono Lake

Am 01.August verließen wir auf schnurgerader Straße das Death Valley um unser nächstes Übernachtungsziel im Yosemite National Park anzufahren. Fest eingeplant war dabei der Besuch des Mono Lakes. Auf dem Weg dorthin wurden die Berge wieder höher und die Vegetation grüner.

Mono Lake
Mono Lake

 

Schon bald sahen wir von Weitem den mit Tuffstein-Skulpturen gespickten Mono Lake. Diese oft meterhohen Felsformationen entstanden, da das alkalische Seewasser den Kalk aus dem Quellwasser bindet. Dass sie schließlich sichtbar wurden, liegt allerdings daran, dass vier der fünf Zuflüsse des Mono Lakes zwecks Wasserversorgung nach Los Angeles abgeleitet wurden, wodurch sein Wasserstand gravierend sank und er immer mehr versalzte. So ist der See zwar wunderschön anzusehen, ist jedoch auch Zeichen der Umweltzerstörung durch den Menschen.

Bodie

Bodie
Bodie

Nur wenige Kilometer nördlich des Sees liegt am Fuße des Bodie Mountain die wohl schönste Geisterstadt Kaliforniens. Bodie wird als State Historic Park im Zustand des kontrollierten Verfalls erhalten und bezeugt so noch ein sehr realistisches Bild vom Leben um 1900. In seiner Blütezeit 1879 lebten in der Goldgräberstadt über 10 000 Menschen. Die Stadt war berüchtigt wegen ihrer rauen Sitten, dennoch Hoffnung vieler Menschen auf ein besseres Leben, nachdem die Minen Nevadas erschöpft waren. Die noch 170 zu sehenden Häuser sind zum Teil noch voll möbliert und zeugen vom plötzlichen Aufbruch der Menschen, nachdem auch hier die Goldquelle versiegt war. Wir drückten uns fast zwanghaft die Nasen an jeder Fensterscheibe platt und lugten durch jedes Loch, um möglichst viel vom Geist der Zeit zu erhaschen, denn betreten, darf man die Räume der Gebäude nicht. Dicker Staub der Geschichte liegt auf allen Gegenständen und man mutmaßt unweigerlich, was für ein Mensch hier wohl lebte. Nachdem wir genug Geschichte gesehen, erlebt, gespürt und geatmet hatten, verließen wir Bodie, das kleine Idyll vergangener Zeit.

Yosemite National Park

 

 

 

Über den Tioga-Pass, von dem wir nochmal eine hervorragende Sicht auf den Mono Lake und das bereits durchfahrene Gebiet hatten, fuhren wir weiter in den Yosemite National Park.

Olmsted Point
Olmsted Point

Der Yosemite Park ist das schönste Hochtal der Sierra Nevada, einer 600 km langen Gebirgskette, die sich von Kalifornien bis Nevada erstreckt. Bereits 1864 wurde das Gebiet von Abraham Lincoln zum Schutzgebiet erklärt. 1890 wurde dann der Nationalpark eingerichtet. Heute gehört der Yosemite Nationalpark zum Unesco-Welterbe. Und es ist wirklich wunderschön hier: der Park umfasst eine faszinierende Berglandschaft mit mehr als 3000 m hohen Granitgipfeln, blühenden Bergwiesen, tiefen Wäldern, Wasserfällen und kristallklaren Seen. Hier hat sich der liebe Gott einmal so richtig ausgetobt! Auf dem Bild oben links mutet es an, als hätte er mit den Felsen Murmeln gespielt... Manchmal hat man merkwürdige Assoziationen.

Wir übernachteten in der "Yosemite Lodge at the Falls", die aufgrund ihrer Lage nicht gerade ein Schnäppchen war. An der Lage direkt an den Yosemite Falls gab es auch nichts zu mäkeln, an den abgewohnten Zimmern allerdings schon... Sei es drum, wären wir nicht gerade in der trockensten Zeit hier gewesen, hätten wir die hohen Wasserfälle sogar auf unserer Terrasse rauschen gehört, so waren sie leider nur ein kleines Rinnsal. Bei Ankunft bekamen wir Knicklichte ausgehändigt, da die Stromzufuhr in der Anlage wegen vorausgegangener großer Brände im Park noch nicht 100%ig gesichert war; dennoch funktionierte alles einwandfrei. Überdies bekommt jeder Gast eine Broschüre zum Schutz vor "Bärenschäden". So wird darauf hingewiesen, dass man keine Lebensmittel im Auto lassen soll, da sich die Bären sonst ordentlich daran zu schaffen machen. Es gab hier also auch in Hotelnähe Bären! Wir hatten wie bereits erwähnt ein Zimmer im Erdgeschoss mit Terrasse zum Wald. So weit, so gut. Als wir nun aber abends noch auf selbiger saßen und einen kleinen Schlummertrunk nahmen, raschelte und grummelte es auf einmal in unmittelbarer Nähe. Schnell nahm mein Mann sein Getränk, ging ins Zimmer und schloss die Tür. Schönen Dank auch: Ich war noch draußen... Nach energischem Klopfen und kurzem Schimpfen brachte auch ich mich in Sicherheit. Gesehen haben wir aber keinen Petz.

 

 

Doch nicht nur Bären schienen in dieser schönen Natur ein wenig lästig werden zu können, nein auch die Hörnchen machten gelegentlich Ärger. Überall lagen, saßen oder knusperten sie herum, so dass sogar im Restaurant die ausgegebenen Speisen mit einer Schutzhaube versehen wurden, die draußen unbedingt auf den Tellern verbleiben sollten. Warum, seht ihr auf dem Bild.

 

Doch sind alle Tiere trotz oder wegen der gewaltigen Besucherströme im Park nicht scheu. Selbst als wir an einem wunderschönen einsam gelegenen kleinen See verweilten und im klaren Wasser planschten, tauchte plötzlich ein Reh auf, trank gemütlich und ließ sich nicht stören. Zum Glück war es kein Bär, denn wir waren dort wirklich alleine. Mein Mann hätte sich vermutlich noch schnell auf einen Baum retten können, aber Frau Unsportlich hätte gut gemundet... Naja, es war ja nur Bambi.

Merced River
Merced River

 

 

Überhaupt machte hier die hochsommerliche Hitze weit weniger zu schaffen als in den kargeren Gegenden. Da die einzige durch den Park führende Passstraße überwiegend konsequent dem Verlauf des Merced Rivers folgt, konnte man wann immer einem danach war, rechts ran fahren und ein Bad im Fluss nehmen. Das Wasser war sehr erfrischend, da es direkt von den Gletschern kam und auch eine recht starke Strömung aufwies.

Nach einem unbeschwerten Tag in wunderschöner Natur, folgte abends dann ein großer Schreck: Feueralarm in unserer Lodge! Plötzlich waren sie wieder da, die Bilder von den verheerenden Bränden, die wenige Wochen zuvor durch die Medien gingen und große Teile des Parks vernichtet hatten. Alle liefen nach draußen, die einzige Straße war voller Menschen, nur jemand war nicht zu sehen: die vielen Hörnchen waren verschwunden. Jetzt wurde mir richtig mulmig, wenn die kleinen, sonst nicht scheuen Nager das Weite suchten, dann musste Gefahr im Verzug sein. So brachte ich meinen Mann dazu, dass wir unsere Sachen packten und in den nächstgelegenen civilization point Curry Village fuhren. Diese Idee hatten anscheinend noch einige andere Parkbesucher und so war es dort rappelvoll. Nach einiger Zeit gab es jedoch zum Glück Entwarnung: Es hatte nur in der Küche unserer Lodge gebrannt und ein Ausbreiten der Flammen konnte verhindert werden. So kehrten wir spät abends wieder in unser Zimmer zurück, das Knicklicht trotzdem griffbereit und froh, dass die Natur und wir vom Feuer verschont geblieben waren.

San Francisco

Golden Gate Bridge
Golden Gate Bridge

 

 

Am 04.August verließen wir diesen wunderschönen Flecken Erde. 400 km lagen nun vor uns auf unserem Weg nach San Francisco. Die Fahrt verging jedoch wie immer im landschaftlich reizvollen Westen der USA recht schnell.  Und dann sahen wir sie: Die Golden Gate Bridge! Schwuppdiwupp Scott McKenzie eingelegt und laut mitgesungen "If you're going to San Francisco...". So überquerten wir die San Francisco Bay auf diesem 1937 eröffneten, 2737 m langem architektonischen Meisterwerk. Am anderen Ende parkten wir dann, um auch noch einmal zu Fuß ein Stück auf der Brücke zu gehen.

Wir wohnten 3 Nächte im Hotel "Bijou", dem saubersten Hotel auf unserer Reise. Es war bestückt mit Dekorationen aus Filmen, die in San Francisco spielen; wir bekamen das "Mrs. Doubtfire"-Zimmer. Auch die Lage in unmittelbarer Nähe des Union Squares war ein Pluspunkt, dennoch wunderten wir uns, warum das Hotel bei Einbruch der Dunkelheit abgeschlossen wird. Ich sollte den Grund bald erfahren. Bereits am ersten Abend kam ich auf die grandiose Idee, mir in einem Shop an der nächsten Querstraße Zigaretten zu kaufen. Da es nur ein paar Schritte waren, ging ich trotz Dunkelheit alleine los, das Hotel und die belebte Powell Street immer in Sichtweite. In der Querstraße waren jedoch nur ziemlich zerlumpte Gestalten unterwegs, also huschte ich schnell in den Shop. Als ich bezahlen wollte, sprach mich ein Obdachloser wegen etwas Kleingeld an. Bis hierhin alles halb so wild. Als ich mich jedoch wieder dem Kassierer zuwandte, blickte ich in den Lauf eines Gewehrs. Au weia! Zwar galt diese von lautem Geschimpf begleitete Drohgebärde nicht mir sondern dem Obdachlosen, der dort augenscheinlich nicht erwünscht war, doch stand ich ja nun mal dazwischen. Wohlbehagen ist was anderes. Nachdem der arme Vagabund schnell das Weite suchte, tat ich es ihm nach und gab ihm vor der Tür noch etwas Geld. Das bekamen jedoch andere mit, die mir folgten. Also schnell zurück zum Hotel. Aber da war ja abgeschlossen. Ich trommelte an die Tür und hechelte mit meinem Einkauf aufs Zimmer, wo ich nach aufgebrachtem Bericht nur den trockenen Kommentar bekam:"Jetzt siehst du mal, Rauchen kann tödlich sein."

Lombard Street
Lombard Street

 

Am nächsten Tag steuerten wir erstmal die bekanntesten Sehenswürdigkeiten der Stadt an. Unbedingt wollten wir einmal die Lombard Street, die kurvenreichste Straße der Welt, herunterfahren. Außer uns hatten dies noch zahllose andere Autofahrer im Sinn, weshalb wir ewig in einer langen Autoschlange warten mussten, um letztlich in wenigen Minuten im Schritttempo zwischen Rhododendren hinabzukurven. Am Ende der Straße steht den ganzen Tag jemand, um ein Verkehrschaos zwischen Kurventouris und dem regulären Querverkehr zu verhindern.

Dann machten wir uns auf zum Pier 39 an der Northern Waterfront. Hier herrschte ordentlich Trubel mit Straßenmusikanten, Jongleuren und allerlei anderer Kleinkünstler. Zudem gibt es hier einige nette Galerien, aber auch Krimskramsläden und verschiedene Lokalitäten. Im Hafenbecken neben all dem Trubel, befand sich (unüberhörbar) die für uns größte Attraktion: Auf Pontons lagen unzählige Seelöwen. Geschützt vor Haien und anderen natürlichen und unnatürlichen Widrigkeiten ließen sie es sich hier augenscheinlich richtig gut gehen. Wir konnten uns kaum von ihnen trennen, doch auf Dauer war es auch etwas zu kalt und wir mussten uns wieder warm laufen.

 

 

 

 

A propos "warm laufen": In San Francisco war es wirklich kalt. Schwitzten wir in allen vorausgegangenen Orten, so zogen wir hier Pulli und Jacke an. An der San Francisco Bay weht immer ein frischer Wind und die Temperaturen steigen selten über 24°C. Wir hatten an diesem Augusttag jedoch gerademal 10°C und schlotterten doch sehr, als wir von Pier 39 zur Fisherman's Wharf liefen.

 

Fisherman's Wharf ist das ältere Pendant zum Pier 39. Auch hier gibt es ein buntes Unterhaltungsprogramm und einige Geschäfte. Besonders zu erwähnen sind allerdings die Fischrestaurants, die hier fangfrischen Fisch und besonders Krustentiere anbieten, bei deren Zubereitung man den Köchen sogar zusehen kann.

Alcatraz
Alcatraz

 

 

 

Eigentlich wollten wir von Pier 33 mit dem Boot auf die Gefängnisinsel "Alcatraz" fahren. Dummerweise hätte man die Karten für diese Unternehmung zuvor reservieren müssen und dies am besten 4 Wochen im Voraus. Sind wir sonst doch immer so gut vorbereitet, haben wir ausgerechnet diese Neuerung verpasst. So ein Ärger!

So schlenderten wir eben die Jefferson Street zum San Francisco Maritime National Historical Park entlang. Hier wird die Geschichte der Seefahrt seit dem 19. Jahrhundert dokumentiert. An der Hyde Street Pier sind die alten Schiffe zu sehen und auch zu begehen.

Cable Car
Cable Car

Durchgefroren stellten wir uns danach noch an eine Haltestelle der Cable Car, die seit 1873 im Einsatz ist. Einst fuhren 600 Wagen durch die Straßen San Franciscos, bis das Automobil sie überflüssig machte. Heute sind sie eine Touristenattraktion, die zudem viele wichtige Orientierungspunkte der Stadt anfährt. Wenigstens hier hatten wir Glück und konnten ganz vorne mitfahren. Hierzu hielten wir uns stehend in der offenen Tür fest und konnten so die steilen Straßen besonders gut erleben. Zu Fuß ist man hier schnell außer Atem, da die Straßen zum Teil derart steil sind, dass ein Spaziergang zum Workout wird.

 

 

 

Wieder am Ausgangspunkt angekommen, beschlossen wir, noch nach Haight-Ashbury zu fahren. Denkt man an San Francisco, denkt man automatisch auch an Hippies und ihre Parole "Make Love not War". In diesem Stadtteil startete in den 1960er Jahren die Flower Power-Bewegung. Es ist hier immer noch recht bunt aber auch ziemlich schmuddelig und irgendwie nicht recht einladend. Dennoch sollte man es einmal gesehen haben.

Botanischer Garten
Botanischer Garten

 

Auf dem Rückweg von Haight Ashbury nach Downtown kamen wir auch an San Franciscos Botanischem Garten vorbei. Bei dem bedeckten Himmel wirkten die Farben der Blumenrabatten nicht so sehr, was ein asiatisches Brautpaar nicht davon abhielt, für Hochzeitsfotos zu posieren. Ich fror gleich noch mehr, als ich das schulterfreie Kleid der Braut sah. Lustigerweise blitzte beim Positionswechsel eine Jeans unter dem langen Rock hervor. Clever!

Chinatown
Chinatown

Müde und verfroren gingen wir voll Vorfreude auf den nächsten Tag ins Bett. Am nächsten Morgen schien endlich wieder die Sonne, wodurch die Stadt noch schöner wirkte. Heute stand Chinatown auf dem Programm. In San Francisco befindet sich die größte chinesische Gemeinde außerhalb Asiens. Chinatown umfasst acht Straßenzüge, in denen etwa 80000 Menschen leben. Tritt man durch das farbenprächtige Drachentor, fühlt man sich wie in einer anderen Welt. Die Gerüche, die Auslagen der Geschäfte, der Baustil, das Stimmengewirr und die chinesischen Zeichen an den Fassaden, lassen einen Glauben, die USA mit wenigen Schritten verlassen zu haben. Chinesen der alten Generation halten hier ihre Traditionen aufrecht und sprechen zum Teil noch nicht einmal Englisch. Chinatown muss man gesehen haben!

Ein weiterer Pflichtpunkt eines San Francisco Besuchs ist der im Viertel Western Addition gelegene Alamo Square. Eines der bekanntesten Motive sind die "Painted Ladies", pastellfarbene, viktorianische Reihenhäuser und Villen aus dem 19. Jahrhundert. Steht man auf der höher gelegenen Grünfläche des Alama Squares taucht die moderne Skyline hinter den historischen Häusern auf. Ein schöner Kontrast der Stadtgeschichte!

Und dann war unser Aufenthalt in dieser traumhaften Stadt auch schon wieder Geschichte. Im Folgenden noch ein paar Impressionen aus den berühmten Straßen von San Francisco:

Von San Francisco aus lohnen sich auch Abstecher nach Sausalito und zum Muir Woods National Monument, die ich euch natürlich nicht vorenthalten möchte.

Sausalito

Sausalito liegt direkt am anderen Ende der Golden Gate Bridge im nördlich gelegenen Marin County. Die Künstlerkolonie zählt zu den beliebtesten Ausflugszielen der Bewohner San Franciscos. Meistens ist das Wetter auf dieser Seite der Bucht besser, da die kalten Pazifikwinde bereits abgeschwächt sind. Sausalito ist ein hübscher, gepflegter Ort mit vielen Galerien und schönen Restaurants. Vom Vina del Mar Plaza hat man einen herrlichen Blick über die Bay auf die Wolkenkratzer San Franciscos.

 

 

Nicht weit von den an den Hang gebauten und mit Treppen verbundenen teils 100 Jahre alten Häusern am zentralen Bridgeway entfernt, ist in der Marina von Sausalito die Hausboot-Kolonie zu finden, die den Fischerort Anfang der 1960er Jahre berühmt machte.

Muir Woods National Monument

Ebenfalls nur ca. 20 km nördlich von San Francisco entfernt und hervorragend mit einem Abstecher nach Sausalito kombinierbar, lohnt ein Besuch des Muir Woods National Monuments. Hier findet man die bis zu 1000 Jahre alten und 80 m hohen Küstensequoias. Auf dem Muir Woods Nature Trail kann man den Riesenbaumhain bequem durchwandern. John Muir, der Namensgeber des Parks, bewahrte die nur noch an der kalifornischen Küste zu findenden hölzernen Giganten vor weiterer Abholzung. Besonders schön finde ich sein Zitat:"Bäume sind Gedichte, die die Erde in den Himmel schreibt."

Highway #1

Am 07. August ließen wir die Bucht von San Francisco hinter uns und machten uns auf den Weg Richtung Süden. Hier war der Weg wirklich das Ziel. 640 km auf der Traumstraße der Welt, dem Highway #1, lagen vor uns. Der Großteil der legendären Küstenstraße führt direkt am Pazifik entlang, bis sie in Los Angeles endet. Mehrmals kreuzt der Highway #1 den Camino Real, den Verbindungsweg zwischen den Küstenniederlassungen der früheren spanischen Kolonialmacht. Um das Kolonialreich in Mexiko abzusichern, ließ der spanische König zwischen 1769 und 1823 21 Missionskirchen von Franziskanermönchen errichten. Doch dazu noch später mehr. Unser erster Stopp war im Surferparadies Santa Cruz. Doch statt der Surfer hatten an diesem Tag Pelikane die Bucht eingenommen. So viele auf einem Haufen hatten wir noch nie gesehen. Schaut sie euch an:

Zufällig entdeckten wir hinter Santa Cruz das Schild zum Ano Nuevo State Reserve, dem wir prompt folgten. Was für ein lohnender Abstecher. Durch eine schöne Dünenlandschaft machten wir uns auf den Weg zum Meer. Da wir eine hohe Sanddüne überwinden mussten, zog ich es vor, barfuß zu gehen, da mein untaugliches Schuhwerk permanent voll Sand war. Auf der anderen Seite der Düne sah auch ich dann das Schild, das vor Schlangen warnte. Mal wieder Glück gehabt. Schlangen wollten wir nun wirklich nicht treffen. Wir waren wegen ganz anderer Tiere hier. Mit einer kräftigen Brise konnten wir sie die dann auch schon riechen. Der Strand war voller Seeelefanten. Die meisten lagen faul in der Sonne, andere balgten im Meer. Ein Park Ranger gab Informationen zu den Besonderheiten dieser imposanten Tiere und wies auf ein verlassenes Leuchtturmwärterhaus auf der direkt vorgelagerten Felseninsel hin, das komplett von Seelöwen besetzt war, sogar in der Badewanne im obersten Stock wurden sie angetroffen. Da erkannten wir, dass wir den vor uns liegenden Kolossen Unrecht getan hatten: Der Gestank kam eindeutig aus dem Haus, wie uns auch der Ranger bestätigte.

Monterey

Unser Etappenziel für heute war die zu Beginn des 17. Jahrhunderts gegründete zeitweilige Hauptstadt Kaliforniens: Monterey. Später wurde sie bedeutende Walfangstation und Fischereihafen, der durch John Steinbecks Roman "Straße der Ölsardinen" weltbekannt wurde. Da die Sardinen- und Thunfischbestände vor der Küste längst leergefischt wurden, sind in die ehemaligen Konservenfabriken an der Cannery Row Restaurants und Andenkenläden eingezogen. Der 3 km lange Path of History verbindet einige Gebäude aus der Zeit bis 1850 und ist somit ein interessanter Spaziergang durch die Geschichte des Ortes. Empfehlenswert ist auch der Besuch der Fisherman's Wharf, an der einst die Fischkutter festmachten. Heute werden von hier aus Walbeobachtungsfahrten für Touristen angeboten. Zudem lümmelten hier überall Seelöwen herum und Pelikane herum.

17-Mile-Drive

Wir übernachteten im "Lighthouse Inn" im nahtlos in Monterey übergehenden Pacific Grove. Hier hatten wir ein sehr gemütliches Zimmer mit Kamin, den wir auch nutzten, da es mal wieder kälter als erwartet war. Abends wurde ein kostenloses Burger-Barbecue veranstaltet, das wir dankbar annahmen. Direkt ab Pacific Grove beginnt der 17-Mile-Drive, eine gebührenpflichtige Küstenstraße, die an imposanten Villen vorbeiführt und die gesamte Halbinsel von Monterey umrundet. Leider war es sehr bedeckt und nieselte. Bei meiner ersten Reise durch die USA 1994 sah die Küste im Sonnenschein noch viel schöner aus. Auch hier wimmelte es von allerlei Getier, besonders Hörnchen waren sehr präsent. Da wir ja ein großes Herz für die kleinen Nager haben, hatten wir stets ungesalzene Erdnüsse in der Tasche, die dankbar und etwas gierig angenommen wurden. Irgendwann standen wir inmitten einer Hörnchenmeute, von denen einige ganz Mutige sogar auf meinem Mann herumkletterten, gerade als eine französische Reisegruppe aus einem Bus stieg. Nun ist der Mann mit den Hörnchen vermutlich in sämtlichen Fotoalben, so wie deren Kameras klickten...

Doch gab es hier auch Seelöwen, Robben, lustige Vögel und mein Lieblingstier auf dieser Reise, das ich fast übersehen hätte. Als ich gerade den posierenden Seelöwen im Visier hatte, hörte ich schon die ganze Zeit ein leises "Klack", konnte es jedoch nicht zuordnen, bis mein Mann zwischen Seetang und Treibgut einen Seeotter entdeckte. So etwas Süßes: Der kleine Kerl schwamm auf dem Rücken und ließ sich ein paar Muscheln schmecken. Um sie zu öffnen hatte er einen Stein auf dem Bäuchlein liegen, auf die er sie schlug und so das "Klack" verursachte.

The Lone Cypress
The Lone Cypress

 

Wohl oder übel mussten wir uns irgendwann von dem kleinen Kerl verabschieden und das nächste Fotoziel ansteuern. Vorbei an windgebeutelten Bäumen und zerklüfteten Felsen folgten wir der kurvigen Straße weiter. Schließlich kamen wir am meistfotografierten Baum Kaliforniens an, der einsamen Zypresse. Ungeschützt steht sie allein auf einem ins Meer ragenden Felsen, wo sie schon seit ewigen Zeiten den rauen Winden trotzt. Respekt!

 

Weitere Impressionen vom 17-Mile-Drive seht ihr hier: 

Carmel

Carmel Mission
Carmel Mission

Vom 17-Mile-Drive zweigten wir auf der Rio Road am südlichen Rand des hübschen Örtchens Carmel, dessen Bürgermeister einst Clint Eastwood war, direkt zur 1770 gegründeten Carmel Mission ab. Diese Mission war einst Hauptsitz der missionarischen Bewegung in Kalifornien und ist nun die letzte Ruhestätte des seliggesprochenen Franziskaner-Mönchs Junipero Serra, dem Gründer sämtlicher Missionen am Camino Real. Hier wurden Indianer zum Christentum bekehrt und mussten die Missionsstationen bewirtschaften. Viele von ihnen starben an den für sie unbekannten Krankheiten der Europäer und wurden auf Friedhöfen hinter den Missionen begraben. Auch hinter der Carmel Mission sind die mit Muscheln geschmückten Indianergräber zu sehen.

Besonders sehenswert war der pittoreske Innenhof der Mission.

Big Sur

Big Sur
Big Sur

Von Carmel fuhren wir nun den rund 150 km langen Abschnitt des Highway #1, dem die Spanier den Namen El Pais Grande del Sur (das große Land im Süden) gaben. Später wurde daraus Big Sur. Erst Ende der 1930er-Jahre bauten chinesische Arbeiter und kalifornische Strafgefangene die Straße in die Felsen. Zuvor führten nur unbefestigte Wege in das Gebiet zwischen den Santa Lucia Mountains und der felsigen Pazifikküste. Hier boten sich uns nach jeder Kurve neue fantastische Ausblicke, die zum Halten und Staunen zwangen. Von den großen Bränden wenige Wochen zuvor war nichts mehr zu sehen. Ein Wunder wie schnell die Natur sich immer wieder erholt!

Den Highway #1 in einem Stück zu fahren ist zwar kilometertechnisch möglich, doch wäre es ein Frevel! Bei jeder Haltemöglichkeit hielten wir und ließen den Blick schweifen, über Weideflächen mit Rindern vor Felsenbögen im Meer, über Brücken (wie die Bixby Creek Bridge und die Rocky Creek Bridge), die spektakulär über Canyons führen, über blühende Hänge, die von tosender Gischt geküsst werden und auch einfach so über den Pazifik, wo wir vor "Gordas Café" sogar weit draußen Wale sahen. Auch kletterten wir auch einmal hinunter, um dem Meer ganz nah zu sein.

 

Kurz vor unserem heutigen Etappenziel in Cambria, entdeckten wir direkt an einem Strand an der Straße eine Seeelefanten-Kolonie. Natürlich mussten wir anhalten und gucken. Es war unglaublich, man konnte direkt an die großen Tiere herangehen. Das taten wir dann lieber doch nicht, denn auch wenn sie nicht so aussehen, können sie plötzlich auf einen losgehen und auch böse beißen, wie wir von dem Ranger im Ano Nuevo State Park erfahren hatten.

Fog Catcher Inn
Fog Catcher Inn

Spät abends erreichten wir unser wunderhübsches Hotel "Fogcatcher Inn" in Cambria. Es lag direkt am Meer und bestand aus mehreren urigen kleinen Gebäuden, die sich perfekt in das Küstengebiet fügten. Unser Zimmer war urgemütlich und trotzdem sehr geräumig. Da es wie bislang immer an der Küste doch ziemlich frisch war, machten wir unseren Kamin an und wärmten uns ein wenig auf. Der Rezeptionist empfahl uns noch ein Fischrestaurant, wobei er mehrfach darauf hinwies, dass man dort nur bar zahlen könnte. Das ist in den USA ja extrem unüblich. So guten Fisch hatten wir noch nie gegessen! Es wurde nur angeboten, was das Meer diesen Tag bescherte und bei der Zubereitung konnte man zusehen, vorausgesetzt man konnte seinen Blick vom Meer lösen, das direkt vor dem Fenster lag. Satt und zufrieden kuschelten wir uns danach in unser Bett. (Irgendwann kriege ich dann auch wieder raus, wie das Restaurant hieß...)

 

Im Folgenden noch ein paar Küstenbilder:

"Big Sur ist das ideale Antlitz der Erde, so wie es der Schöpfer erdachte."

Da können wir Henry Miller, der wie viele andere Künstler auch, 17 Jahre in dieser dünn besiedelten Gegend lebte, nur beipflichten.

 

 

Los Angeles

Downtown LA
Downtown LA

 

 

Am 09. August machte sich schon ein leises Gefühl der Wehmut breit. Je näher wir Los Angeles kamen, umso mehr mussten wir uns von der Natur verabschieden. Immer flacher wurde die Küste, immer dichter der Verkehr, immer dichter besiedelt das Land. Auch die Temperaturen stiegen wieder. Zudem war die letzte Station dieser wunderbaren Reise erreicht. Wir waren wieder in Downtown LA, dort, wo wir 3 Wochen zuvor so freundlich begrüßt wurden. 5 Tage lagen nun noch vor uns. Zunächst bezogen wir unser Hotel "Wilshire Grand", direkt im Financial District. Man kann es treffend beschreiben mit: Lobby hui, Zimmer pfui. Schade, doch zum Glück sollte noch ein Übernachtungshighlight folgen. Zunächst standen die üblichen Touristenmagnete auf dem Programm. Wir starteten in Historic Downtown.

Olvera Street
Olvera Street

 

 

Im Anschluss ging es ins El Pueblo de Los Angeles Historic Monument, dem mexikanischen Viertel und Ursprung der Stadt. Hier steht das älteste Haus, das Avila Adobe. In der Olvera Street quillt es mit Souvenirgeschäften, Restaurants und Mariachi Bands über von mexikanischer Folklore. Aztekische Tänzer traten auf und in der Old Plaza Church, war auch noch Taufsonntag, so dass viele Einheimische in traditioneller Tracht vor Ort waren. Uns wurde wirklich das ganze Programm geboten...

Hollywood

Walk of Fame
Walk of Fame

Da die Sehenswürdigkeiten in dieser großen Stadt sehr weit auseinander liegen, fuhren wir heute viel mit dem Auto. Am Sonntag hielten sich die Staus in Grenzen und auch das Parken war kein Problem, obwohl an den Hotspots natürlich trotzdem die Menschen drängten. Ein solcher Hotspot jedes LA-Besuchs ist natürlich Hollywood. Auch wir mussten den Boulevard der Kinoträume entlangwandern. Ein Wunder, dass es dabei nicht permanent zu Zusammenstößen kommt, da alle nur mit gesenktem Kopf auf dem Walk of Fame gehen. Nicht weil sie frustriert sind, sondern weil man natürlich wissen will, auf wessen Stern man gerade tritt. An Grauman's Chinese Theatre sind die Handabdrücke der Stars im Boden verewigt. Vom Hollywood & Highland Center erhascht man sogar einen Blick auf das knapp 4 km entfernte Hollywood Sign. Vor dem Center posieren allerlei Filmfiguren, mit denen man sich für einen kleinen Obulus fotografieren kann. Wir kauften uns hier eine Starmap, in der die Adressen der Stars verzeichnet sind, gaben sie ins Navi ein und machten uns auf den Weg nach Bel Air und Beverly Hills. Leider sind die Anwesen natürlich gut gesichert und blickgeschützt. Doch standen wir zumindest auf Bruce Springsteens Einfahrt... Wer's braucht!?

Beverly Hills

Beverly Wilshire
Beverly Wilshire

 

 

 

In Beverly Hills schlenderten wir über den Rodeo Drive und bestaunten die exklusiven Auslagen der Geschäfte. Hier befindet sich auch das "Beverly Wilshire"-Hotel, in dem "Pretty Woman" gedreht wurde. Warum haben wir eigentlich nicht hier übernachtet? Da wir ja nichts einkaufen konnten, weil ja Sonntag war, fuhren wir noch ein wenig den Sunset Boulevard entlang und machten uns dann gemütlich auf den Heimweg nach Downtown.

Queen Mary

Queen Mary
Queen Mary

Am nächsten Morgen stand ein Quartierwechsel an und so fuhren wir nach Long Beach, wo wir auf der Queen Mary eincheckten, die dort als Hotel im Hafen liegt. Das war mal eine Unterkunft mit einem ganz besonderen Flair! Wir hatten eine Kabine mit Blick auf Long Beach. Die alten Armaturen im Bad hatten Hähne für Salz- und Süßwasser und die langen Gänge knarzten. Es waren nur wenige Gäste, oder soll ich Passagiere sagen, an Bord, sodass wir das Schiff ganz alleine erkunden konnten. Abends konnte man auch Geistertouren buchen und an manchen Kabinentüren waren Infoblätter über Geistersichtungen angebracht. Das war schon irgendwie spukig.

An Land gab es noch ein verlassen wirkendes Queen Mary Village im englischen Stil, sonst gab es außer einem großen Parkplatz nichts. Aber gerade deswegen konnten wir die besondere Atmosphäre des Ozeanriesen auf uns wirken lassen.

Long Beach
Long Beach

 

 

 

 

Wir sahen uns noch ein wenig in Long Beach um, doch außer der wirklich schönen Yachthafenanlage, gab es hier nicht viel Aufregendes zu entdecken. So genossen wir noch ein wenig die Stille an Deck und einen romantischen Sonnenuntergang. Am nächsten Tag wollten wir es mal ein wenig ruhiger angehen lassen und die Strände im Großraum LA besuchen. Besonders mein Mann hatte sich noch ein besonderes Highlight vorgenommen und war schon ganz aufgeregt. Wie niedlich!

Bei Chip Foose

Am nächsten Morgen frühstückten wir ganz alleine auf dem großen Promenadendeck. Naja, so ganz alleine waren wir auch nicht, denn eine etwas lästige Möwe leistete uns Gesellschaft. Dann ging es auf nach Huntington Beach, wo mein Mann den Helden seiner Lieblingssendung treffen wollte. So fuhren wir an den Drehort von "Overhaulin", einer Sendung in der Menschen damit überrascht werden, dass ihre alten Autos aufgemotzt werden. Dafür verantwortlich und in den USA bekannt wie ein bunter Hund ist Chip Foose, der die Entwürfe designt und auch mit realisiert. Das Tor war offen und so betraten wir die heiligen Hallen. Mein Mann war völlig aus dem Häuschen. Und dann sahen wir auch noch den Herrn Foose. Ich nahm allen Mut zusammen und sprach ihn an, woraufhin er uns sogar in sein Büro einlud, sämtliche Einkäufe signierte und für ein gemeinsames Foto posierte. Der Besuch hatte sich mehr als gelohnt. Schaut euch die Sendung doch auch einmal an, sie läuft in Deutschland auf DMAX.

Venice Beach

Venice Beach
Venice Beach

Venice Beach ist ein völlig durchgedrehter Ort, in dem jeder seinen Auftritt haben kann. Auf dem Ocean Front Walk heißt es "sehen und gesehen werden". So präsentieren sich am Muscle Beach, einem Openair Bodybuilding-Studio, alte und junge Muskelmänner, die hier mehr posieren als trainieren. Es ist hier laut, bunt und alles irgendwie ein wenig schmuddelig. So richtig wohl fühlten wir uns jedenfalls nicht und ich hielt unweigerlich meine Tasche im Getümmel noch etwas fester.

Der eigentliche Venice Beach hingegen ist wirklich schön und entspricht völlig den Vorstellungen eines kalifornischen Traumstrands.

Santa Monica

Pacific Park
Pacific Park

 

 

Im benachbarten Santa Monica gefiel es uns viel besser. Seit 1875 wird hier am breiten Strand gebadet. Die Attraktion ist der fast ebenso alte 330m lange Pier mit dem "Pacific Park" genannten Rummel darauf. Hier bestimmen eher Familien anstatt Selbstdarstellern das Bild. Die Restaurants und Geschäfte sind einladend und die Atmosphäre ist entspannt. Ein schönes Ausflugsziel, doch es zog uns noch weiter die Küste hinauf.

Malibu

In Malibu wollten wir uns nun endlich in die Fluten des Pazifiks stürzen. In einer der exklusivsten Wohngegenden Kaliforniens gingen wir an den Strand mit Blick auf die Stelzenhäuser der Reichen und vieler Prominenter. Baywatch ließ grüßen. Entspanntes Schwimmen war jedoch nicht möglich, da die Brandung sehr stark und das Wasser überdies sehr kalt war. Wobei wir sowieso nie im Meer schwimmen, da es hier ja auch Haie gibt. Wir verbrachten den Rest des Tages hier und ließen die bisherige Reise Revue passieren. Nur noch zwei Tage lagen vor uns.

Universal Studios

Universal Studios
Universal Studios

Am 12. August standen die Universal Studios Hollywood auf unserem Programm. Allerdings sind sie gar nicht in Hollywood sondern weiter nord-westlich in Burbank. Die Studios sind Produktionsstätte und Vergnügungspark in einem, was dazu führte, dass wir die Wisteria Lane aus Desperate Housewifes wegen laufender Dreharbeiten nicht sehen konnten. Dafür sahen wir viele andere Kulissen und Memorabilien bekannter Filme. Leider war kurz zuvor das Rathaus aus "Zurück in die Zukunft" abgebrannt, was meinen Mann sehr enttäuschte. Ich hatte es 1994 noch gesehen, hihi! Mit dem Tourbus fuhren wir durch das gesamte Areal der Produktion und erfuhren und erlebten einiges aus der Trickkiste der Filmemacher. Danach musste mein Mann unbedingt sämtliche Fahrgeschäfte ausprobieren. Ich fuhr nur in der "Men in Black"-Bahn mit, wo wir auf Aliens schossen. Das darf man eigentlich keinem erzählen als erwachsener Mensch, aber es hat Spaß gemacht. Die anderen Bahnen waren mir dann doch zu spektakulär und selbst meinem Mann wurde manchmal schlecht. Aber es hat ihn ja niemand gezwungen. Während ich ständig auf ihn wartete, denn die Schlangen vor den Rides waren lang, schaute ich mir in Ruhe die lustigen Shops und Themenecken an. Besonders erfreute ich mich im Krustyland ("Simpsons")am Kwik-ee-mart, wo ich mir eine Dose "Duff" kaufte. Toll! Überdies stellte ich erstaunt fest, wie die Universal Studios in 14 Jahren erweitert wurden. Der frühere Eingangsbereich war jetzt mitten im Park und führte nur noch in den Themenbereich "Adventureland", wo sich alles um den Spielberg-Film "Jurassic Park" dreht. Alles aufzuschreiben, was wir hier taten oder sahen, würde den Rahmen sprengen. Vielleicht vermitteln ja die Fotos einen kleinen Eindruck des bunten Treibens:

 

 

 

 

Da wir von der Traumwelt Hollywood heute irgendwie gar nicht genug bekommen konnten, flanierten wir im Anschluss noch über den Universal Studios City Walk, wo wir noch in den zahlreichen Souvenirläden stöberten.

Disneyland

Cinderella Castle
Cinderella Castle

Nachdem wir Disneyworld in Florida und Disneyland Paris schon kannten, besuchten wir zum krönenden Abschluss unserer Reise noch die Mutter aller Disneyparks: das vor über 50 Jahren von Walt Disney selbst gegründete Disneyland in Anaheim. In acht Themenbereichen wird hier Spaß pur geboten. Der Satz über dem Eingang in den Park sagt alles: "Here you leave today and enter the world of yesterday, tomorrow and fantasy." Besonders Toontown hatte es uns angetan. Es ist der wohl fröhlichste Platz auf Erden, eine Comicwelt, die es kein zweites Mal gibt. Hier wird man selber wieder zum Kind und so war es uns auch gar nicht peinlich, dass wir in der "Winnie Pooh"-Bahn als einzige Erwachsene ohne Kind einen FastPass gewannen. Die Eintrittskarte in alle Rides ohne Wartezeit. Juchhu! So konnten wir ohne Zeitverlust alle Fahrgeschäfte ausprobieren. Naja, ich wartete meistens wieder.

Bei bestem Wetter genossen wir die fröhliche Stimmung im Park, bewunderten die Paraden und vergaßen sogar den Kummer wegen des nahenden Abschieds von Amerika.

Ants
Ants

 

 

Nebenan bot Disney's California Adventure Park weitere spektakuläre Achterbahnfahrten, die selbst meinen Mann an seine Grenzen brachten. Hier sahen wir die "Pixar Play Parade" mit allen bekannten Pixarfiguren und spazierten durch das wirklich liebevoll gestaltete Bugsland mit Insekten, die man knuddeln könnte. (Diesen Gedanken fasst man auch nur bei Disney.)

Mit einem fantastischen Feuerwerk endete unser Tag im Disneyland und auch unser Urlaub. Die 4 Wochen waren wie im Fluge vergangen und wir wären gerne noch länger geblieben. Einzig die Gewissheit, dass wir ja spätestens im nächsten Jahr wiederkommen würden, tröstete uns.

So nahmen wir am 14. August zunächst Abschied von "unserer" Queen Mary, dann von unserem Mietwagen, der uns über 6000 km sicher kutschierte und schließlich von unserem Amerika. Schnief ! Am 15. August landeten wir dann morgens in Düsseldorf, fuhren noch 4 Stunden nach Hause und schon hatte uns der Alltag wieder. Was tut man also am besten gleich wieder ? Richtig: Die nächste Reise planen. Also dann, bis zum "Südstaaten"-Urlaub 2009.

0 Kommentare
Kommentare: 20
  • #20

    Katrin (Montag, 24 Juli 2017 09:52)

    Lieber Hartmut,
    vielen Dank für das Lob! Ich wünsche euch einen wunderschönen Urlaub!

  • #19

    Hartmut (Freitag, 21 Juli 2017 13:01)

    Hallo Katrin,

    mit Freude habe ich gerade Deinen Reisebericht vom Osten Kanadas gelesen. Bei uns geht´s in ein paar Tagen los. Großes Kompliment für Deine Reiseseite.
    Liebe Grüße aus Braunschweig
    Hartmut

  • #18

    Katrin (Sonntag, 19 Februar 2017 12:51)

    Nochmal hallo Volker,
    gerade habe ich doch gesehen, dass ich natürlich auch schon auf deiner informativen Seite war, um Informationen über Strände auf Hawaii zu bekommen.

    Vielen Dank dafür!

  • #17

    Katrin (Sonntag, 19 Februar 2017 12:42)

    Hallo Volker,

    vielen Dank für deine nette Rückmeldung. Ja, ich bin gerade noch in der Planung, obwohl die Eckdaten natürlich schon stehen. So werden wir uns Oahu, Kauai, Big Island und Maui anschauen. Der Open doors-Helikopterflug auf Kauai ist auch bereits gebucht, der Sonnenaufgang am Haleakala auf Maui fest eingeplant und auch sonst habe ich hoffentlich dank Lala und anderer guter Seiten nichts vergessen...!

    Ganz herzliche Grüße,
    Katrin

  • #16

    Volker (Samstag, 18 Februar 2017 21:55)

    Hallo Katrin,

    ich habe Deine schöne Seite bei Lala entdeckt. Wollte gerade den Hawaii Bericht lesen, doch wurde ich dort daran erinnert, daß Du bei Lala von der Reiseplanung geschrieben hast. :-) Ich wünsche Euch einen schönen Urlaub. Welche Inseln habt Ihr denn eingeplant?

    Viele Grüße von Volker

  • #15

    Katrin (Mittwoch, 04 Januar 2017 13:58)

    Ich wünsche dir ganz viel Spaß in Florida!!!

  • #14

    Ramona (Mittwoch, 04 Januar 2017 08:00)

    Liebe Katrin
    Vielen Dank für Deine Rückmeldung. :) Ich werde es bei der Julia Street versuchen. Natürlich steht auch eine Fahrrad Tour auf unserem Programm.. dann werde ich das süsse Rosa Haus sicherlich finden. :)
    Liebe Grüsse aus Zürich :)

  • #13

    Katrin (Dienstag, 03 Januar 2017 21:39)

    Hallo Ramona,
    da wir 2007 nur zufällig an dem kleinen rosa Haus vorbeigekommen sind, kann ich dir leider die Adresse nicht nennen. Da im Hintergrund das Key West Lighthouse ( 938 Whitehead Street ) zu sehen ist, muss es in einer der kleinen Nebenstraßen stehen. Ich würde bald sagen, es ist die Julia Street, weiß es aber leider wirklich nicht. Zum Glück ist Key West aber sehr überschaubar und mit einem Fahrrad (z.B. von "Eaton Bikes") schnell und gründlich an einem Nachmittag abzufahren. Viel Erfolg!

  • #12

    Ramona (Dienstag, 03 Januar 2017 15:07)

    Hallo Katrin
    Bin gerade durch googeln auf deine Seite gestossen. Weisst du noch per Zufall an welcher Strasse das Rosa Haus in Key West anzutreffen ist? :) Ich muss dieses Haus unbedingt sehen. ;)
    Liebe Grüsse Ramona

  • #11

    Katrin (Donnerstag, 27 Oktober 2016 18:21)

    Danke Petra. Es freut mich sehr, dass dir die Seite gefällt!

  • #10

    Petra (Sonntag, 23 Oktober 2016 19:45)

    Eine ganz tolle Seite mit schönen Bildern und Infos zu den Reisen. Es gibt zwar viele Reiseberichte im Web aber diese gehört zu den besseren!!Liebe Grüße aus Mainz und weiter so

  • #9

    Katrin (Samstag, 23 April 2016 16:18)

    Hallo Harald,
    danke für das Lob. Mit Sandflöhen hatten wir noch nie Probleme, mit Moskitos nur bis zu der Erkenntnis, dass man doch lieber das Schutzspray aus den USA benutzen sollte... 2012 habe ich mich auf einer Rasenfläche mit (vermutlich) Ameisen angelegt, was sehr unangenehm war. In solchen Fällen hilft jedoch die in den USA sogar in den meisten Supermärkten erhältliche Cortizone 10-Salbe.

  • #8

    Harald (Sonntag, 17 April 2016)

    Hallo,
    dein Bericht ist ja super, nur eine Frage: Gab es Probleme mit Sandföhen oder No see ums? Ihr seid ja sehr USA-erfahren.

  • #7

    Klaus (Mittwoch, 02 März 2016 12:56)

    Eine Rundreise durch die US-Weststaaten ist schon eine tolle Sache! Wir haben auch das Castle Marne besucht (allerdings ohne Schreck beim Frühstück), es kommt in unserem Artikel zu besonderen Unterkünften vor, der vielleicht auch deine Leser interessiert:
    http://willkommenfernweh.de/besondere-unterkuenfte-weststaaten/

  • #6

    Katrin (Donnerstag, 11 Februar 2016 08:13)

    Hallo Namensvetterin, ich stöbere nun schon den zweiten Tag auf deiner Seite herum und finde immer wieder was neues. Toll gemacht. Unser nächster Trip steht zwar erst in zwei Jahren an aber Anregungen hast du viele für uns! Freue mich schon auf den nächsten Reisebericht!

  • #5

    Sascha (Freitag, 20 Februar 2015 13:46)

    Super! Deine HP hat mich gerade verzaubert! So tolle Bilder und deine Texte dazu- einfach herrlich! Habe die Seite abgespeichert! Sehr toll!

  • #4

    Jens (Samstag, 01 Februar 2014 22:01)

    Eine wirklich tolle Seite und Leistung...
    Kompliment Katrin... Weiter so...!!!

  • #3

    Eva (Samstag, 29 Juni 2013 21:42)

    Herrlisch!!!!

  • #2

    Lara (Donnerstag, 27 Juni 2013 23:29)

    ... tolle Fotos, tolle Geschichten,toller Mensch...
    Fotografieren und Reisen planen, das solltest Du zu Deiner Hauptaufgabe machen.
    Ich wünsche Dir einen schönen Trip und pass' auf Dich auf!
    Ich drücke dich ganz doll,
    Dein Patenkind (dessen ersten Amerikatrip du in 2 Jahren planen wirst :-) )

  • #1

    Lea (Dienstag, 11 Juni 2013 20:32)

    Hallo Katrin, ich war so neugierig und musste gleich mal schauen... Tolle Website und tolle Geschichten. Hier hab ich einiges zu lesen... Hoffentlich lernen wir uns am Samstag kennen. Gruß Lea


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